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1/16/2017

Young Elites 01. Gemeinschaft der Dolche - Marie Lu

Kurzbeschreibung

Über Nacht verfärbten sich Adelinas wunderschöne schwarze Haare plötzlich silbern. Seit sie das mysteriöse Blutfieber überlebte, ist die Tochter eines reichen Kaufmanns gezeichnet und von der Gesellschaft verstoßen. Aber die Krankheit hat ihr nicht nur eine strahlende Zukunft genommen, sondern auch übernatürliche Kräfte verliehen. Und Adelina ist nicht die Einzige. Die Gemeinschaft der Dolche wird vom König gejagt und gefürchtet, denn mit ihren unerklärlichen Fähigkeiten sind sie imstande, ihn vom Thron zu stürzen. Doch dazu benötigen sie Adelinas Hilfe.

Fazit

Der Inhalt versprach zunächst eine spannende Geschichte von veränderten Menschen, die das sogenannte Blutfieber überlebten und eine geheime Gemeinschaft, die zusammen gegen die Krone kämpft. Ich weiß gar nicht was ich dazu sagen soll... Ich hatte zunächst keine großen Erwartungen an das Buch und bin entsprechend auch sehr unvoreingenommen in die Geschichte gestürzt. 

Wir erleben die Geschichte hauptsächlich aus Adelinas Sicht und müssen das Martyrium ihres Vaters miterleben und wie sie dem zu entfliehen versucht. Wir befinden uns in einer Welt, die an ein vergangenes Italien erinnert. Es handelt sich also um historische Jugend-Fantasy, was schon ziemlich interessant klingt, denn diese Konstellation erlebt der Leser nicht jeden Tag. Im Rückblick kann ich sagen, dass es eigentlich ziemlich egal war, wann die Geschichte spielt, da die malerische Gegend nicht sonderlich hervorgehoben wurde. Dies ist vor allem darum sehr schade, weil diese verträumte Welt dem ganzen einen wundervollen Flair hätte verleihen können.

Problematisch wurde es für mich, als ich nach etwa einem Drittel feststellte, dass ich noch immer keinen Bezug zu den Personen hatte. Weder zu Adelina, noch zu den diversen Nebencharakteren. Der Verlauf der Geschichte plätscherte ebenfalls nur so dahin und es kam einfach keine Spannung auf. Das wurde für mich eine etwas langatmige Sache, denn obwohl sich die gesamte Geschichte wirklich schnell lesen lies, musste ich das Buch vor Langeweile immer wieder weg legen. Sehr schade. Aber Adelinas zerstückelten Rückblicke in ihre Kindheit, gepaart mit ihrer naiven Blödheit in der Gegenwart machten es mir nicht einfach sie zu mögen. Da ich an dieser Stelle niemanden Spoilern möchte, kann ich nicht näher darauf eingehen, doch Adelina nutzt einfach ihre gegebenen Ressourcen nicht und stellt sich selbst als ein Hilflose Ding dar, mit dem man alles machen kann. In meinen Augen hatte sie so viele andere, bessere Optionen, welche sie einfach blind überging und ungenutzt lies. 

Die Gemeinschaft der Dolche habe ich mir insgesamt auch einfach spektakulärer - und vor allem mehr wie eine GEMEINSCHAFT - vorgestellt. Eigentlich sind sie ein Haufen zusammengewürfelter Menschen, die den Zielen eines Egoisten folgen ohne auch nur zu hinterfragen was sie dort tun. Ich konnte mich mit so wenigen Personen in dieser Geschichte anfreunden, dass ich selber ganz überrascht war. Das ist mir schon lange nicht mehr passiert. Außerdem: Wie man es von Jugend-Fantasy kennt, gibt es zumeist auch eine Liebesgeschichte. So auch hier. Leider wurde dieses Mal einmal mehr versucht ohne wirkliches Fundament etwas aufzubauen. Wieso verliebe ich mich in jemanden mit dem ich nur wenige Worte gewechselt habe und der ansonsten nur mürrische und abwertende Worte für mich übrig hat?!

Insgesamt handelt es sich bei Gemeinschaft der Dolche um eine sehr düstere Geschichte ohne Charme und mit flachen Charakteren, welche mich nicht überzeugen konnten. Die Idee ist wundervoll, das Setting eine gute Wahl, jedoch hapert es sehr stark an der Umsetzung. Diese doch sehr oberflächliche Geschichte konnte mich jedenfalls nicht überzeugen! Sehr schade. 

