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2/21/2017

Zitate #39 - Mitosis



Endlich war der Tag gekommen, auf den ich zahn Jahre gewartet hatte. Ein wundervoller, bedeutender und entscheidender Tag. Es war Zeit für einen Hotdog.
(Pos. 35)

Ein echter Chicagoer Hotdog sieht aus, als hätte jemand eine Granate in einen Gemüsestand geschossen, die Überreste von der Wand gekratzt und alles auf ein Würstchen geschmiert.
(Pos. 63)

Es schien unmöglich, aber andererseits war die Physik etwas, das nie den Epics, sondern immer nur anderen Leuten zustieß, ähnlich wie Akne und Schulden.
(Pos. 311)

Sie schwieg einen Moment. "Oh je. Du halluzinierst schon." "Nein. Nein, ich meine damit, dass ich unberechenbar bin. Was ist das Überaschendste, das du dir ausdenken kannst? Ich möchte wetten, dass es ein Nashornastronaut ist."
(Pos. 446)

10/08/2016

Zitate #38 - Angelfall


Wo kaum Raum zum überleben ist, ist auch kein Raum für Stolz oder das eigene Ego. Aber ich kann mir nicht helfen. Was glauben die, wer sie sind? Wir mögen Ameisen sein, aber dieses Feld ist unser Zuhause und wir haben jedes Recht, darin zu leben.
(Angelfall - Nacht ohne Morgen, Seite 80)
 

4/14/2015

Zitate #37 - Code Black


Da Kämpfen wie ein Mann nicht funktioniert, schreie ich jetzt wie ein Mädchen.
(S. 27)


"Lacey?", rufe ich.

"Was?", schallt es aus ihrem Zimmer zurück. 
"Kannst du nähen?"
"Bist du high?",
"Dachte ich mir."
(S. 119)


Mentalnotiz: Einen Jungen zu manipulieren, damit er seinen Vater hintergeht, ist nicht der beste Weg zu seinem Herzen.
(S. 179)


Bis jetzt hatte ich unter dem Eindruck gestanden, nicht könnte schlimmer sein, als dass die Leute die eigenen Eltern für Landesverräter halten. Aber ich muss zugeben, tote Eltern stecken das doch noch aus.
(S. 226)


"Meine Eltern sind Sauer. In Großbuchstaben. Besonders, weil ich Senator Dad beruflich in Verlegenheit gebracht habe."
(S. 287)



***

4/12/2015

Zitate #36 - Ein Vampir in schlechter Gesellschaft


"Weißt du nicht mehr? Das haben wir bei Odin im Fehrnsehn gesehen. Eine Oper ist, wenn eine frau so hoch singt, dass es dir die Eier nach innen zieht." 
(S. 52)


Ich nahm den Ring, den ich immer noch am Mittelfinger trug, und warf ihn Ben an den Kopf. "Ich bin so verdammt glücklich, dass ich ein Musical singen könnte!"
"Francesca ..."
(S. 68)


"Und ich bedaure wirklich sehr, dass ich gesagt habe, ich wolle dich nie mehr wiedersehen und du könntest im dreckigsten Teil der Unterwelt verrotten und von Ratten und Kakerlaken gefressen werden. Das habe ich nicht so gemeint."
(S. 184)


"Du wohnst mit einem Geisterpferd zusammen?", fragte ich. 
"Das ist Ragnar. Und ja, er ist ein Geist. Mein Herr wollte es nicht wieder zum Leben erwecken."
(S. 216-217)



***

4/11/2015

Zitate #35 - Zerstöre mich


Der Stift ist meine Stimme, denn ich kann mit niemandem sprechen, habe nur meine eigenen Gedanken, in denen ich ertrinke, und alle Rettungsboote sind weg und alle Rettungsringe sind kaputt, und ich kann nicht schwimmen ich kann nicht schwimmen und es ist so schlimm. Es ist so schlimm. Es ist, als säßen Millionen Schreie in meiner Brust, aber ich kann sie nicht rauslassen, denn was nützt es, wenn man schreit und nicht gehört wird, und hier drin wird mich niemand hören. Niemand wird mich jemals wieder hören.
(Pos. 553)


Ich behalte die Zeit im Kopf, indem ich die Stunden zähle. Ich behalte die Tage im Kopf, indem ich sie aufschreibe. Heute ist Tag zwei. Heut ist der zweite Tag. Heute ist ein Tag. Heute.
(Pos. 559)


