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5/28/2015

Vermissmeinnicht - Barbara Schinko

Kurzbeschreibung

Herzverwirrung – Rückspulmodus – Ewigjetzt …

Amber hatte einen Unfall. Glaubt sie zumindest, doch erinnern kann sie sich nicht. Bis sie auf den Jungen mit den Vergissmeinnichtaugen trifft – und ihre gemeinsame Geschichte neu erlebt. Stück für Stück. Szene für Szene. Rückwärts.

Autor

Barbara Schinko, geboren 1980, wuchs in einer österreichischen Kleinstadt auf. Ihre Kindheit spielte sich zwischen Bücherbergen und den Welten in ihrem Kopf ab. Später studierte sie internationale Wirtschaftsbeziehungen, erkundete Asien und Australien und fuhr mit ihrem Verlobten im Wohnmobil durch die USA. Wenn sie nicht arbeitet, sitzt sie in ihrem geliebten Hängesessel auf dem Balkon und träumt sich ans Meer.

Fazit

Wir tauchen ein in die Geschichte von Amber, deren Leben nicht sonderlich rosig verläuft. Und von einem Tag auf den anderen verliert sich einen Teil ihres Gedächtnisses - doch wieso? Ein Unfall? Das würde zumindest ihre Verletzungen erklären. Durch einen Hinweis begibt sie sich auf die Suche und der Junge mit den Vergissmeinnicht blauen Augen weckt ihre Erinnerungen.

Die Kurzgeschichte ist wirklich interessant, vor allem da die Szenen Rückwärts erzählt werden. Angefangen beim letzten Erlebnis, bis hin zum ersten, diese Szenen sind mit dem Kürzel "RW" gekennzeichnet und da ich die Kurzbeschreibung nicht mehr im Gedächtnis hatte, hat es einen Moment gedauert bis ich verstand, dass dies hier ja genau verkehrt herum läuft. Für den Spannungsaufbau war dies leider reichlich Kontraproduktiv. Als Gesamtes ist diese Story nämlich richtig süß und prickelnd, nur nimmt dieser Rückwärtsgang viel von dem Gefühl heraus. Doch ist das Ganze als Idee wirklich anzuerkennen, da ich bisher noch nie so etwas vor mir hatte. Eine nicht sonderlich innovative, aber schöne Liebesgeschichte neu erzählt. Ich kann mir gar nicht vorstellen wie es sein muss, sein Gedächtnis nur nach und nach wieder zu erlangen, Amber schlägt sich jedoch wirklich gut.

So gut es mir dann doch gefiel wirkt das Ende etwas abgehackt. Da hätte ich mir mehr gewünscht als "jetzt weiß ich wieder wer du bist". Ein richtig tolles Happy End ist es nämlich nicht, finde ich. Die Geschichte ist zu Ende und der Leser hängt plötzlich in der Luft. Das ist leider ein riesiger Minuspunkt.

Dennoch fand ich die Idee des Rückwärtserzählens klasse, die Liebesgeschichte richtig süß und dennoch ist es unabgeschlossen. Ich bin hin und hergerissen, finde aber, dass die Autorin weitere gefühlvolle Geschichten schreiben sollte, denn der Schreibstil war wunderbar locker.

3/5 Sternen


Informationen zum Buch
Autor: Barbara Schinko
Verlag: Carlsen bittersweet
Kindle: 78 Seiten
Preis: 1,49 €

4/14/2015

Traust du dich? - Nadine d'Arachart und Sarah Wedler

Kurzbeschreibung
Wetterbrausen – Dunkelstille – Sonnentropfen …
»Furchtlosigkeit. Ehrlichkeit. Das Streben nach Höherem.« Dies ist das Motto der Nathair. Lily ist auf Anhieb fasziniert von dem Geheimbund. Doch der wahre Grund, warum sie sich der Aufnahmeprüfung stellt, hat dunkle Haare und sommerblaue Augen: Darragh.