1,5/5 Sternen 
Informationen zum Buch
Autor: Marie Lu
Verlag: Loewe
Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
Preis: 18,95 €
Ebook: 14,99 €

Informationen zur Reihe
1. Gemeinschaft der Dolche
2. (The Rose Society)
3. (The Midnight Star)

5/27/2013

Drei Dates ins Chaos - Alice Vandersee

Kurzbeschreibung

«Ich war erfolgreich, sah ganz vernünftig aus und ich hielt mich an sich für einen liebenswerten Menschen. Ich hatte eine Kontaktanzeige nicht nötig. Im Gegenteil, mir lagen die Männer sozusagen zu Füßen. Zwar lauter Idioten, aber immerhin. Mir lagen die Männer zu meinen verdammten Füßen!«

Josie fühlt sich recht wohl als Single. Als erfolgreiche Kinderbuchautorin möchte sie sich ganz auf das Schreiben konzentrieren. Doch sie hat nicht mit ihrer besten Freundin Caro gerechnet, die unter Josies Namen eine Kontaktanzeige aufgibt und Josie schließlich zu drei Dates überredet. Die Dates entpuppen sich als Vorhof zur Hölle und als Josie auf dem Rückweg von einer Verabredung einen attraktiven Mann fast überfährt, scheint das Chaos perfekt. Hat sie ihren Traummann tatsächlich einen halben Meter von ihrer Motorhaube entfernt auf dem Boden liegend gefunden? Doch Mirko spielt ein doppeltes Spiel und hat ein dunkles Geheimnis. Als dann Caro auch noch verkündet, dass sie in einer neuen Fernsehshow einen wildfremden Mann heiraten will und Josie auf dem Dachboden ihrer Mutter Bilder von ihrem Vater findet, der unmöglich ihr Vater sein kann, nimmt das Chaos seinen Lauf.

(Quellen: Amazon.de)

Fazit

Nach reiflicher Überlegung habe ich entschieden mit etwas positiven zu beginnen, denn als ich die Kurzbeschreibung las, war ich schon richtig gespannt auf die Geschichte der frustrierten Josie auf der Suche nach dem Traummann, den es wahrscheinlich eh nicht gibt. Die Idee ist zwar nicht neu, hat jedoch ihre Reize und grundsätzlich war auch die Idee zur Umsetzung vollkommen okay, nur hört hier auch das positive schon wieder auf, denn es wurde einfach so viel Potential verschenkt. Ich erkläre es mal:

Die Protagonistin Josie lebt alleine, schreibt erfolgreiche Kinderbücher und ist mit ihrem Leben soweit zufrieden, wäre da nur nicht der Mangel an interessanten und gestanden Männern in ihrem Leben. Wäre da bloß nicht die Mutter, die an allem rummäkelt und die beste Freundin Caro, die, egal war sie tut, in Josies Augen nur das schlechteste für sie im Sinn hat – mal ehrlich, wenn das so wäre, wieso wäre sie dann Josies beste Freundin.

Grundsätzlich gibt es viele Dinge die bei diesem Buch einfach nur nerven, denn unsere Josie ist nicht nur besonders impulsiv, so dass es zumeist wie ein Kindischer Anfall von Trotz aussieht, nein, sie ist sogar so richtig oberflächlich. Tja, sehr schade, dass da kaum ein Mann besteht außer ihr One-And-Only-Ich-Bin-Dir-Vors-Auto-Gefahren: Mirko! Kaum entdeckt, schon ist sie verliebt in ihn. Natürlich, vor allem da sie ja bereits mehr als 3 Sätze gewechselt haben. Zumal Josie ihre Freundschaften besonders gut pflegt, indem sie mal eben die Hochzeit einer Freundin schwänzt, da sie zufällig von besagtem Mirko zum Kaffee eingeladen wird. Natürlich. Sehr realitätsnah und vor allem kann man sich ja nicht für später verabreden oder dergleichen …

Dies und andere Situationen zeigen wie unglaubliche selbstbezogen sie agiert und vor allem bei jeder Kleinigkeit gerne überreagiert. Sie macht aus einer Mücke einen Elefanten und versteht es partout nicht, wenn jemand mal mit ihrem Handeln nicht zurechtkommt. Sie brüllt am Telefon, heult ständig rum und stopft sich mit Pizza voll. Eine wirklich bemerkenswerte Persönlichkeit, die diese junge Frau mit sich bringt.

Als Leser könnte man Josie wirklich gerne haben, wenn man ihr ein bisschen von ihrer Extreme nehmen würde. Weniger Launisch, weniger impulsiv, weniger Kindisch, weniger aufgedreht, etc. Es wirkt einfach aufgesetzt. Neben all dem geht leider auch die Geschichte selbst nicht in die Tiefe und fliegt von einem Geschehen, zack, zum nächsten. Es wirkt alles sehr oberflächlich. Leider legt sich dies auch auf die Charaktere nieder, denn selbst Mirko hinterlässt keinen bleibenden Eindruck. Er ist einfach zu blass beschrieben, zu flach. Ebenso verhält es sich bei Caro, obwohl man doch meinen dürfte, dass der Leser gerade die beste Freundin der Protagonistin etwas besser kennen lernt, aber auch hier gibt es leider nur die nötigsten Informationen.

Alles in allem ist diese Geschichte sehr unbefriedigend und trotz der interessanten Idee wurde eben nichts Besonderes daraus geschaffen. Sehr schade, denn hier gibt es von mir leider KEINE Leseempfehlung.

1,5/5 Sternen
  • Informationen zum Buch
  • Autor: Alice Vandersee
  • Kindle: 310 kb
  • Preis: 2,99 €