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2/28/2017

Das dunkle Herz des Waldes - Naomi Novik

Kurzbeschreibung

Agnieszka liebt das Tal, in dem sie lebt: das beschauliche Dorf und den silbern glänzenden Fluss. Doch jenseits des Flusses liegt der Dunkle Wald, ein Hort böser Macht, der seine Schatten auf das Dorf wirft. Einzig der »Drache«, ein Zauberer, kann diese Macht unter Kontrolle halten. Allerdings fordert er einen hohen Preis für seine Hilfe: Alle zehn Jahre wird ein junges Mädchen ausgewählt, das ihm bis zur nächsten Wahl dienen muss – ein Schicksal, das beinahe so schrecklich scheint wie dem bösen Wald zum Opfer zu fallen. Der Zeitpunkt der Wahl naht und alle wissen, wen der Drache aussuchen wird: Agnieszkas beste Freundin Kasia, die schön ist, anmutig, tapfer – alles, was Agnieszka nicht ist. Niemand kann ihre Freundin retten. Doch die Angst um Kasia ist unbegründet. Denn als der Drache kommt, wählt er nicht Kasia, sondern Agnieszka.

Fazit

Das dunkle Herz des Waldes ist ein Buch der ganz besonderen Art, denn es herrscht Magie im Lande. Das schlimmste Übel geht allerdings vom dunklen Wald aus, der im Tag wuchert, in dem auch Agnieszka lebt, doch die Menschen kennen den Wald und seine Tücken. Wer Abstand hält, kommt zumeist gut davon, doch sobald der dunkle Wald seine Wesen ausspuckt oder gar jemanden in seine Tiefen zieht, stehen die Talbewohner dem ganzen hilflos gegenüber. Der einzige, der das Übel zurück zu halten vermag ist der Drache - ein Magier, der im Turm bei den Dörfern lebt und sein bestes tut den Wald in Schach zu halten und ihn an seiner Ausbreitung zu hindern. Wozu der Magier allerdings alle zehn Jahre eines der jungen Tal-Mädchen zu sich holt ist den Bewohnern unverständlich. Und so nimmt Agnieszkas Schicksal ihren Lauf ...

Ich bin unglaublich begeistert von diesem wortgewandten Schreibstil der Autorin, denn es ist ein ganz eigenes Erlebnis sich in diese Welt hinein zu lesen. Naomi Novik begeistert mich abwechslungsreicher Sprache, die sowohl ein gewisses sprachliches Niveau birgt, als auch zugleich unglaublich gut lesbar daher kommt. Die Seiten fliegen und lassen den Leser immer weiter in das Leben von Agnieszka eintauchen. Die Idee von Magie ist natürlich nicht neu, aber dennoch anders als alles bekannte. Die Geschichte kommt nämlich zunächst recht ruhig daher und doch steckt in den Zeilen eine Einzigartige Detailtreue. Wirklich gut fand ich, dass hier für die Magie Sprüche verwandt werden, auch wenn ich sie manchmal nicht recht aussprechen konnte, aber was soll's. Zugleich hat die Zauberei mehrere Arten auf die sie sich zeigen kann, diese kristallisieren sich aber erst im laufe der Zeit heraus und geben dem ganzen einen zusätzlichen Pepp.

Die beinahe märchenhafte Stimmung der Magie im Gegensatz zur Grausamkeit dieses geheimnisvollen, dunklen Waldes macht auf jeden Fall Lust auf mehr. Doch wer an Märchen denkt, denkt an Liebesgeschichten, jedoch darf man hier nicht allzu große Herzenssprünge erwarten. Ein wenig Sehnsucht zu Anfang, ein paar Eingeständnisse mittendrin und zum Ende sogar ein Leidenschaftlicher Moment, aber niemals direkte Liebesschwüre und Kitsch. Wer eine solche Geschichte will, sollte ein anderes Buch lesen.