Ebook | 93 Seiten | Kurzgeschichte | 1,49 €


Fazit
Tja. Da weiß ich gar nicht so recht was ich sagen soll, außer: Es war klasse! Ich habe zuvor noch nichts von dem Autorenduo Nadine d'Arachart und Sarah Wedler gelesen und somit wurde diese Geschichte zu so etwas wie einem Probelauf. Bestanden. Setzen. Eins. Ich war ja schon recht angetan von der Idee mit dem Geheimbund und das ganze in eine Jugend-Geschichte zu verpacken kann, meiner Erfahrung nach, schnell unglaubwürdig werden. Doch die Autoren finden genau den richtigen Grad zwischen Spannung, außergewöhnlichem und Glaubwürdigem und unterhalten so den Leser mit dem Nathair und einer kleinen, eingewobenen Liebesgeschichte. Auch die Charaktere sind passend kreiert und sehr charismatisch. Ich mochte Lily auf Anhieb. Ihre neugierige Art und ihre Suche nach Abenteuern. Von Darragh erfahren wir zwar nur als Lilys Sichtweise, doch er macht sich gut, so als angebeteter. Dass er den gut aussehenden, coolen Typen auf dem Internat darstellt, lässt vielleicht vermuten, dass hier einige bekannte Klischees zur Anwendung kommen, doch die Autoren haben es geschafft eben keinen stereotypischen männlichen Charakter zu schaffen. Ich mochte ihn ebenfalls sehr und Lilys Verliebtheit ist auf jeden Fall nachzuvollziehen. 

Traust du dich? Das ist hier die große Frage, denn Lily hat einige Aufgaben zu bewältigen und der Leser fiebert mit, ob sie es schafft und ob sie Darraghs Herz für sich gewinnen kann. Dies meine erste Geschichte des Autorenduos, aber mit Sicherheit nicht meine letzte.

4,5/5 Sternen


Autoren
Sarah Wedler wurde 1986 geboren und lebt in Hattingen. Sie studiert Sozialwissenschaft an der Ruhr-Universität in Bochum und schreibt seit vielen Jahren Kurzgeschichten und Drehbücher. Gemeinsam mit Nadine d'Arachart wurde sie bereits mehrfach mit Literatur- und Drehbuchpreisen ausgezeichnet - u.A. mit dem Kubischu Förderpreis und dem Aachener Drehbuchpreis. 2011 stand sie gemeinsam mit Nadine im Finale des Berliner Open Mike; 2012 wurden beide mit dem Förderpreis zum Literaturpreis Ruhr ausgezeichnet. "Die Muse des Mörders" ist der erste Krimi, den die beiden Autorinnen gemeinsam veröffentlicht haben. Später folgte der Thriller "Abgründe" als E-Book.

Nadine d'Arachart wurde 1985 in Hattingen geboren und schreibt seit vielen Jahren gemeinsam mit Sarah Wedler. Neben diversen Veröffentlichungen in Anthologien und Jahrbüchern erhielten sie gemeinsam verschiedene Preise für ihre Kurzgeschichten und Drehbuchideen - u.A. den Ideale Literaturpreis und den Green Me Story Award. 2011 standen die beiden im Finale des Open Mike in Berlin. Zuletzt wurden Nadine und Sarah mit dem Förderpreis zum Literaturpreis Ruhr 2012 ausgezeichnet. "Die Muse des Mörders" ist ihre erste Romanveröffentlichung. Im April folgte der Thriller "Abgründe" als E-Book.

4/03/2015

Nebelfunke - Regina Meißner

Kurzbeschreibung
Herzbeben – Rubinleuchten – Funkelblick ... 


Nach einem furchtbaren Sturm entdeckt May ein Portal in eine andere Welt. Ein geheimnisvoller Junge auf der Suche nach einem magischen Rubin tritt durch das Nebelschimmern – und erblickt May. Wird sie die Flucht ergreifen oder siegt die Neugier nach dem Unbekannten?


Ebook | Carlsen bittersweet | 77 Seiten | eShort | 1,49 €




Fazit
Nebelfunke ist die erste Geschichte der jungen Autorin Regina Meißner, welche ich gelesen habe und sie galt zugleich als Bestandsprobe für ihre anderen veröffentlichten Geschichten. Ich ging also vorurteilsfrei an diese Geschichte heran und wurde von einer süßen, ruhigen Geschichte mit Fantasy-Elementen überrascht. May ist ein Charakter, mit dem sich wohl viele junge Mädchen identifizieren können, denn sie fühlt sich nirgendwo dazugehörig und ist mit ihrem Leben und den vorgegebenen Konventionen absolut unzufrieden. Ich war etwas überrascht über das Leben, das May führt, denn so richtig konnte ich mir nichts darunter vorstellen. Es ist leider unklar wie die Gesellschaft tickt. Manchmal hatte ich das Gefühl, dass ihr Leben zu heutigen Zeit angesiedelt ist und dann wiederum wird ihr Leben mit einzelnen Worten wieder in eine Art Mittelalter katapultiert. Es ist also ein Gemisch aus beiden und wirkt dennoch mehr schwammig als klar. Der fremde, geheimnisvolle Junge klingt zunächst eher nach einem Klischee, doch gefiel mir sein Auftreten und sein Charakter sehr gut. Dass er mit einer Aufgabe durch das erschienene Portal kam und nun auf May trifft, ist wohl das beste, was beiden passieren konnte. Ich bin jedenfalls sehr überrascht von dieser ruhigen Liebesgeschichte, auch, wenn sie hier und da noch ein paar kleinere Schwächen aufweist und einen kleinen Feinschliff vertragen könnte. 
3,5/5 Sternen


