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3/08/2016

Ein Sommer ohne uns - Sabine Both

Kurzbeschreibung

Eine große Liebe.
Und eine Auszeit von der Treue. 
Eine offene Beziehung. 
Für drei Monate. 
Zwischen Abi und Studium. 
Sich ausprobieren. 
Mit anderen. 
Danach ist alles wieder wie zuvor und Tom und Verena weiterhin ein Paar. 
Denn sie lieben sich und wollen für immer zusammen bleiben. 
Doch ist das wirklich so einfach, wie sie es sich vorstellen? 

Verena und Tom kennen sich von klein auf, sind ein Paar, seit sie dreizehn sind. Sie gehören einfach zusammen und das soll für immer so bleiben. Aber ein Gedanke lässt Verena – mitten im Abistress und voller Vorfreude auf das anstehende Studium – nicht mehr los: Sie hat noch nie einen anderen Jungen geküsst, geschweige denn Sex mit einem anderen gehabt. Doch sie liebt Tom und sich von ihm zu trennen oder ihn zu betrügen, kommt nicht infrage. Als sie schließlich mit Tom darüber spricht, treffen die beiden eine Vereinbarung: eine offene Beziehung, drei Monate Austobzeit nach dem Abi. Danach ist alles wieder wie vorher und die zwei wieder ein Paar. Zunächst genießen die beiden es, sich auszuprobieren. Doch sie haben nicht mit den Gefühlen gerechnet, die das Arrangement mit sich bringt: Zweifel tun sich auf. Ängste. Werden sie rechtzeitig einen Ausweg finden? 

Mit ihrer ganz eigenen, poetischen Sprache wendet sich Sabine Both den Themen offene Beziehung, Fremdgehen und Treuebruch zu, das viele Jugendliche bewegt, und lässt es ihre Protagonisten durchleben. Sie schildert, wie vorsichtig man in einer Beziehung mit Vertrauen und den Gefühlen des Partners umgehen sollte, ohne pädagogisch belehrend daherzukommen. Eine unterhaltsame, besondere Liebesgeschichte mit Tiefgang.

Fazit


Sabine Both, auch bekannt unter dem Pseudonym Franziska Moll, schreibt mit Ein Sommer ohne uns wieder einmal eine gefühlsechte Geschichte aus dem Leben gegriffen. Die Ängste und Sorgen junger, verliebter Menschen auf Papier gebannt, begleitet sie ihre Protagonisten Tom und Verena ins Erwachsener werden, denn was oftmals als ein interessanter Plan beginnt, birgt Tücken und dunkle Ecken eben dort, wo man sie nicht vermutet.  Die Autorin schreibt diese Geschichte über eine offene Beziehung aus beiden Perspektiven und eröffnet dem Leser damit den besten Einblick in das Geschehen. Auch, wenn unsere beiden Helden oftmals selbst nicht genau wissen was sie wollen, ist es doch sehr schön hautnah dabei zu sein und ihre Zweifel zu erkennen, bevor sie selbst es tun. Für Tom und Verena ist es eine Chance sich selbst zu finden, doch ist dies möglich ohne einander zu verlieren? 

Ein Sommer ohne uns ist sehr speziell und wird sicherlich nicht bei jedem Anklang finden, doch die melancholisch hoffnungsvolle Stimmung auf jeder Seite ziehen den Leser bald in seinen Bann. Mir persönlich hat der Schreibstil, gerade zu Anfang, echt ein paar Probleme bereitet, da diese in der Gegenwart geschriebene Geschichte mit seinen knappen, präzisen Sätzen ungewohnt ist. Ich selbst brauchte ein paar Seiten um mich daran zu gewöhnen und mich einzufinden. Andererseits macht eben dies das Buch zu etwas besonderem und verleiht ihm eine ganz eigene Note. Doch schafft Sabine Both auch Problemlos mit ihrem Worten unter die Haut zu kriechen, denn das bedrückende Gefühl und die beizeiten entstehende Euphorie einzelner Szenen erlebt der Leser dann doch mit, als seien es die eigenen Emotionen. 

Die Thematik "offene Beziehung" ist nicht einfach und stößt bei vielen sicherlich auf eine Wand aus Moralvorstellungen und vorgelebten Normen. Auch bei mir war dies so, doch ich verspreche euch, dass dieses Thema hier auf besondere Weise angegangen, glaubhaft dargelegt und am Ende nachvollziehbar dargelegt einen guten Abschluss bildet. Mir hat das Ende besonders gefallen, denn es war unsagbar glaubhaft dargelegt und zeigt auf, welchen Entwicklungsprozess Verena und Tom durchlaufen haben. Ich hoffe euch wird Ein Sommer ohne uns gefallen. Lasst es auf einen Versuch ankommen.