Es gibt viele positive Aspekte in dieser Geschichte, beispielsweise das schlüssige, positive Ende und die späte Auflösung des Namens vom Drachen und der dadurch entstehende Aura des mysteriösen. Das konnte vor allem mein Interesse weiter steigern, weil ich einfach absolut neugierig bin und die Bezeichnung für eine Person ist immer etwas anderes, als tatsächlich den Namen zu kennen. Andererseits waren die typischen Rollen der beiden nach einer Weile ein wenig nervig. Der Drache als der undurchschaubare, griesgrämige Mann, der nach Perfektion sterbt und die immer tollpatschige Agnieszka. Die Figuren entwickeln sich sehr langsam und auch erst sehr spät - sie schlüpfen einfach nicht aus ihren Rollen.

Ein paar negative Punkte gibt es leider auch: Die Rolle von Kasia, als beste Freundin kann ich leider nicht komplett nachvollziehen, weil ich die Verbindung zwischen ihr und Agnieszka nicht sehe. Es wird genannt, aber man kann es zwischen den Zeilen nicht so recht fühlen. Die zwei sind für mich von Anfang bis Ende einfach zwei Mädchen aus dem selben Dorf. Außerdem gibt es in der Geschichte ein paar Längen in der zweiten Hälfte des Buches. Die Szenen im Schloss waren leider unglaublich langweilig, langwierig und es geschieht wahnsinnig wenig. Zumal Agnieszka ohne den Drachen gar nicht so interessant wirkt. Die besten Szenen für mich waren die gemeinsamen. Auch das Ende entsprach nicht ganz meinen Vorstellungen. Ich will nicht zu viel sagen, aber es war einfach so unglaublich schnell und einfach vorbei. Mir gefiel das gar nicht, es wirkte viel mehr so, als dass schnell ein Ende gesucht werden müsste, da die Geschichte ja irgendwann auch mal beendet werden müsste.

Das dunkle Herz des Waldes ist eine unglaubliche Geschichte über Magie und Verwurzelung, mit den sanftesten Tönen einer Annäherung zweier unterschiedlichster Menschen und der Kampf gegen den unbekannten, finsteren Wald und seine Geheimnisse.

4/5 Sterne


Informationen zur Reihe
Autor: Naomi Novik
Verlag: cbj
Gebundene Ausgabe: 576 Seiten
Preis: 17,99 €
Ebook: 13,99 €

2/10/2015

His Fair Assassin 01. Grave Mercy: Die Novizin des Todes - Robin LaFevers

Kurzbeschreibung


Die 17-jährige Ismae flüchtet vor einer Zwangsheirat und findet Zuflucht im Kloster von St. Mortain, wo die Schwestern noch den alten Gottheiten dienen. Doch um selbst ein neues Leben beginnen zu können, muss sie das Leben anderer zerstören: Der Gott des Todes hat ein Schicksal als Auftragsmörderin für sie vorgesehen. 


Ismaes erster Auftrag führt sie an den Hof der bretonischen Herzogin, wo sie mit einem unlösbaren Gewissenskonflikt konfrontiert wird: Wie kann sie den Auftrag des Todes ausführen, wenn das Opfer ihr Herz gestohlen hat?

Autor

Robin LaFevers wuchs auf mit Märchen, Bulfinchs Mythologie und der Dichtung des 19. Jahrhunderts. Kein Wunder, dass aus ihr eine hoffnungslose Romantikerin wurde. Sie hatte das Glück, ihre große Liebe zu finden, und lebt heute mit ihrem Mann in Südkalifornien.