Autor
Regina Meißner ist im März 1993 in einer Kleinstadt in Hessen geboren und schreibt vermehrt seit sie 13 ist. Im Juli 2014 gewann sie den ersten Lyx Talentwettbewerb, aus dem auch ihr Debütroman "Ivory - Von Schatten verführt" hervorging. Am 4.12. erscheint die Urbanfantasygeschichte "Alytenfluch" bei der Ebook-Only Untergruppe Impress vom Verlag Carlsen. Und sie schreibt mit Leidenschaft weiter.

3/26/2015

Lügen haben blaue Augen - Alexandra Fuchs

Kurzbeschreibung
Kurzschlussideen – Gummibärchenkrieg – Superheldsuche …

Mit 17 noch ungeküsst? Das geht gar nicht. Panisch erfindet Lena einen supersüßen und total in sie verliebten Freund: Markus. Den jetzt aber alle kennenlernen wollen. Ein Glück, dass ihr Nachbar sowohl gut aussieht, als auch Markus heißt. Jetzt muss er nur noch mitspielen.


Ebook | Carlsen bittersweet | 71 Seiten | eShort | 1,49 €


Fazit
Die Geschichte um Lena und Markus fängt wirklich sehr vielversprechend, süß und vor allem witzig an. Mir gefielen auf Anhieb Lenas Sprüche, auch, wenn sie diese meist gedanklich an sich selbst richtet. Den Leser zum lachen zu bringen war schon immer gut und so macht nicht nur die Geschichte Spaß, sondern auch die Charaktere scheinen einem näher zu sein. Wir erleben die Geschichte aus Lenas Sichtweise und dürfen ihren Kampf um den sozialen Status in ihrer Clique hautnah miterleben. Dass sie sich dabei selbst verleugnet, scheint ihr gar nicht so recht bewusst zu sein und so stürzt sie sich immer weiter in ihre Lügen. Doch der Tag kommt, an dem alles aufzufliegen droht und sie kann nur hoffen, dass Markus bei ihrem Plan dabei ist. Mit ihm steht oder fällt alles. 

Was in Markus vorgeht bekommen wir nur sehr langsam zu Gesicht, doch ist Lenas Situation - ach was, die gesamte Situation - wirklich vorhersehbar. Es werden Andeutungen gemacht, die scheinbar jeder, außer Lena selbst, versteht. Auch gefühlstechnisch ist schnell klar was genau da eigentlich läuft, doch Lena steht so absolut auf dem Schlauch. Schade eigentlich, denn wo der Leser bereits ahnt wie das weiter geht, stelzen die Charaktere noch um Formulierungen und vermeintliche Geheimnisse herum. Das hat mich leider etwas gestört, auch, wenn die Geschichte sonst wirklich unterhaltsam war. Der Schreibstil von Alexandra Fuchs ist auf jeden Fall super locker und ihre Figuren konnte ich trotz Schwächen wirklich gut leiden. Für alle die also eine süße, kleine Liebesgeschichte in einem recht klebrigen Lügennetz erleben möchten, ist das hier genau das richtige. Hier werdet ihr sodann auf seine kosten kommen. Unterhaltsam. Lügenreich. Frühlingsgefühle. Ich mag es!

3/5 Sternen

Autor
Alexandra Fuchs ist in einem kleinen Dorf in der Nähe von Stuttgart aufgewachsen. Momentan studiert sie am Bodensee Literatur Kunst Medien und kann dabei ihrer Kreativität freien lauf lassen. Schon früh konnten sie Bücher in ihren Bann ziehen. Bald darauf fing sie an kleine Kurzgeschichten und Gedichte zu schreiben. Daraus wurden schließlich Geschichten die ganze Bücher füllen konnten.

