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11/06/2017

Es war eine Mutter, die hatte vier Kinder ...

Geschichten der Jahreszeiten - Jennifer Wolf



- ♥ -


Morgentau:
Die Auserwählte der Jahreszeiten
Die Erde liegt unter einer dicken Schneedecke, Eis und Kälte herrschen überall. Nur noch ein kleiner Landfleck ist bewohnbar, wo die Erdgöttin Gaia die letzten ahnungslosen Menschen angesiedelt hat. Hier lebt auch Maya Jasmine Morgentau, eine der göttlichen Hüterinnen. Alle hundert Jahre wird unter ihnen eine Auserwählte dazu bestimmt, das Gleichgewicht der Natur aufrechtzuerhalten. Sie darf die vier besonderen Söhne der Gaia kennenlernen, den Frühling, den Sommer, den Herbst und den Winter. Für einen muss sie sich entscheiden und sich ein Jahrhundert an ihn binden. Doch jeder der Söhne hat seine Stärken und Schwächen. Sollte Maya die Auserwählte werden, für wen würde sie ihr Leben hergeben?

Fazit
Jennifer Wolfs Geschichten der Jahreszeiten sind verträumt, märchenhaft und mädchenhaft. Ich bin froh, dass ich nun endlich zum ersten Band gegriffen habe. Maya ist die erste, die wir als Leser kennen lernen dürfen. Sie wird auserwählt aus einer Gruppe von jungen Mädchen und darf somit Gaias Reich betreten und ihre vier Söhne kennenlernen um später einen zu erwählen, mit dem sie die nächsten 100 Jahre verbringen darf. Und ich mag Maya von Anfang an. Sie stürzt sich nicht in die Herausforderung und sie wählt auch nicht auf Gedeih und Verderb, sondern lernt jeden der Brüder zunächst kennen. Sie schätzt sie ein. Und wählt dann mit dem Kopf ... Es ist eine wundervolle Geschichte mit einem wirklich trickreichen Ende. Ich war gleich begeistert und wusste: Dies ist eine herrliche Reihe, die nach MEHR verlang.
4/5 Sternen


Abendsonne: 
Die Wiedererwählte der Jahreszeiten
Als eine gewöhnliche Tochter der letzten bewohnbaren Stadt auf Erden gehört Daliah eigentlich aufs Feld. Dort pflückt sie von klein auf Lavendelblüten und unterstützt ihre Familie. Doch dann wird sie von Göttin Gaia dazu auserkoren, ihre vier Söhne kennenzulernen. Für einen von ihnen muss sie sich entscheiden und sich hundert Jahre an ihn binden. Auf wen wird ihre Wahl fallen? Den verspielten Frühling, den selbstsicheren Sommer, den tiefgründigen Herbst oder den verschlossenen Winter?

Fazit
Ein Zeitsprung. Eine Möglichkeit für eine weitere Jahreszeit die kommende Auserwählte für sich zu gewinnen. Als Familienmensch hat Daliah es nicht leicht, als sie plötzlich auserwählt wird Gaias Söhne zu treffen. Doch hat sie keine Ahnung wie sie ohne ihre Familie leben soll ... durch viele mutige Verstrickungen und durch Herausforderung der Göttin, könnte es ihr gelingen die Regeln zu ändern. Oder? Wird Daliah jemals ohne ihre Familie glücklich sein? Es ist eine herzzerreißende Geschichte um das Herz des jungen Mädchens und ich habe bei einigen Szenen sogar ein paar Tränen verdrückt. Es treten wundervolle Charaktere zu Tage und so wurde diese Geschichte zu meiner Lieblingsgeschichte.

5/5 Sternen


Nachtblüte: 
Die Erbin der Jahreszeiten
Ilea Sola Sommerkind kann Licht brechen und eine warme Brise herbeirufen. Sie ist nicht das einzige Jahreszeitenkind auf der Erde und dennoch ist sie etwas Besonderes, denn nur sie stammt vom Sommer ab. Und so ist ihr Heim auch dasjenige, das sich der Sommergott diesmal für seinen Aufenthalt ausgesucht hat. Als er jedoch schwer verunglückt, muss sie einen weiteren Gott beherbergen: Aviv, den Frühling, der seit fünfhundert Jahren den Frauen entsagt und die Erde gemieden hat.