3,5/5 Sternen

Informationen zum Buch
Autor: Sabine Both
Verlag: Loewe
Broschiert: 240 Seiten
Preis: 12,95 €
Ebook: 8,99 €

2/14/2015

Eleria 03. Die Vernichteten - Ursula Poznanski

Kurzbeschreibung
Nun kennt Ria das schreckliche Geheimnis, den Grund dafür, dass der Sphärenbund sie töten wollte. Trotz widriger Umstände macht sie sich auf den Weg, um die drohende Katastrophe zu verhindern und das Leben von Clans und Sphärenbewohnern zu schützen. Doch dann offenbart sich ihr etwas, womit sie nicht gerechnet hat. Etwas von solcher Grausamkeit, dass es fast unvorstellbar scheint. Etwas, das alles, was sie bisher an Verschwörungen aufgedeckt hat, bei Weitem übertrifft.

Gebundene Ausgabe | Loewe | 528 Seiten | Band 3 | 18,95 €


Fazit
Zu diesem Abschlussband möchte ich eigentlich gar nicht so viel sagen. Es gibt noch einiges, was nun passieren muss und vieles was passieren kann und ich bin grundlegend von der Katastrophe und der verzwickten Art schon sehr angetan. Immerhin war das die Wendung, die ich in dieser ganzen Geschichte niemals so erraten hätte. Eben der geheime Grund, wieso sie alle sterben sollten. Und doch bin nicht nicht zu hundert Prozent überzeugt von diesem Abschlussband. Vielleicht wäre es unpassend gewesen, aber ich hätte mir doch viel mehr von Sandor und Ria gewünscht, natürlich ist mir klar, dass es aus vielerlei Gründen vielleicht nicht ganz passend gewesen wäre, doch ihre Verbundenheit kommt, so finde ich, im zweiten Band viel besser zur Geltung. Auch kann ich mich mit dem Ende nicht ganz anfreunden. Okay, wie das größte Desaster abgewendet wurde ist gut so, nur alles andere ... auch da hätte mich mir etwas anderes gewünscht. Aureljos Schicksal hat bei mir einen sauren Beigeschmack hinterlassen, weil das einfach viel zu gut zu Rias Entscheidung passt. Und, dass das Buch dann endet ohne ein paar entscheidende Dinge wirklich abgeschlossen zu haben fand ich etwas unglücklich. Mich hätte zumindest noch das Schicksal jener anderen gestohlenen Kinder brennend interessiert. Außerdem: Was ist eigentlich mit Tychos Familie? Insgesamt fehlte mir hier viel zu oft der Bezug zu den Personen, es ist vielen - so finde ich - recht steril gehalten. Ich kann es nicht einmal ausreichend beschreiben, denn die Grundgeschichte empfinde ich noch immer als eine klasse Idee. Vielleicht liegt es einfach am Schreibstil der Autorin, dass ich mich nicht immer hundert prozentig damit anfreunden kann. Vielleicht hätte mich die selbe Geschichte aus einer anderen Feder noch mehr begeistern können. Aber das ja bekanntlich Geschmackssache. Ursula Poznanski schafft hier auf jeden Fall ein solides, unterhaltsames Ende eines doch recht interessanten Weltenkonstrukts.

3/5 Sternen


Autor
Ursula Poznanski, geboren in Wien, studierte sich einmal quer durch das Angebot der dortigen Universität, bevor sie nach zehn Jahren die Hoffnung auf einen Abschluss begrub und sich als Medizinjournalistin dem Ernst des Lebens stellte. Nach der Geburt ihres Sohnes begann sie Kinderbücher zu schreiben. Ihr Jugendbuchdebüt Erebos erhielt zahlreiche Auszeichnungen (u. a. den Deutschen Jugendliteraturpreis) und machte die Autorin international bekannt. Inzwischen ist sie eine der erfolgreichsten Jugendbuchautorinnen Deutschlands und schreibt zudem Thriller-Bestseller im Erwachsenenbuch. Sie lebt mit ihrer Familie im Süden von Wien.