1/19/2015

Ewig und eine Stunde - Mirjam H. Hüberli

Kurzbeschreibung

Immerbald – Fremdbekannt – Lieblichkühl...

Es ist ihr drittes Jahr in Paris – der Stadt der Liebe, wenn auch nicht für Geneviève. Bis sie eines Tages anfängt Botschaften zu finden. Auf Kaffeebechern, Parkbänken und in den Augen eines jungen Mannes, den sie nie zuvor gesehen hat. Aber der sie zu kennen scheint.


Ebook | bittersweet | 79 Seiten | Kurzgeschichte | 1,49 €


Fazit
Nach den wirklich positiven Rezensionen, die ich bisher gesehen habe, hatte ich mir wirklich viel von dieser Geschichte versprochen. Zugegeben ist das Setting wunderbar romantisch und bietet sich damit sehr gut für eine Liebesgeschichte an. Und so beginnt eine sehr ungewöhnliche Liebes-eShort, welche meiner Meinung viel zu oberflächlich gehalten wurde. Geneviève erhält von jetzt auf gleich Botschaften und kann sich nicht einmal erklären wieso ihr dieser schöne junge Mann, der ihr ständig über den Weg läuft, so vertraut zu sein scheint. Diese Idee mit den Nachrichten hat mir richtig gut gefallen, weniger gut fand ich, wie schnell Gen das ganze als mysteriös einstuft. Ich hätte mir vermutlich keine Gedanken gemacht, wenn auf meinem Kaffeebecher "Remember me" steht. Jedoch macht die Protagonistin sich alleine darum einen unglaublichen Haufen Gedanken. Doch fand die Geschichte erfrischend schön mit seiner ruhigen, träumerischen Stimmung und ich war bezaubert von Nash. Es handelt sich hierbei nämlich durchaus um eine intensive Herzklopfengeschichte. Und dann hat das schnelle Ende mich in meinem Enthusiasmus ausgebremst, als hätte jemand eine Betonwand vor mir hoch gezogen. Unglaublich schade. Insgesamt fand ich Ewig und eine Stunde wirklich innovativ, aber viel zu kurz, was es für mich leider etwas oberflächlich erscheinen lässt. Wirklich positiv waren die passenden Zeichnungen von der Autorin selbst, welche dieser Geschichte beigefügt sind. 

3/5 Sterne

Autor
Vor vielen Jahren erblickte Mirjam H. Hüberli, dicht gefolgt von ihrer Zwillingsschwester, in der schönen Schweiz das Licht der Welt. Erst während des Studiums zur Online-Redakteurin wurde ihr bewusst, was sie wirklich will. So beschloss sie, den Schritt aus dem stillen Schreibkämmerchen in die aktive Szene zu wagen, um das zu leben, was das Herz ihr zuflüstert: Eigene Geschichten schreiben.
(Quellen: Amazon.de)

1/16/2015

Hinter den Buchstaben - Felicitas Brandt

Kurzbeschreibung

Himmelsgrün - Buchgeflüster - Winterfrühling ... 

Faith fühlt sich nur an einem Ort wirklich wohl: in der Bibliothek. Doch plötzlich befindet sie sich in den Geschichten, die hinter den Buchstaben liegen. Und sie soll ausgerechnet den legendären (und extrem charmanten) Robin Hood retten.

Ebook | bittersweet | 78 Seiten | Kurzgeschichte | 1,49 €


Fazit

Mal was anderes. Ich war anfangs etwas skeptisch, doch wie Faith in die Welt von Robin Hood reist um dort mit der Fee Liv die Figur zu finden, die sich fälschlicherweise in diese Geschichte eingeschlichen hat, gefiel mir dann doch ungewöhnlich gut. Es ist mal was neues und eine Geschichte aus dem Sherwood Forest ist auf jeden Fall mal was neues. Faith findet sich also in dieser Fremden Welt wieder und muss sich erstmal zurecht finden. Sie trifft dort auf Sky, einer der Verbannten, und diese junge Schönling mit dem Herz aus Gold verdreht dem jungen Mädchen sogar den Kopf. Mir gefielen die ruhigen Töne dieser Geschichte und obwohl ich bei der Sache mit der Fee zuvor äußerst Skeptisch war, gefiel mir auch dieser Teil zunehmend besser. Ich hätte mir zwar ein etwas anderes, festgelegteres Ende gewünscht, doch das ist vor allem Geschmackssache. Ich bin auf jeden Fall verzaubert von dieser Geschichte!