Überall stehen Zahlen, manchmal mehrmals dieselben. Manche Wörter kommen immer wieder vor, sind unterstrichen und umkringelt. Und auf fast jeder Seite sund Sätze und ganze Absätze durchgestrichen. Ein absolutes Chaos.
(Pos. 582)


Die Geschichte eines Kindes, das von seinen Eltern misshandelt wurde. Weggesperrt. Entsorgt. Darüber weiß ich viel.
(Pos. 602)


Ich bin nicht mehr Herr meiner selbst. Meine Gedanken haben sich in Worte verfangen, die nicht meine sind.
(Pos. 625)


Angst, stelle ich fest, erkennt man immer. Auch auf den steinernen Gesichtern der Soldaten.
(Pos, 637)


Ich will jemand anders sein, anderswo, mit anderen Gedanken.
(Pos. 712)


Ich frage mich, ob jemand irgendwann so nett ist, mich umzubringen, und ob es in der Hölle angenehmer ist als hier.
(Pos. 724)


Und ich bin so müde so müde so müde so müde und manchmal bin ich so wütend. Ich weiß nicht, was mit mir geschieht.
(Pos. 758)


Man hat mich den Umgang mit Macht und Leid gelehrt. Macht gewinnen, Leid zufügen.
(Pos. 796)


Wenn man Tränen zu oft hinunterschluckt, fühlen sie sich wie Säure in der Kehle an.
(Pos. 1122)


Zünde eine Kerze für mich an, habe ich immer geflüstert, obwohl mich keiner hörte. 
Jemand. 
Irgendjemand. 
Falls da jemand ist dort draußen.
Bitte sagt mir ob ihr die Flamme spürt.
(Pos. 1127)


Ich fühle mich, als hämmere ich gegen eine unsichtbare Wand, als sei mein Gesicht mit Plastik bandagiert, und ich kann nicht atmen, nicht sehen, nichts hören außer meinem Herzschlag, der in meinen Ohren pocht.
(Pos. 1146)


Ich fühle mich verwundet.
Verzweifelt und verworren.
Und es wir schlimmer. Tag für Tag fühle ich mich krank. Schmerzhaft leer. Die Liebe ist ein herzloser, tückischer Bastard.
(Pos. 1165)


Nur diese Buchstaben sind mir geblieben. 26 Freunde, denen ich meine Geschichte erzählen will. 26 Buchstaben, mehr brauche ich nicht. Ich kann sie zusammennähen und Ozeane und Ökosysteme daraus erschaffen. Ich kann sie zusammenfügen und Planeten und Sonnensysteme daraus formen. Mit Buchstaben kann ich Wolkenkratzer und Metropolen erbauen, mitsamt Menschen, Orten, Dingen und Ideen, die realer für mich sind als diese 4 Wände. 
Nur Buchstaben brauche ich zum Leben. Ohne sie würde ich nicht existieren.
Denn diese Worte, die ich hier schreibe, sind der einzige Beweis dafür, dass ich noch lebe.
(Pos. 1209)



***

4/10/2015

Zitate #34 - Duell der Schatten


Der Herr der Bestien war ein arroganter Scheißkerl und regierte das Rudel mit stählerner Faust. Curran und ich kamen etwa so gut miteinander aus wie Glycerin und Salpetersäure: Wenn wir aufeinandertrafen, flogen unweigerlich die Fetzen.
(S. 28)


"Ich melde mich bei dir, damit für diese Vernehmungen Termine gemacht werden können." Dann machte er kehrt und ging, ließ mich dort ganz allein auf der Straße stehen. Der Herr der Bestien - ein Man, der über Kleinkram wie "Danke" und "Auf Wiedersehen" erhaben war.
(S. 62)


Ich ging also nicht nur als Tussi verkleidet zu einem illegalen Turnier, sondern mein Begleitet war auch noch Teilhaber an der ganzen Chose. Na großartig. Da ich Glücksspiel und illegale Wettkämpfe nun schon beisammen hatte, konnte ich mir anschließend eigentlich auch noch ein paar harte Drogen reinziehen und die eine oder andere Edelnutte engagieren. Ich seufzt und gab mir Mühe, so zu gucken, als würde ich meinen Lebensunterhalt nicht als Killerin verdienen.
(S. 67)



*** 

3/24/2015

Zitate #33 - Die dunkle Flut


"Die Wege des Herrn der Bestien sind für eine bescheidene Söldnerin wie mich doch schlichtweg unergründlich."
"Als wärest du jemals bescheiden."
(S. 108)