Fazit

Sie ist die Tochter des Todes und wurde im Kloster von St. Mortain ausgebildet um im Auftrag ihres Schutzheiligen gezeichnete Verräter zu töten. Ihr Hass auf Männer, welcher ihr leben Prägte, gibt ihr zusätzlichen Antrieb ihr Werk zu tun. Als Novizin muss sie ihre Hingabe beweisen und erhält schon als einen ihrer ersten Aufträge etwas wirklich wichtiges und zugleich brisantes. Um der jungen Herzogin am Hof zu dienen, begleitet sie den ihr zwielichtig erscheinenden Gaviel Duval an den Hofe. Um die dortigen Intrigen aufzudecken, die Herzogin ehrenhaft zu schützen und zugleich ihrem Gott ehrenhaft zu dienen wird ihre Herkunft geheim gehalten und so tritt sie als Duvals Mätresse auf. Doch bald muss Ismae feststellen, dass so vieles anders ist, als ihr bisher gelehrt wurde. Ihr Hass auf Männer. Der Wille Mortains. Der glaube an die Integrität des Klosters. Das alles steht Kopf, als sich ihr Herz öffnet und sie zu lieben beginnt. Denn dies bedeutet zugleich, dass sie alles viel mehr hinterfragt und nicht mehr nur handelt.

Frauen, die gemeinsam an einer Klosterschule dazu ausgebildet werden auf hunderte Arten einen Menschen zu töten und somit zu Assassinen im Schutze des Todes werden. Waffen, Gifte, Spionage, Liebe und vieles mehr erwarten den Leser in dieser gelungenen Geschichte um Ismae und Duval. Mir gefallen die Charaktere wirklich sehr gut, denn schon Ismae ist eine wahre Kämpfernatur. Trotz ihrer schweren Kindheit und dem Problem Menschen zu vertrauen öffnet sie sich genau den richtigen Personen, die ihr Leben kreuzen. Unbewusst findet sie wahre Freunde - Menschen, denen sie am Herzen liegt - und gibt zugleich vieles zurück. Beachte man ihr Verhalten gegenüber Herzogin Anne und deren kleiner Schwester Isabeau, wird klar was für ein großes Herz Ismae trotz ihrer Tätigkeit als Assassine und ihrer Zurückhaltung tatsächlich hat. Duval hingegen wirkt zunächst unglaublich düster, was kein Wunder ist. Sein Misstrauen ist zunächst mit Händen zu greifen, doch auch er erkennt bald, dass hinter der harten Fassade der jungen Frau eine verletzliche, liebenswerte und umwerfende junge Frau steckt. Es ist hinreißend ihn später in der Geschichte zu erleben, denn der Spruch "harte Schale, weicher Kern" erweist sich als überaus zutreffend. Seine Loyalität gegenüber seiner Herzogin und die Liebe zur Familie sind nur einige wenige gute Eigenschaften, die dieser Mann besitzt. Und auch Ismae muss bald ihren ersten Eindruck gegenüber dieses Mannes revidieren. 

Doch handelt es sich hierbei um kein reines Liebesgeplänkel. Viel eher rückt dieser Teil recht in den Hintergrund, denn die politischen Machenschaften und die heimlichen Schläge gegen die Herzogin spitzen sich mehr und mehr zu. Es droht Krieg, denn Drohungen werden nun nicht mehr hinter vorgehaltener Hand oder durch die Blume ausgesprochen. Zugleich schaffen das wunderbare Setting der Bretagne und die historische Zeit des 15. Jahrhunderts die perfekte Umgebung für diese Geschichte. 

Grave Mercy: Die Novizin des Todes ist ein hervorragender Auftakt der Jugend-Fantasy-Trilogie um die Töchter Mortains. Ich bin infiziert und werde den Töchtern des Todes auch weiterhin auf ihrem Weg folgen. Ich freue mich darauf.


4,5/5 Sternen


Informationen zum Buch
Autor: Robin LaFevers
Verlag: cbj
Broschiert: 544 Seiten
Preis: 14,99 €
Ebook: 11,99 €

