2/18/2012

Die statistische Wahrscheinlichkeit von Liebe auf den ersten Blick - Jennifer E. Smith

Kurzbeschreibung

Hadley könnte sich wirklich etwas Schöneres vorstellen, als auf der Hochzeit ihres Vaters Brautjungfer zu spielen. Dass sie dann allerdings ihr Flugzeug verpasst und erst einmal auf dem überfüllten New Yorker Flughafen festsitzt, hat sie dann doch nicht gewollt. Und genauso wenig hatte sie vor, sich ausgerechnet hier unsterblich zu verlieben: in den Jungen mit den verwuschelten Haaren und dem Puderzucker auf dem Hemd, der wie sie nach London muss. Hadley bleibt genau eine Fluglänge Zeit, um sein Herz zu gewinnen ...

Autor

Jennifer E. Smith wuchs in der Nähe von Chicago auf und studierte an der Colgate University. Sie hat bisher drei Jugendbücher veröffentlicht. Heute lebt und arbeitet Jennifer E. Smith in New York City.

(Quelle: Carlsen.de und Amazon.de)

Inhalt

Noch immer ist Headley wütend auf ihren Vater, dass er ihre Mom und sie selbst damals verlassen hat. Umso mehr hasst sie es nun als Brautjungfer auf seiner Hochzeit aufzutauchen und so zu tun als sei alles in Ordnung - dabei kennt sie nicht einmal die Braut. Dass sie ihren Flug um vier Minuten verpasst macht das Ganze einfach nicht besser. Doch dann begegnet sie einem Jungen mit verwuscheltem Haar und unglaublich grünen Augen, der zufällig auch, einen Platz weiter, in ihrem Flieger sitzen wird. Headley und Oliver verstehen sich großartig während des siebenstündigen Flugs nach London und er hilft ihr auch ihre Klautrophobie in den Griff zu bekommen - so gut es geht. Doch nach der Landung müssen sie durch unterschiedliche Zollkontrollen und wie es das Schicksal so will, verlieren sie sich aus den Augen ...

Fazit

Es ist fast, als würde man als Leser in einen dieser Hollywood-Filme gesogen und schon nach einigen Seiten ist eigentlich klar, dass die beiden sich ineinander verlieben werden - wobei hier der Titel des Buches auch nicht viel weniger verrät.
Dass die beiden sich zufällig vor dem Check-Inn am Flughafen treffen, beide mit der selben Maschiene nach London fliegen werden und dann auch noch ihre Plätze beieinander haben, ist zwar ungewöhnlich, jedoch nicht unmöglich. Aber das ist nur der Anfang einer Reihe von Zufällen - oder Schicksal?

Headley und der Junge vom Flughafen - Oliver - unterhalten sich die gesamte Zeit des Fluges, wenn sie nicht gerade etwas schlafen. Dabei erzählt Headley ihm von ihrem Vater und ihrer Wut auf diesen, wobei Oliver sich als geduldiger Zuhörer erweist. Während diesen Erzählungen wird der Leser immer wieder mit Ausschnitten aus ihrer Vergangenheit konfrontiert. Es ist wie ein Blick in die Vergangenheit, eine Erzählung einer Jüngeren Headley und es wird nach und nach einfacher zu verstehen was genau sie so aufwühlt.
Oliver hingegen verrät nicht sehr viel über sich, aber er tut alles um Headley zum lachen zu bringen. Und genau das macht ihn von Anfang an so sympatisch.

Es wird schnell klar, dass die beiden sich zumindest mögen. Ob es nun verstohlene Blicke sind, die sie einander zuwerfen, oder einfach nur die Art und Weise wie sie miteinander reden. Und auch das Headley ihm nach und nach mehr von ihr erzählt zeugt von Vertrauen ihrerseits - oder zumindest der Hoffnung auf Vertrauen. Die beiden sind so süß zusammen. Auch, dass Oliver manchmal - wenn auch eher unterschwellig - zu verstehen gibt, dass er Headley sehr mag lässt den Leser schnell dahinschmelzen. Auch, wenn Headley natürlich nicht versteht was er sagen will ...

In London selbst geht alles ein bisschen drunter und drüber. Und dennoch versucht Headley ihn wiederzufinden, denn sie ist der festen Überzeugung in seinem Blick das gewisse Etwas gesehen zu haben, was sie auch in sich selbst spührt, was ihr Herz in seiner Gegenwart schneller schlagen lässt. Doch ob sie ihn wirklich wiederfindet?

Im Grunde lässt sich sagen, dass der Leser schnell weiß - nicht ahnt - dass die zwei sich wiederfinden. Das ist also kein Geheimnis, denn es ist einfach zu offensichtlich. Dennoch bleiben immernoch so viele Fragen offen: Wann sehen sie sich wieder? Wird er sie finden? Wird sie ihn finden? Werden sie sich in die Arme fallen? Was wird er sagen? Was wird sie sagen?
Aber so einfach ist es schlussendlich dann doch nicht ...

Besonders intensiv wird die Geschichte dadurch, dass sie aus der Sicht von Headley geschrieben ist und diese ja nicht nur mit ihrem Herzklopfen Oliver gegenüber zu "kämpfen" hat. Auch die Beziehung zu ihrem Vater ist absolut verkrampft und, dass er heiratet, macht es ja nun absolut nicht besser.
Warum der Titel gewählt wurde erfährt der Leser spätestens dann, wenn er Oliver besser kennenlernt, denn er ist ein unverbesserlicher Besserwisse und zieht Headley gerne auf. Gerade im Flugzeug um sie abzulenken und der Titel wird auch bald zum Thema. Aber das lest ihr am besten einfach selber.

Ein Flug, zwei Teenager und sehr viele statistisch unwahrscheinliche Zufälle. Es ist eine Geschichte, die Hollywood nicht besser als Film herausbringen könnte! Außerdem eine schöne Geschichte für's Herz und für zwischendurch, wenn auch ein wenig vorhersehbar.

Ich gebe diesem Kopfkino volle 5/5 Sternen.


Vielen Dank an den Carlsen Verlag und auch an Buchbotschafter für die Bereitstellung dieses wunderbaren Rezensionsexemplars.

Informationen zum Buch
Autor: Jennifer E. Smith
Taschenbuch: 224 Seiten
Verlag: Carlsen Verlag
Preis: 16,90 € 

Kommentare:

  1. Schöne Rezi, hat mir wirklich gut gefallen. Dieses Buch ist eben direkt auf meine Wuli gewandert und ich freue mich wenn ich es bald bestellen und lesen kannst.

    Danke und liebe Grüße
    Jessi

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  2. Sehr schöne Rezi,das wandert auch sofort auf meine Wunschliste :)

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  3. Noch bin ich am überlegen ob das für mich etwas wäre. Klingt mir dann doch alles zu offensichtlich. Aber männliche Hauptfigur mit Puderzucker auf dem Hemd, klingt dann doch verlockend.
    Sehr schöne Rezi!

    Jeanne
    http://bouqueen.blogspot.com/

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  4. awww sehr schöne Rezi :-) Ich habe mir das Buch vor ein paar Tagen auf Englisch bestellt und kann es kaum noch erwarten, bis es bei mir eintrifft :-) Ich bin soooo gespannt darauf. :-)

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  5. das klingt ja echt nicht übel ;D auch wenns vorhersehbar ist hehe ^^ ich glaub ja auch an liebe auf den ersten blick naja zumind teilweise ;D

    LG

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