Der Vampir starrte mich mich heruntergeklappter Kinnlade an, während Ghastek darüber nachsann. Ich nahm ein paar Formulare von meinem Schreibtisch, schob sie dem Vampir ins Maul und zig das Papier mit einem Rück nach oben.
"Was machst du da?", fragte Ghastek.
"Mein Locher ist kaputt."
"Du hast keinen Respekt vor den Untoten."
(S. 140)


Ich fuhr nun also mit einem Bus in die Schlacht. Das Universum hatte durchaus Sinn für Humor.
(S. 281)



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3/20/2015

Zitate #32 - Ich fürchte mich nicht



Ich lebe im Nichts.
Hallo.
Welt.
Du wirst mich vergessen.
(S. 19)




Ich weiß jetzt nur, dass die Wissenschaftler sich irren.
Die Erde ist eine Scheibe.
Das weiß ich, weil ich vom Rand gestoßen wurde, und seit 17 Jahren versuche mich daran festzuhalten.  Seit 17 Jahren versuche ich wieder auf die Scheibe zu klettern, aber man kann die Schwerkraft nicht bezwingen, wenn niemand einem die Hand reicht.
Wenn niemand es wagt einen zu berühren.
(S. 31)




Kein Weihnachten, Hanukkah, Ramadan oder Diwali, Kein Gerede von Religion, Glauben, Weltanschauung. Weltanschauungen hätten uns beinahe alle umgebracht, sagten sie.
Weltanschauungen Vorlieben Vorurteile Ideologien spalten das Volk. Verführen uns. Zerstören uns.
(S. 62-63)




Ich bin ein Wesen aus Buchstaben, eine Figur aus Sätzen, eine Ausgeburt der Fantasie.
Die wollen alle Satzzeichen aus meinem Leben löschen, und ich glaube nicht, dass ich das zulassen kann.
(S. 72)




Zeit totzuschlagen ist nicht so schwierig, wie es sich anhört. 

Ich kann hundert Zahlen den Schädel zertrümmern und ihnen zuschauen wie ihr Blut in meiner Handfläche Dezimalpunkte hinterlässt. Ich kann die Ziffern von einer Uhr abreißen und den Zeigern zuschauen, wie sie vor sich hin tick dick ticken, bevor ich einschlafe. Ich kann Sekunden ersticken, indem ich die Luft anhalte. Seit Stunden schon ermorde ich Minuten, und niemand scheint etwas dagegen zu haben.
(S. 122)




***

2/11/2015

Zitat #31

Rising Darkness 01. Schattenrätsel
Thea Harrison


"Es tut mir leid", erwiederte er.
Sie wartete auf mehr, doch er verfiel wieder in Schweigen.
"Das ist alles - es tut Ihnen leid?", sagte sie schließlich. Sie konnte ihre Biterkeit nicht länger verbergen. "Danke, jetzt ist mir alles vollkommen klar, und ich fühle mich auch schon viel besser."


(S. 147)

2/06/2015

Zitat #30 - Eine seltsame Liebeserklärung ♥

Mistborn 03. Herrscher des Lichts
Brandon Sanderson


"Weißt du,"fügte Elant hinzu, "nach deiner Ablehnung mich zu heiraten, habe ich oft gedachtm dass du ganz schön seltsam bist."
Sie hob eine Braue. "Wie romantisch."
Elant lächelte. "Also bitte, du musst doch zugeben, dass du ungewöhnlich bist Vin. Du bist eine seltsame Mischung aus Adliger, Straßenmädchen und Katze. Außerdem ist es dir in den drei kurzen Jahren unseres Zusammenseins gelungen, nicht nur meinen Gott zu töten, sondern auch noch meinen Vater, meinen Bruder und meine Verlobte. Das ist ein ziemlich mörderischer Dreiklang. Eine seltsame Basis für eine Beziehung, oder etwa nicht?"
Vin rollte mit den Augen.
"Ich bin froh, dass ich nicht noch weitere nahe Verwandte habe", meine Eltan. Dann sah er sie an. "Außer dir natürlich."
"Ich habe nicht vor, mich zu ertränken, wenn es das ist, was du damit andeuten willst."
"Nein", meinte Elant. "Es tut mir leid. Ich bin nur ... na, du weißt schon. Wie dem auch sei, ichollte dir etwas erklären. Am Ende habe ich mir keine Gedanken mehr darübergemacht, wie seltsam du bist. Es ist nämlich egal, ob ich dich verstehe. Die Hauptsache ist, dass ich dir vertraue. ERgibt das einen Sinn? Ich weiß zwar nicht, was du tun willst, und ich habe nicht die leistete Ahnung, wie du es erreichen willst. Aber ich vertraue darauf, dass du es tun wirst."