Reihe

5/23/2014

Solange du schläfst - Antje Szillat

Kurzbeschreibung

So idyllisch das kleine Dorf Malhausen ist, die sechzehnjährige Anna fühlt sich dort alles andere als wohl. Doch dann trifft sie auf Jerome, der ebenso wie sie ein Außenseiter im Dorf ist, und plötzlich ist nichts mehr, wie es war. Trotz zahlreicher Widerstände entwickelt sich zwischen den beiden eine zarte, bedingungslose Liebe. Eines Abends jedoch, nach einem Dorffest, verschwindet Jerome spurlos und wird am nächsten Tag mehr tot als lebendig auf einem nahe gelegenen Feld gefunden. Schnell verbreitet sich im Dorf das Gerücht, dass Jerome mit Drogen gedealt haben soll. Anna ist verzweifelt und will die Anschuldigungen gegen Jérome einfach nicht glauben. Doch dann hört sie mit einem Mal eine vertraute Stimme in ihrem Kopf und sieht Bilder, die nicht ihrer Erinnerung entstammen ...

Autor


Antje Szillat begann bereits mit acht Jahren, Geschichten zu schreiben. Von diesem Zeitpunkt an war es ihr größter Wunsch, Schriftstellerin zu werden. Doch zunächst schlug sie ganz andere berufliche Wege ein und begann erst nach der Geburt ihres ersten Sohnes damit, ihren Kindheitstraum wahr werden zu lassen. Heute schreibt die gebürtige Hannoveranerin sehr erfolgreich Bücher für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene. Beim Schreiben liebt sie es vielseitig und schlüpft gerne in unterschiedliche Rollen.

(Quellen: Amazon.de)
Fazit
"[...] Solange du schläfst, Jerome, so lange 
bleibt mir noch Zeit. [...]"
(S. 188)
Und es war Liebe auf den ersten Blick, auf Seiten zwei. Mit einer bestechenden und einfallsreichen Aufmachung des Covers lockt der Verlag die Leser und macht zugleich Hoffnung auf eine ebenso faszinierende Geschichte. Was der Leser jedoch bekommt ist keinesfalls perfekt, denn die Geschichte von Anna und Jerome hat so ihre Eigenheiten.

Mit der Idee eine groß angelegte Intriege in eine Kleinstadt zu bringen, eine Menge Geheimnisse einzustricken und dem ganzen auch eine paranormale Komponente am Rande zu verleihen ist wirklich gut. Alle drei Dinge versprechend eine faszinierende Mischung und doch gibt es einiges zu bemängeln. Zum einen fällt der sehr oberflächliche, indirekte Schreibstil auf. Es gibt also wenig Dialoge, vielmehr bezieht sich der Text immer wieder darauf, dass ein Gespräch stattfand. Beispielsweise trifft Anna auf Jeromes Mutter, das Gespräch findet zwar statt, aber der Leser nimmt nicht daran teil. Dafür wird dann später erwähnt, wie das Gespräch mit der Mutter verlief. Eine sehr indirekte Taktik, die leider auch verhindert, dass der Leser eine gewisse Bindung zu den Charakteren aufbaut, denn es gibt keinen direkten Bezug zu ihnen. Diese Art zu schreiben verleiht dem ganzen eine gewisse Distanziertheit und wirkt außerdem wenig einnehmend. 

Zudem sind die vielen Verstrickungen der unterschiedlichsten Charaktere zwar gut durchdacht, wirken aber ebenfalls weder überraschend, noch interessant. Als Leser nimmt man die Informationen also auf, fragt sich zugleich allerdings was die alle eigentlich haben?! Warum machen die sich ihr Leben nur selbst so schwer? Ebenso verhält es sich mit der finalen Handlung, die zwar sehr schrecklich sind, doch einfach nicht berührt. Der, zwar sehr einfache und verständliche, Schreibstil ist sehr rasant ausgelegt, was eine emotionale Bindung zu Anna und Jerome leider verhindert. Gepaart mit der indirekten Art der Autorin an die Dinge heran zu gehen, fehlt hier einfach eine Tiefgründigkeit die Leser dazu verleitet mitzufühlen und mit den Personen zu lieben und zu leiden.

Insgesamt hinterlässt dieses Buch also keinen bleibenden Eindruck, denn außer dem Cover der gebundenen Ausgabe ist hier leider wenig faszinierendes zu finden.