Reihe

2/07/2015

Eleria 02. Die Verschworenen - Ursula Poznanski

Kurzbeschreibung

In der Stadt unter der Stadt finden Ria und ihre Freunde Zuflucht, doch bald zeigt sich, dass auch hier ein Überleben nicht garantiert ist. Während Aureljo seine Rückkehr in die Sphären vorbereitet, sucht Ria nach Jordans Chronik und findet Fragmente, die sie nicht zur Gänze deuten kann. Als Lichtblick erweist sich in dieser Zeit, im wahrsten Sinn des Wortes, ihre Freundschaft zu Sandor, mit dem sie immer wieder kurze Ausflüge an die Oberfläche unternimmt und dessen Zuneigung ihr täglich mehr bedeutet. Doch dann wird Sandor Clanfürst, und mit einem Schlag ist alles anders. Ria sieht sich gezwungen, entgegen ihrer ursprünglichen Absicht gemeinsam mit Aureljo in die Sphären zurückzugehen.

Autor

Ursula Poznanski, geboren in Wien, studierte sich einmal quer durch das Angebot der dortigen Universität, bevor sie nach zehn Jahren die Hoffnung auf einen Abschluss begrub und sich als Medizinjournalistin dem Ernst des Lebens stellte. Nach der Geburt ihres Sohnes begann sie Kinderbücher zu schreiben. Ihr Jugendbuchdebüt Erebos erhielt zahlreiche Auszeichnungen (u. a. den Deutschen Jugendliteraturpreis) und machte die Autorin international bekannt. Inzwischen ist sie eine der erfolgreichsten Jugendbuchautorinnen Deutschlands und schreibt zudem Thriller-Bestseller im Erwachsenenbuch. Sie lebt mit ihrer Familie im Süden von Wien.

Fazit

Und da startet auch schon der zweite Band direkt im Geschehen. Ria, Aureljo, Tomma, Tycho und Dantorian verstecken sich in der Stadt unter der Stadt und nur ein paar ausgewählt Clanleute der Schwarzdorn wissen, dass sie die Gegend nicht schon längst verlassen haben. Und während Tomma erkrankt planen Aureljo und Dantorian zurück in die Sphäre Vienna 2 zu gehen, um zu erfahren wieso sie zum Abschuss freigegeben wurden und Ria macht sich auf die Suche nach Jordans Chronik, die in dem belauschten Gespräch vor ihrer Abreise aus ihrer Sphäre. Zugleich wird Sandor mehr und mehr zu Rias Vertrautem und zugleich plant Aureljo quasi seinen Weggang und vermutlichen Tod ohne auch nur an Ria zu denken. Doch das ist nicht länger wichtig. Doch Sandor ist es. Für Ria. Und dann ändert sich mit einem Schlag so vieles und Ria entschließt sich die Wahrheit herauszufinden. Sie, Aureljo und Dantorian begeben sich also wieder zurück in die Höhle des Löwen, nach Vienna 2.

Ursula Poznanskis Reihe wird von vielen Seiten hoch gelobt, allerdings hatte ich schon so meine Probleme den ersten Band, Die Verratenen, besonders gut zu finden. Jedoch konnte dieser zweite Band gleich ein bisschen mehr bei mir Punkten. Ich kann nicht einmal genau festmachen was hier so viel besser ist. Doch die Handlung im Allgemeinen und Rias Offenheit für den Clan und ihr Wolle zu Kämpfen im besonderen haben dem ganzen irgendwie die Trostlosigkeit genommen. Auch bewegen die Charaktere sich nun außerhalb des bekannten Schema, der für solcherlei Dystopische Romane gerne verwendet wird, und bildet insgesamt einen wirklich soliden Mittelteil. Wenn jetzt der Abschlussband noch einen Schuss besser wird, dann wäre das absolut perfekt.

Mir persönlich gefallen ja die zwischenmenschlichen Interaktionen immer sehr und die kleine Gruppe 'Lieblinge' ist zwar ein bunt zusammengewürfelter Haufen, soll aber als Einheit fungieren. Hier habe ich ein bisschen was auszusetzen, denn die Figuren sind zwar von Anfang an benannt, doch irgendwie finde ich keinen Zugang zu ihnen. Die Nennung ihrer Eigenschaften und Stärken bringt mich eben nicht dazu mich mit ihnen zu identifizieren. Ria ist die einzige der Gruppe, zu welcher der Leser ein Zusammengehörigkeitsgefühl entwickeln kann. Doch die Geschichte wird auch aus ihrer Sicht geschildert und da ist das nicht sonderlich schwer. Ihr Charakter ist gut ausgearbeitet, wird dem Leser näher gebracht und kann verstanden werden. Bei den anderen ist das weniger der Fall. Für Tycho konnte ich im ersten Band bereits Sympathien entwickeln, aber irgendwie geht das hier direkt wieder verloren. Aureljo und Dantorian finde ich absolut nicht greifbar. Hingegen schafft die Autorin es eine wichtige Figur doe Sandor gut darzustellen. Es liegt also nicht an mangelndem Können. Außerdem liegt mir Rias Entscheidung gegenüber Aureljo ein bisschen schwer im Magen, denn hier steht noch ein Gespräch aus, welches ich persönlich als sehr wichtig erachte.