(S. 328-329)

1/26/2015

Zitat #29

Mistborn 02. Krieger des Feuers
Brandon Sanderson


"Wenn ihr wollt, kann ich einen von beiden verspeisen.", sagte OreSeur. "Das würde alles etwas schneller machen."
Vin erstarrte.
"Auf OreSeurs Lippen lag hingegen ein seltsames kleines Lächeln. "Das ist Kandra-Humor, Herrin. Ich bitte um Entschuldigung. Manchmal sind wir etwas grimmig."
Vin lächelte. "Vermutlich schmecken sie nicht sehr gut. Hamm ist viel zu sehnig, und ich glaube, du willst lieber nicht wissen, was Weher so alles isst ..."
"Ich bin mir nicht sicher", sagte OreSeur. "Der eine heißt doch immerhin Hamm, was schon irgendwie lecker klingt. [...]"


(S. 429-430)

7/26/2014

Zitate #28

Time Thief 01. Keine Zeit für Traummänner
Katie MacAlister


"Gib mir nur ein paar Minuten mit ihm in einem kleinen Raum", bettelte Kiya. "Nur er und ich und ein Stück Gummischlauch. Oder ein Baseballschläger. Eine Kastrationszange für Schafsböcke ginge auch - nicht dass ich glaube, dass es bei ihm viel zu ..."
(S. 282)
"Sie sind wirklich ein absoluter Widerling!", fuhr sie William mit zornfunkelnden Augen an. "Von der Sorte eines eselfickenden, perversen, vorurteilsbehafteten, mörderischen Diktators, der gern Frauenunterwäsche trägt.
(S. 289)

6/23/2014

Zitat #27

Survivors: Jeder ist sich selbst der Nächste
Bianca Peiler

"Die Sache ist die, dass wir nicht genau wissen, was wir machen sollen", übernimmt Constances leise Stimme. "Wir sind auf so ziemlich alles vorbereitet, nur nicht auf einen solchen Fall. Tja. Wer rechnet schon mit Krieg, nicht wahr? ..."
(Seite 261)

2/27/2014

keine (normale) Rezension / Anna Seidl über: keine Helden ...

Dies ist keine Rezension. Aber dennoch möchte ein bisschen meine Meinung zu diesem sehr ungewöhnlichen und für mich unheimlich berührenden Buch abgeben. Das meiste werde ich durch Zitate sagen und vielleicht, ganz vielleicht, kann ich euch dieses ernste Thema doch ein bisschen näher bringen.

Aber dann ändert sich alles. 

Aber wisst ihr, das Problem ist, dass man all das vorher nicht weiß. 
(S. 7)



Es ist weder grausam, noch übertrieben, noch entsetzend. Es ist das Leben wie es in einem der schlimmsten Szenarien spielen kann. Es ist ein Amoklauf an einer Schule. Miriams Leben wird an diesem einen Schicksalhaften Tag vollkommen verändert. Auf den Kopf gestellt. Es stirbt. Und doch ist es alles andere als Schicksal ...
Unser Handeln bringt unweigerlich neue Konsequenzen mit sich. Oft sind diese Taten bedeutender, als wir denken.
 (S. 156) 
Der schlimmste Tag in Miriams Leben und zugleich der bedeutenste. Es ist schwer zu begreifen was passiert, wenn es passiert und doch ändert es das Leben aller beteiligen. Dies muss auch die Hauptperson, geschaffen von Anna Seidl, auf eine besonders harte Tour lernen. Dieser Tag ändert alles. Heute bist du du. Und schon Stunden später bist du jemand ganz anderes. 
Entweder es trifft dich ... oder eben nicht. Wenn es dich trifft - tja, dann hast du eben Pech gehabt. Und wenn nichts passiert? Hast du eigentlich ein Riesenglück, nur weißt du es gar nicht.
(S. 225)