2/5 Sternen


Informationen zum Buch
Autor: Antje Szillat
Verlag: Coppenrath
Gebundene Ausgabe: 256 Seiten
Preis: 14,95 €
Taschenbuch: 7,99 €
Kindle: 11,99 €


3/19/2013

In dieser ganz besonderen Nacht - Nicole C. Vosseler

Kurzbeschreibung

Eine hinreißend romantische Geistergeschichte vor der beeindruckenden Kulisse San Franciscos
Nach dem Tod ihrer Mutter muss Amber, die in einer deutschen Kleinstadt gelebt hat, nach San Francisco ziehen – zu ihrem Vater, den sie kaum kennt. Sie fühlt sich einsam und verlassen. Eines Abends begegnet sie dort in einem leer stehenden Haus Nathaniel, einem seltsam gekleideten Jungen. Er scheint der Einzige zu sein, der sie versteht. Aber er bleibt merkwürdig auf Distanz. Als Amber den Grund dafür erfährt, zieht es ihr den Boden unter den Füßen weg: Nathaniel stammt aus einer anderen Zeit und die beiden können niemals zusammenkommen. Doch in einer ganz besonderen Nacht versuchen die beiden das Unmögliche …

Autor

Nicole C. Vosseler, geboren 1972 in Villingen-Schwenningen, studierte Literaturwissenschaft und Psychologie in Tübingen und Konstanz, bevor sie sich ganz der Schriftstellerei widmete. Mit ihren Romanen „Unter dem Safranmond“, „Sterne über Sansibar“ und „Der Himmel über Darjeeling“ feierte sie große Erfolge. Die Autorin lebt am Bodensee – mit knapp zweitausend Büchern unter einem Dach.
(Quellen: Amazon.de)

Fazit

Ambers Leben ist an einem absoluten Tiefpunkt angelangt. Wie soll sie nur da je wieder heraus kommen?! Ihre Mutter: Tod. Ihr Leben in Deutschland: Vorbei. Auf letzten Wunsch ihrer Mutter zeiht Amber tausende von Kilometer weit weg und landet schlussendlich bei ihrem Vater in San Francisco, doch was sich für andere absolut aufregend anhört ist für Amber die absolute Kathastrophe. Sie kennt ihren Vater kaum, musste ihre Freunde zurück lassen und hat eigentlich absolut keine Lust auf dieses neue Leben: Immerhin ist ihre Mutter tod. Tod! Amber lässt niemanden an sich heran, bis sie eines Tages in einem verlassenen Haus auf Nathaniel trifft und doch hält dieser sie auf Distanz. Wieso?

Die Geschichte um Amber ist sehr tragisch, sie hat in ihrem jungen Leben sehr viel mitgemacht und findet sich nun in einer überwältigenden Stadt wieder. Was für andere möglicherweise nach einem Abenteuer klingt ist für Amber die absolute Hölle. Kein wunder also, dass sie sich nur sehr schwierig eingewöhnt - was man denn so nennen kann. Einzig aufzufangen scheint sie Nathaniel zu können. Der gemeihnisvolle, undurchschaubare Nathaniel in dem großen, wundervollen Haus. Und trotz des Wenigem was Amber über ihn weiß, verliert sie ihr Herz und schafft es somit immer mehr ins normale Leben zurück. Neben den beiden als Protagonisten schaffen es auch noch ein paar andere Menschen nach und nach einen Platz in Ambers Leben und in ihrem Herzen zu besetzen und so beginnt sie sich nach und nach wohler zu fühlen. Holly, die verrückte. Shane, der sexy Kerl. Matt, der verrückte. Abby, die ängstliche.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr detailliert, was leider nicht immer auf positives Feedback stößt. Besonders schwierig gestaltet es sich, wenn der Leser in einem Wirrwarr aus Straßennamen, Wegbeschreibungen und Menschen landet ... die Aufnahmekapazität des Gehirns ist hier leider begrenzt und somit ist vieles schnell wieder vergessen. Es wirkt sich allerdings dementsprechend aus, dass der Leser, beinahe genervt von ewigen Beschriebungen, sehnsüchtig auf das weitergehen der Geschichte hofft, womit das Geschehen mitunter sehr zäh wirkt.