Fazit
Wieder ein Zeitsprung. Es sind mittlerweile mehrere hundert Jahre nach dem ersten Band vergangen und es gab viele Veränderungen in der Welt. Sowohl in der Welt der Menschen, als auch in Gaias Reich. Ein Streit mit weitreichenden Folgen befördern die Jahreszeiten auf die Erde und Ilea hat mit ihrer Familie einiges zu bewältigen. Vor allem die Beherbergung der Jahreszeiten macht Ilea zunächst zu schaffen, weil ich Großmutter doch so enttäuscht wurde. Doch auch Ilea kann ihr Herz nicht verließen, doch wie soll das nur möglich sein? Es ist auf jeden Fall eine Geschichte, die sich von den Vorgängern abhebt. Die Andeutungen auf Band vier haben mir schon hier gefallen und ich freue mich umso mehr darauf. Auch Ileas Geschichte war wirklich schön, aber ich fand, dass aufgrund all der anderen Geschehnisse diese doch ein bisschen mehr auf der Strecke bleibt, als bei allen anderen. Ich hätte mir mehr gemeinsame Szenen gewünscht, die nicht so zuckersüße Liebeserklärungen enthielten. 

3,5/5 Sternen



Informationen zur Reihe

1. Morgentau. Die Auserwählte der Jahreszeiten
2. Abendsonne. Die Wiedererwählte der Jahreszeiten  
3. Nachtblüte. Die Erbin der Jahreszeiten 

4. Tagwind. Der Bewahrer der Jahreszeiten  
5. Göttertochter. Das Kind der Jahreszeiten 


3/21/2015

Häkelenten tanzen nicht - Jennifer Wolf u. Alexandra Fuchs

Kurzbeschreibung

Eigentlich wollte Sam Frank schreiben. Und eigentlich wollte Alice Sam nur sagen, dass sie nicht Frank ist. Doch dann kamen die Häkelenten dazwischen. Diejenigen, die auf dem Klopapier von Sams Oma saßen. Und die Silvesternacht, in der Sam nicht ganz lesbare Neujahrsgrüße verschickte. An Alice. Die zurückschrieb. Und Sam, der antwortete. Bis sie beide nicht mehr aufhören konnten.

Autoren

Alexandra Fuchs ist in einem kleinen Dorf in der Nähe von Stuttgart aufgewachsen. Momentan studiert sie am Bodensee Literatur Kunst Medien und kann dabei ihrer Kreativität freien lauf lassen. Schon früh konnten sie Bücher in ihren Bann ziehen. Bald darauf fing sie an kleine Kurzgeschichten und Gedichte zu schreiben. Daraus wurden schließlich Geschichten die ganze Bücher füllen konnten.

Jennifer Wolf lebt mit ihrem Mann und ihrer Tochter in einem kleinen Dorf zwischen Bonn und Köln. Aufgewachsen ist sie bei ihren Großeltern und es war auch ihre Großmutter, die die Liebe zu Büchern in ihr weckte. Aus Platzmangel wurden nämlich alle Bücher in ihrem Kinderzimmer aufbewahrt und so war es unvermeidbar, dass sie irgendwann mal in eins hineinschaute. Als Jugendliche ärgerte sie sich immer häufiger über den Inhalt einiger Bücher, was mit der Zeit zu dem Entschluss führte, einfach eigene Geschichten zu schreiben.

Fazit

Alles beginnt mit einem Missgeschick, welches gleich einmal in einem ersten, amüsanten Austausch zwischen Sam und Alice führt. Dass dieses Missverständnis die beiden näher zusammenbringen könnte, als die vielen hundert Kilometer, welche zwischen ihnen liegen, hätte zu der Zeit wohl niemand erwartet. Doch erstens kommt es anders und zweitens als man denkt, oder wie sagt man so schön?! Und so entwickelt sich diese wundervolle Geschichte um die schöne Tänzerin und den hübschen Krankenpfleger. 

Chat-Romane oder auch E-Mail Romane lassen sich meiner Erfahrung nach ziemlich gut, schnell und locker lesen. Doch ist auch hier der Schreibstil wichtig und die Autorinnen Jennifer Wolf und Alexandra Fuchs haben wirklich wunderbar zusammengearbeitet. Für mich sind die Seiten nur so dahin geflogen und, wäre es nicht schon mitten in der Nacht gewesen, hätte ich vermutlich die ganze Geschichte in einem Rutsch gelesen. Einfach, weil mich das Geschehen um Sam und Alice so sehr gefesselt hat. 