Es ist schwer in Wort zu fassen was dieses Buch ausmacht. Der eigensinnige Schreibstil mag nicht jedem zusagen. Das ungewöhnliche Thema lässt keinen Raum für Helden, womit der Titel mehr als passend ausgewählt wurde, denn er greift genau das auf, was den Leser ab der erste Seite erwartet. Es ist bedrückend, unschön und realer als manch einer erwarten würde. Die Geschichte erzählt die Geschehnisse besonders authentisch - es ist viel eher Wahrheit und Wirklichkeit als es Filme zeigen können und zugleich ist es doch keine Dokumentation. Es ist das Leben von Miriam. Es ist das Leben vieler anderer. 
Denn das Leben ist es, wovor wir Angst haben sollten. Während der Tod die Erlösung ist, zwingt uns das Leben immer wieder in die Knie.
(S. 32)
Es wird keine Helden geben ist fesselnd wie ein Unfall und man kann einfach nicht wegsehen - das Buch einfach nicht weglegen. 
Da ist so ein Gefühl im Bauch, als stünde ich kurz vor dem Abgrund. Man weiß genau, was kommt. Und trotzdem kann man nichts tun.
(S. 76)
Anders als vielleicht erwartet ist diese Geschichte nicht durchzogen mit Melancholie und dergleichen. Ehrlich gesagt ist es eine sehr nüchterne Sicht der Dinge aus den Gedanken der Schülerin, die so viel verloren hat, so dass sie im Überlebensmodus über das Geschehene nachdenkt und sich sogar über den Auslöser Gedanken macht. Überraschenderweise - oder eigentlich auch gar nicht so überraschend - wird Miriam nach diesem Amoklauf Erwachsener. Heißt es nicht, dass es die Erfahrungen sind an denen wir wachsen, welche uns reifen lassen?

Um dieses erdrückende Thema etwas aufzulockern lässt die Autorin Miriams Erinnerung an schönere Zeiten einfließen. An das wie es war, an das was war. An Freundschaften, an Liebe. Da diese Rückblickenden Passagen perfekt zum Rest des Buches passend sind sie umso trauriger und zugleich wie ein Lichtblick. Und gemeinsam mit Miriam erlebt der Leser die Zeit DANACH in all seinen Facetten der Triste, Trauer, Einsamkeit und des Kampfes um eine Normalität die es so nie wieder geben wird.
Ich würde die Welt gerne wieder betrachten wie früher. Denn so blöd es auch klingt, die Welt sieht jetzt einfach ganz anders aus. Greller. Oberflächlicher. Größer.
(S. 160)
Neben dem großen Thema AMOKLAUF darf allerdings auch nicht der ebenso wichtige Teil MOBBING fehlen. Denn auch wenn die Frage der Schuld für einige so klar zu sein scheint ist das, was ein Mensch einem anderen antut durchaus ausschlaggebend für folgende Taten. Es gibt keine Rechtfertigung und ebenso wenig gibt es gerechtfertigte Gründe und doch gehen Miriams Gedanken genau in die richtige Richtung. Diese Gedanken lenken auch die des Lesers. Habt ihr schon einmal darüber nachgedacht, was die kleinsten Sticheleien und Beleidigungen einem Menschen antun? Oder, dass jemanden auszugrenzen eine Person einsam macht? Schon mal überlegt, dass was du sagst und tust, und sei es in dem Moment für dich auch witzig, einer anderen Person den Boden unter den Füßen weg zeiht?
Nichts bleibt - das lernen wir, wenn wir erwachsen werden. Wir können nichts festhalten. Nicht mal uns selbst.
(S. 232)
Ein unglaubliches Buch, das von einer jungen Autorin mit unglaublicher Klarheit verfasst wurde. Es stecken so viele Weisheiten darin, die sich jeder sowohl zu Herzen nehmen, als auch einfach verinnerlichen sollte. Es wird keine Helden geben. Und das wird es vermutlich tatsächlich nicht - wenn, dann wirklich nur in sehr seltenen Ausnahmen. 
Jeder lebt nur ein einziges Mal. Jeder ist etwas Besonderes. Und deswegen zerstört man nicht nur einen Menschen, sondern eine ganze Welt. Deshalb hat niemand das Recht, eine Waffe auf dich zu richten. Niemals.
(S. 251)


Mich lässt all dies vor allem sehr nachdenklich zurück ...



2/21/2014

Zitate #26


Plötzlich Fee 01. Sommernacht
Julie Kagawa

-Rezension hier-

Ich Vergrub mein Gesicht in den Händen. Ich bin tot. Ich bin sowas von tot. Das war's, Meghan. Game over. 
(Seite 29)

"Du bist völlig wahnsinnig.  Vielkeicht solltest du weniger Mangas lesen, Rob. [...]"
(Seite 77)