Die Liebesgeschichte steht definitiv im Vordergund und der Leser kann gar nicht genug von den Szenen mit Nathaniel und Amber bekommen. Die zwei sind einander offensichtlich verfallen und doch werden die Probleme immer weitreichender und verzwickter.

Nicole C. Vosseler schafft eine wunderbar mitreißende Geschichte um eine Liebe die es über das Leben hinaus schafft. Der Herzzerreißende Hintergrund von Amber passt wunderbar in diese neue Stadt in der das unmögliche möglich wird und der Geist der Vergangenheit überwunden wird.

4/5 Sternen

Informationen zum Buch
  • Autor: Nicole C. Vosseler
  • Verlag: cbj
  • Gebundene Ausgabe: 576 Seiten
  • Preis: 18,99 €
  • Kindle: 14,99 €

8/11/2011

Sixteen Moons: Eine unsterbliche Liebe - Kami Garcia, Margaret Stohl

Klapptext

An einem Ort ohne Überraschungen kann ein Geheimnis alles verändern.
Da war dieser Fluch.
Und da war dieses Mädchen.
Und ich war schon in sie verliebt, bevor ich sie überhaupt kannte ...


Liebe noch vor dem ersten Blick: Seit Monaten verfolgen Ethan Träume von einem unbekannten Mädchen, das er verzweifelt zu retten versucht, und dann steht das Mädchen aus seinen Träumen vor ihm: Lena, die Neue an seiner Schule, in die Ethan sich unsterblich und bedingungslos verliebt. Doch Lena und ihre Familie umgibt ein Fluch, den sie verzweifelt geheim zu halten versucht - auch vor Ethan.

Ethan jedoch weiß: Ihm ist vorherbestimmt, Lena für immer zu lieben. Aber wird er an ihrer Seite bleiben können, gleich, welches Schicksal sie erwartet?

 


Die Autoren

Kami Garcia und Margaret Stohl kam die Idee zu "Sixteen Mooen - Eine unsterbliche Liebe" während eines gemeinsamen Essens. Auf eine Papierservierte kritzelten sie ihre Gedanken zu einem Roman, der ihnen beiden gefallen würde ...
Der Roman stürmte die amerikanischen Bestsellerlisten, erhielt zahlreiche Preise und wurde in 20 Ländern verkauft.
Kami und Margaret leben beide mit ihren Familien im kalifornischen Los Angeles, und wer mehr über sie erfahren mächte, sollte ihre Website besuchen: www. Kamigarciamargaretstohl.com

(Quelle: Sixteen Moons: Klapptext: Informationen zu den Autoren)

Fazit

Ich muss zugeben, dass ich anfangs schwierigkeiten hatte mich in die Geschichte von "Sixteen Moons" hineinzuversetzen. Ich nehme jedoch an, dass es daran lag, dass ich zuvor "Blood Magic" gelesen habe und sich die Geschichten vom Grunde her ähneln (Magie, Kleinstadt, Junge liebt Mädchen, ...), doch das soll keinesfalls heißen, dass es keine eigenständige Geschichte ist.

Die beiden Protagonisten in diesem Buch sind sehr schnell klar.
Zum einen Ethan, der schon in Galtin (dem kleinen Kaff und Schauplatz des Romans) geboren wurde, die Highschool zusammen mit seinem Besten Freund besucht und im Footballteam spielt. Er tritt in diesem Buch als Ich-Erzähler auf.
Zum anderen Lena, die Neue an der Schule und Nichte eines Mannes, der für die Stadt mehr als Phantom, denn als Mann erscheint.