18:05 Uhr, Sam - Frank:
Ich sehe, dass du meine Nachrichten liest!!!!!!!!!! WO BIST DU??? Ich habe schon Durchfall vorgetäuscht und hocke auf dem Drecksklo. Alter, hier sitzen Häkelenten auf dem Klopapier.

Jedoch muss ich zugeben, dass mir die Ausgangssituation nicht ganz fremd war. Ein Mädchen und ein Junge mit Handicap landen versehentlich in einem Gespräch, das eigentlich mit jemand anderem geführt werden sollte. Beide leben etliche Kilometer voneinander entfernt und kommen dennoch nicht von den humorvollen, charmanten Worten des jeweils anderen los, so dass sich aus dieser unglaublichen Ausgangssituation etwas großes entwickelt. Doch wäre es sinnlos diese Geschichte zu schreiben, gäbe es nichts was die beiden zusammen bringt und schlussendlich sind die Geschichten allesamt unterschiedlich, denn was zwischen dieser ersten falsch versandten Nachricht und dem Ende liegt, ist immer individuell und hier auf jeden Fall absolut lesenswert. 

Whatsapp, Emails, Facebook. Unsere beiden Protagonisten haben viele Möglichkeiten einander zu schreiben und nutzen sie auch. Mir gefiel die Abwechslung des Mediums, denn bei Facebook kommen auch die Freunde der beiden zu Wort. Außerdem lockert dies die Geschichte zusätzlich auf. Ebenso auch Sams kleine Schwester Ina und ihre wenigen Nachrichten an Alice passen perfekt zum Gesamtbild. Mir gefiel Sam, mit seinen Eigenarten, seinem Leben, seinen Freunden, seinem Beruf, seiner Liebe zur Familie. Und mir gefiel auch Alice mit ihrer Eigenart gerne alles zu sagen was sie denkt, ihrer liebe zum Tanz und ihr Dasein als Nicht-Alice-Im-Wunderland. 

Dieser Chat-Roman konnte mich wirklich sehr begeistern. Ein echter Pageturner mit einer Menge sympathischer Charaktere und einem Protagonistenpaar, das zusammen einfach wunderschön ist - sie wissen es nur noch nicht. ;)


4/5 Sternen


Informationen zum Buch
Autor: Alexandra Fuchs/Jennifer Wolf
Verlag: Carlsen Impress
Ebook: 353 Seiten
Preis: 3,99 €

1/21/2015

Feuerherz - Jennifer Wolf

Kurzbeschreibung

Die siebzehnjährige Lissy ist das wohl schlagfertigste Mädchen ihrer Klasse und nimmt auch in den kritischsten Situationen kein Blatt vor den Mund. So hart ihre Schale aber auch sein mag, so weich ist doch der Kern. Denn sie wünscht sich nichts anderes als die übrigen Mädchen: die Freundin von Ilian Balaur zu werden, dem bestaussehendsten Typen der ganzen Schule. Eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit. Dachte sie zumindest immer. Bis sie einsehen muss, dass alles, was ihr bislang vollkommen unmöglich erschien, durchaus existieren kann. Und das gilt nicht nur für die Zuneigung von Ilian Balaur.

Ebook | impress | 381 Seiten | Einzelband | 3,99 €



Fazit
Lissy ist schlagfertig, lebensfroh, freundlich und manchmal ein wenig vorlaut, doch ist sie dennoch wie viele andere Mädels in ihrem alter: verliebt. Schmachtobjekt ist der gutaussehende Ilian Balaur, mit dem sie noch nie ein Wort gewechselt hat. Dass sich ihre Chancen so bald ändern hätte sie nicht gedacht und schon bald ist Ilian nicht mehr nur ein Objekt ihrer Träume. Doch die nähe zu Ilian bringt nicht nur Herzklopfen, sondern sorgt auch für ordentlich Gerede und Abneigung innerhalb einer Gemeinschaft, der Ilians Familie angehört. Und auf einmal findet sich Lissy in einer ganz neuen Situation wieder: Drachen! Und auf einmal läuft nichts mehr rund, denn die Brutmutter des Nests, dem die Familie Balaur angehört, ist sehr streng und eingefahren in den Traditionen der Drachen. Wie soll das nur jemals gut gehen?