4/5 Sternen


Autor
Felicitas Brandt, geboren im Oktober 1990, ist eigentlich nie ohne Stift, Zettel und Buch anzutreffen. Sie liebt Cookies, Linkin Park, Lynn Raven Bücher, Wörter, Sommerregen am Meer und wollte schon immer mal ins Autokino. Außerdem träumt sie von einer Reise quer durch Schottland. 
Ihr erster Roman "Zum Glück gibt's die Liebe", wird am Valentinstag 2014 bei Impress erscheinen, außerdem ist sie hier und da in diversen Anthologien anzutreffen, zum Beispiel beim Aeternica Verlag.


(Quellen Amazon.de)

1/15/2015

Feinde mit gewissen Vorzügen - Amelie Murmann

Kurzbeschreibung

Sturmgefühle – Puddingrache – Nahdistanz…
Sophia liebt Worte. Für Tobias hat sie auch ein paar übrig: fies, hinterhältig, verabscheuenswert … Die Liste geht noch ewig weiter. Doch dann geschieht die Katastrophe: Sie soll mit ihm Tango tanzen! Auf Tuchfühlung mit dem Todfeind – aber ist er das wirklich?


Ebook | bittersweet | 73 Seiten | Kurzgeschichte | 1,49 €



Fazit
Tango ist ein Tanz voller Leidenschaft und ausgerechnet mit ihrem ärgsten Feind, Tobias, soll sie diesen tanzen. Dass sich die beiden nicht die Augen auskratzen ist dabei ein Wunder. Vor allem Sophia kann nicht glauben, dass sie beinahe Freundschaftlich miteinander umgehen. 

Beide Charaktere sind alles andere aus auf den Mund gefallen und liefern sich schon seit Jahren arge Wortgefechte und zugegeben, was die beiden sich da manches mal an den Kopf werfen ist wirklich zum schießen. Durch die absolut aufbrausende Art Sophias und Tobias recht arrogant wirkende Gelassenheit schaukelt sich all das immer wieder hoch. Für den Leser ist das recht amüsant, führt in diesem Fall aber auch zu weniger anderen Informationen über beide Protagonisten. Sie feinden sich an und plötzlich schlägt es also um? Okay. Jedoch hatte ich auf den wenigen Seiten ein paar Probleme dem ganzen wirklich glauben zu können und auch Sophia ist nicht gerade der Typ Mensch, den ich gut leiden kann und so fand ich nicht den richtigen Zugang zu ihr. 

Dennoch hat mir die Geschichte gefallen. Die Idee mit dem Tango war mal eine andere und die Autorin und Bloggerin, Amelie Murmann, schrieb mit diesem eShort eine unterhaltsame, humorvolle Liebesgeschichte.

3,5/5 Sternen

Autor
Amelie Murmanns Liebe zu Jugendromanen begann mit einem Jungen, der überlebte, und festigte sich endgültig mit einem Mädchen, das in Flammen stand. Um diese Liebe mit der Welt zu teilen, eröffnete sie 2010 ihren eigenen Buchblog, und begann kurz darauf mit dem Schreiben. Amelie lebt mit ihrer Familie und ihren über vierhundert Büchern in Moers. Wenn sie nicht gerade liest, schreibt oder bloggt, studiert sie Lehramt an der Universität Essen. "Wanderer. Sand der Zeit" ist ihr Debütroman.

(Quellen: Amazon.de)

Just Friends - Jennifer Wolf

Kurzbeschreibung

Neuvertraut – Wohligkalt – Blogbesessen…

Schon seit Kindertagen ist Zofia mit Sean befreundet. Dass er eine Freundin hat, kümmert sie nicht – und auf einmal doch. Was tun, wenn man sich nicht in seinen besten Freund verlieben will? Man folgt den Tipps des Blogs »Love Hurtzzz«.




Ebook | bittersweet | 66 Seiten | Kurzgeschichte | 1,49 €




Fazit
Dieses Kurzfazit wird wahrscheinlich die reinste Schwärmerei, denn es steht eindeutig fest. Ich werde Sean heiraten müssen. Punkt. Aus. Ende. :D Warum? Weil er einfach zum niederknien ist und Mädels in seiner Gegenwart zur reinsten Schlammpfütze mutieren. 