Ethan hat das langweilige Leben in Galtin satt. Dort kann keiner ein Geheimnis haben, ohne, dass es die Nachbarn herausfinden und dies wiederum ihren Nachbarn erzählen, ... außerdem ist alles so vorhersehbar. Er will raus aus dieser Stadt. Am Besten schon gestern.
Auch die seltsamen Träume, die er in letzter Zeit immer öffter hat verbessern seine Laune keinesfalls. Doch dann sieht er SIE ...

"Wie sehr kann ein Junge den Kopf verlieren?"
... Lena. Die Neue. Die seltsame.
Niemand will etwas mit ihr zu tun haben. Sie zieht sich anders an, sie lebt in dem gruseligsten Haus der Stadt bei ihrem gruseligen Onkel. Nicht, dass jemand jemals Onkel oder Haus von nahmen gesehen hätte. Und was das "schlimmste" ist, Lena kommt nicht aus dieser Stadt. Und das sind nur einige wenige Gründe für die Menschen in der Kleinstadt und vor allem auf der Highschool sie nicht zu mögen.
Doch Ethan schert sich nicht um die Meinung anderer. Er meint sie zu kennen ... und sie ist so schön ...

"Was machst du da?"
"Ich warte."
"Da wirst du lange warten müssen."
"Ich habe Zeit."
Doch so schön die Jugendliebe ist, sie hat auch ihre Höhen und Tiefen. Dass Lena ihre Geheimnisse für sich behält und dann auch noch versucht Ethan zu schützen - vor was auch immer - macht es nicht einfacher.

"Ich war mutterseelenallein, aber noch entsetzlicher als diese Einsamkeit war, dass alle sehen konnte, wie einsam ich war."
Wie eben schon gesagt, hatte ich anfangs so meine Schwierigkeiten, doch Geheimnisse, viel Gefühl und unerwartete Wendungen haben mich immer weiter getrieben und ich kann es jetzt schon kaum abwarten die Fortsetzung "Seventeen Moons" in die Finger zu bekommen.
Dieses Buch hat meiner Meinung nach so seine 1-2 kleinen Schwachstellen, aber ich will nicht spoilen, dennoch bin ich froh, dass ich es gelesen habe.


Das Cover finde ich super. Das Grün, das unverkennbar dominiert stellen die ungewöhnlichen Augen von Lena, mit ihrem schwarzen Haar dar. Auch der Mond hat eine wesentliche Bedeutung, wie aber bereits der Titel verrät (welche widerum ebenfalls perfekt passt!).

Insgesamt gebe ich diesem Buch 4/5 Punkten.

8/05/2011

Blood Magic: Weiß wie Mondlicht, rot wie Blut - Tessa Gratton

Er zischte durch die Zähne und starrte auf das Blut, das sich in meiner hohlen Hand sammelte.
Es war so schön, schimmerte so dunkel, als sickerte der Nachthimmel selbst aus meiner Hand.
"Ago vita iternum", flüsterte ich.
Ich mache dich wieder lebendig. Dann spührte ich, das Einsetzen der Magie.

Klapptext

Es hört sich ganz einfach an: Zeichne einen Kreis ... Lege ein welkes Blatt in den Mittelpunkt ... Sprich einen Zauberspruch ... Und opfere einen Tropfen Blut ...
Der letzte Teil ist keineswegs einfach. Aber Silla spühr, dass der Zauber richtig ist. Und richtig war in Sillas Leben nichts mehr, seit ihre Eltern einen grausamen Tod fanden. Erst das geheimnisvolle Zauberbuch, das ein Unbekannter vor ihrer Tür abgelegt hat, scheint Sillas Leben wieder Sinn zu geben. Ein Buch der Zaubersprüche, die allesamt mit dem Blut des Magiers ausgeführt werden. Verfasst in der Handschrift ihres Vaters ...
Als Silla tief in den Strudel ihrer eigenen berauschenden Magie gezogen wird, gibt es nur einen der sie warnt: Nick, der Junge von nebenan, der ahnt, dass die Blutmagie dunkle, uralte Mächte heraufbeschwört und dass sie Segen sein kann - oder Fluch.