Zunächst einmal bin ich der Meinung, dass das Cover gar nicht wiederspiegelt was alles in der Geschichte drin steckt. Es sieht einfach so nach nichts aus und dann offenbart sich da eine richtig tolle, lockere, witzige Geschichte um Drachen, Jägern und Liebe. Das Zusammenleben der Drachen und ihre Hierarchie fand ich besonders interessant und neu. So was habe ich so noch nicht gelesen. Die Frauen haben das sagen, die Männer gelten sozusagen als Deckhengste, Kinder werden im Verbund aufgezogen und noch vieles mehr. Und mittendrin Lissy, die einfach nicht auf den Mund gefallen ist. Mit lockeren Sprüchen, manchmal auch aus Selbstschutz, bringt sie den Leser zum lachen, während Ilian der Typ Herzensbrecher ist. Liebevoll, ein bisschen ängstlich und doch so stark. Die beiden sind ein wirklich ungleiches Paar und passen schlussendlich doch wunderbar zusammen. Ich fand diese Geschichte richtig klasse und es wird nicht mein letztes Buch der Autorin Jennifer Wolf gewesen sein. 

4,5/5 Sternen


Autor
Jennifer Wolf lebt mit ihrem Mann und ihrer Tochter in einem kleinen Dorf zwischen Bonn und Köln. Aufgewachsen ist sie bei ihren Großeltern und es war auch ihre Großmutter, die die Liebe zu Büchern in ihr weckte. Aus Platzmangel wurden nämlich alle Bücher in ihrem Kinderzimmer aufbewahrt und so war es unvermeidbar, dass sie irgendwann mal in eins hineinschaute. Als Jugendliche ärgerte sie sich immer häufiger über den Inhalt einiger Bücher, was mit der Zeit zu dem Entschluss führte, einfach eigene Geschichten zu schreiben.

(Quellen: Amazon.de)

1/15/2015

Just Friends - Jennifer Wolf

Kurzbeschreibung

Neuvertraut – Wohligkalt – Blogbesessen…

Schon seit Kindertagen ist Zofia mit Sean befreundet. Dass er eine Freundin hat, kümmert sie nicht – und auf einmal doch. Was tun, wenn man sich nicht in seinen besten Freund verlieben will? Man folgt den Tipps des Blogs »Love Hurtzzz«.




Ebook | bittersweet | 66 Seiten | Kurzgeschichte | 1,49 €




Fazit
Dieses Kurzfazit wird wahrscheinlich die reinste Schwärmerei, denn es steht eindeutig fest. Ich werde Sean heiraten müssen. Punkt. Aus. Ende. :D Warum? Weil er einfach zum niederknien ist und Mädels in seiner Gegenwart zur reinsten Schlammpfütze mutieren. 

Zofias und Seans Geschichte ist voller Bauchkribbeln und manchmal auch voller Eifersucht. Doch die beiden sind beste Freunde, schon immer, also wieso auf einmal jetzt? Der Leser erlebt das ganze aus Zofias Sicht. Wie sie versucht sich im Internet Tipps zu holen, wie sie sich entlieben soll, was natürlich vollkommen nach hinten losgeht. Sean selbst guckt man eigentlich nur vor den Kopf und doch erscheint er als wunderbar liebeswerter Charakter, der in Zofias Nähe einfach nur er selbst ist. Seine ungewollt herzerobernde Art immer wieder ins Englische zu verfallen, vor allem in emotionalen Momenten, ist seiner Herkunft zu verdanken. Als halber Schotte ist der gute mit seinen Genen wirklich wunderbar weg gekommen. Und eben dies macht ja irgendwie auch seinen Charme aus. Vor allem mich konnte er bezirzen! 

Just Friends ist eine wundervolle, liebreizende, herzklopfenbescherende, zartschmelzende Liebesgeschichte. Ich werde mir vor allem andere Bücher der Autorin nun einmal genauer anschauen. 

5/5 Sternen

Autor
Jennifer Wolf lebt mit ihrem Mann und ihrer Tochter in einem kleinen Dorf zwischen Bonn und Köln. Aufgewachsen ist sie bei ihren Großeltern und es war auch ihre Großmutter, die die Liebe zu Büchern in ihr weckte. Aus Platzmangel wurden nämlich alle Bücher in ihrem Kinderzimmer aufbewahrt und so war es unvermeidbar, dass sie irgendwann mal in eins hineinschaute. Als Jugendliche ärgerte sie sich immer häufiger über den Inhalt einiger Bücher, was mit der Zeit zu dem Entschluss führte, einfach eigene Geschichten zu schreiben.


(Quellen: Amazon.de)