Zofias und Seans Geschichte ist voller Bauchkribbeln und manchmal auch voller Eifersucht. Doch die beiden sind beste Freunde, schon immer, also wieso auf einmal jetzt? Der Leser erlebt das ganze aus Zofias Sicht. Wie sie versucht sich im Internet Tipps zu holen, wie sie sich entlieben soll, was natürlich vollkommen nach hinten losgeht. Sean selbst guckt man eigentlich nur vor den Kopf und doch erscheint er als wunderbar liebeswerter Charakter, der in Zofias Nähe einfach nur er selbst ist. Seine ungewollt herzerobernde Art immer wieder ins Englische zu verfallen, vor allem in emotionalen Momenten, ist seiner Herkunft zu verdanken. Als halber Schotte ist der gute mit seinen Genen wirklich wunderbar weg gekommen. Und eben dies macht ja irgendwie auch seinen Charme aus. Vor allem mich konnte er bezirzen! 

Just Friends ist eine wundervolle, liebreizende, herzklopfenbescherende, zartschmelzende Liebesgeschichte. Ich werde mir vor allem andere Bücher der Autorin nun einmal genauer anschauen. 

5/5 Sternen

Autor
Jennifer Wolf lebt mit ihrem Mann und ihrer Tochter in einem kleinen Dorf zwischen Bonn und Köln. Aufgewachsen ist sie bei ihren Großeltern und es war auch ihre Großmutter, die die Liebe zu Büchern in ihr weckte. Aus Platzmangel wurden nämlich alle Bücher in ihrem Kinderzimmer aufbewahrt und so war es unvermeidbar, dass sie irgendwann mal in eins hineinschaute. Als Jugendliche ärgerte sie sich immer häufiger über den Inhalt einiger Bücher, was mit der Zeit zu dem Entschluss führte, einfach eigene Geschichten zu schreiben.


(Quellen: Amazon.de)

1/14/2015

Wir sehen uns GESTERN - Tanja Voosen

Kurzbeschreibung

Schokoheiß – Slamgefahr – Zitronensüß…

OMG! Mallorys Traum von einem eigenen Auto droht zu zerplatzen. Die erhoffte Lösung: ein Auftritt beim Diary-Slam und die Peinlichkeiten ihres jüngeren Ichs zum Besten geben. Theoretisch machbar, wäre da nicht der neue Typ an ihrer Schule.



Ebook | bittersweet | 80 Seiten | Kurzgeschichte | 1,49 €




Fazit
Diese Geschichte war sein Geld auf alle Fälle Wert! Ich habe von der Autorin und Bloggerin, Tanja Voosen, bereits die Geschichte Emily lives loudly gelesen und da sie mir so gut gefiel war klar, dass es nicht das letzte geschriebene Wort von ihr war, welches ich lesen möchte. Nun erschien Wir sehen uns GESTERN und entpuppt sich als süße Liebesgeschichte. Mit gekonntem Wortwitz und lockeren Sprüchen bekommt der Leser hier eine lockerleichte, zuckersüße Kurzgeschichte geboten. 

"Brauchst du Hilfe?", fragte ich.
Sein Kopf schnellte herum. "Sag mal, verfolgst du mich?"
"Nur dienstags und donnerstags."
(20%)

Einzelgängerin Mallory manövriert sich dank ihrer verrückten Großmutter in eine ganz schön heikle Situation, welche ein Desaströses Ende nehmen könnte. Und dann trift sie IHN, diesen neuen Typen an der Schule, der sie erst nicht leiden kann. Zwar scheint die Situation schnell glasklar zu sein, doch hält all das noch einige kleinere und größere Hürden für Mallory bereit. Besonders cool fand ich die lockere Großmutter mit ihren Weisheiten und Ratschlägen, die sich tatsächlich als Hilfreich erweisen. 

Wir sehen uns GESTERN ist in meinen Augen absolut lesenswert. Und zwar besser gestern als heute.

5/5 Sternen

Autor
Tanja Voosen wurde 1989 in Köln geboren und lebt heute in der Nähe der Eifel. Während ihres Abiturs begann sie sich zum ersten mal mit dem Schreiben von Geschichten zu befassen und kurze Zeit später auch zu publizieren. Wenn sie nicht gerade damit beschäftigt ist, den Weg nach Hogwarts zu suchen, weil die Realität so schlecht ohne echte Magie auskommt, steckt sie ihre Nase in gute Bücher und treibt sich in der Welt der Blogger herum.

(Quellen: Amazon.de; Carlsen.de)