Zum Autor

Tessa Gratton wurde in Okinawa, Japan, geboren, als ihr Vater dort im Dienst der US Navy war. Mit ihrer Familie bereist sie die Welt und studiert dann an der Universität Kansas. Von klein auf wollte sie eignetlich Paläontologin oder Zauberin werden. Leider hat sich herausgestellt, dass sie zu ungeduldig ist, um Dinosaurier zu jagen, aber sie sucht noch immer jemanden, der ihr das Zaubern beibringen kann.
Inzwischen lebt sie in Kansas, USA, mit ihrem Lebensgefährten, ihrer Katze und ihrem Hund und erzählt Geschichten vom Zaubern.

(Quelle: Blood Magic: Klapptext: Information zum Autor)

Fazit

Tessa Gratton hat mich mit ihrem Buch "Blood Magic" doch recht positiv überrascht. Gekauft habe ich es, da mit die Aufmachung so gut gefiel - sprich: das Cover. Aber das hat ja bekanntlich nicht viel zu sagen.

Zwei Hauptfiguren treten in diesem Roman auf: Silla und Nick.

Silla die nach dem Tot ihrer Eltern ihr altes Leben grundsätzlcih geändert hat und sich nun nichts mehr aus Äußerlichkeit macht, wie sie es früher getan hat. Sie hat keine Lust mehr mit den Jungs ihrer Schule zu flirten und auch sonst verschließt sie sich nun anderen gegenüber.
Was ihr altes und neues Leben prägt ist und bleibt ihre Leidenschaft zur Schauspielerei/zum Theater und dies hilft ihr nun mehr denn je. Um ihren Mitmenschen keine Grund zu liefern über sie zu reden, versteckt sie sich hinter ihrer Schauspielkunst. Will sie fröhlich wirken, dann stellt sie sich einfach vor, sie hätte eine dieser prunkvollen Theatermasken auf und spielt ihre fröhlichkeit. Niemand merkt es. Doch dann kommt Nick.

Nick ist der neue auf der Schule und er ist von Anfang an von Silla "verzaubert". Und er ist der einzige, der die wahre Silla sieht, nicht das, was sie anderen vorspielt.
Nick ist der coole Großstadttyp und geheimnisvoller Mädchenschwarm. Was ihn noch lange nicht zu einem netten Gesellen macht. Meist reagiert er mit pampigen erwiederungen, doch das macht seinen Charm aus.
Einzig bei Sille ist er freundlich und verständnisvoll. Er könnte auch gar nicht anders, da sie solch eine Faszination auf ihn ausübt.

Auch Sillas Bruder tritt oft auf und nimmt eine wesentliche Rolle bei der Handlung des Buches ein.

Nick und auch Silla treten beide als Ich-Erzäler auf. Ihre Sichtweisen wechseln in etwa alle paar Seiten und es ist doch ganz interessant zu lesen, wie verschieden sie auf eine gleiche Situation reagieren.

Außerdem wird während der Geschichte immer wieder ein Auszug aus einem Tagebuch eingebracht. Eine nette Abwechslung und als Leser fragt man sich doch um wen es geht und wartet gespannt auf weitere Informationen.
Ich selber habe das ein oder andere Mal vermutungen angestellt, sie dann wieder verworfen und bin nur zum Teil darauf gekommen, um welche Person(en) es geht. Denn immerhin sind es Tagebucheinträge beginnend 1904 und die Geschichte spielt im hier und jetzt.
Mir hat das echt gut gefallen.

Auch wenn der Leser oft denken mag, dass es vorhersehbar sei, wie die Handlung weiter geht, ist es meist doch ganz anders.
Tessa Gratton hat somit einen Spannenden Jugendroman geschrieben, der auch mich in seinen Bann geschlagen hat, weshalb ich auch "nur" 2 Tage gebraucht habe ihn durchzulesen und meist - trotz Arbeit - bis mitten in der Nacht gelesen habe.

Insgesamt gebe ich dem Buch 4/5 Punken.