Was die wichtigsten Ereignisse in diesem Buch betrifft, so wurde ich davon wirklich überrascht. Ich meine, das Buch heißt Die Verschworenen, doch konnte ich mir keine derart große und gefährliche Verschwörung ausmalen. Es ist einfach der Punkt der Geschichte, der es erst so richtig spannend macht, doch auf eine endgültige Auflösung und, hoffentlich, Lösung müssen wir bis zum dritten Band warten. Somit schließt sich ein wirklich guter Mittelteil und ich bin gespannt auf das Ende und hoffe sehr auf etwas grandioses, überraschendes, mitreißendes.

4/5 Sternen

Informationen zum Buch
Autor: Ursula Poznanski
Verlag: Loewe
Gebundene Ausgabe: 464 Seiten
Preis: 18,95 €
TB: 9,95 €
Ebook: 14,99 €

Reihe

9/15/2014

Eleria 01. Die Verratenen - Ursula Poznanski


Kurzbeschreibung
 
Sie ist beliebt, privilegiert und talentiert. Sie ist Teil eines Systems, das sie schützt und versorgt. Und sie hat eine glänzende Zukunft vor sich – Rias Leben könnte nicht besser sein. Doch dann wendet sich das Blatt: Mit einem Mal sieht sich Ria einer ihr feindlich gesinnten Welt gegenüber und muss ums Überleben kämpfen. Es beginnt ein Versteckspiel und eine atemlose Flucht durch eine karge, verwaiste Landschaft. Verzweifelt sucht Ria nach einer Erklärung, warum ihre Existenz plötzlich in Trümmern liegt. Doch sie kann niemandem mehr vertrauen, sie ist ganz auf sich allein gestellt.

Autor

Ursula Poznanski, geboren in Wien, studierte sich einmal quer durch das Angebot der dortigen Universität, bevor sie nach zehn Jahren die Hoffnung auf einen Abschluss begrub und sich als Medizinjournalistin dem Ernst des Lebens stellte. Nach der Geburt ihres Sohnes begann sie Kinderbücher zu schreiben. Ihr Jugendbuchdebüt Erebos erhielt zahlreiche Auszeichnungen (u. a. den Deutschen Jugendliteraturpreis) und machte die Autorin international bekannt. Inzwischen ist sie eine der erfolgreichsten Jugendbuchautorinnen Deutschlands und schreibt zudem Thriller-Bestseller im Erwachsenenbuch. Sie lebt mit ihrer Familie im Süden von Wien.
(Quellen: Amazon.de; loewe-verlag.de)
Fazit

Die Verratenen - als Titel ungemein passend - zeigt eine Welt danach. Wie in vielen Dystopien üblich gibt es hier neue Gemeinschaften mit neuen Systemen und weiteren Kämpfen gegeneinander. Auch die Autorin, Ursula Poznanski, schafft eine solche Welt und veruscht diese natürlich von anderen Weltgestaltungen abzuwandeln. Die in vito in den Sphären, die in ihrem System geschult werden und somit ihre individuellen, besten Eigenschaften eausbilden (Kunst, Rethorik, Technik, Medizin, ..), stehen neben dem Bewohnern der Welt draußen: Den Prims (primitiven). Interessanterweise gibt es in der Welt außerhalb der Sphären nach den Dunklen Tagen nicht nur einen Einheitsbrei von Rebellen. wie in vielen anderen Geschichten, sondern auch diese Menschen unterscheiden sich in ihrer Lebensweise sehr pregnant. Es gibt jene, die in kleinen Gemeinden zusammen leben und wirtschaften und jene, die sogar auf eigene Leute Jagd machen. Sicherheit ist ein Luxusgut, das sich niemand leisten kann und mittendrin stehen plötzlich Ria und eine Gruppe junger Sphärenbewohner in einer Gruppe Fremder in einer ihnen fremden Welt.
 
Die Charaktere, auf die der Leser trifft, sind ein buntes Sammelsorium unterschiedlichster Personen. Es ist eine interessante, ungewohnte und vor allem unpassende Mischung die dort aufeinander trifft, doch gerade das macht einen Teil des Charms dieser Geshichte aus. Die Prims sind in ihrer Rolle sehr überzeugend, denn sie leben so wie es wohl die überlebenden in der realen Welt auch tun würden. Dahingegen sind Ria und ihre Gefährten total aufgeschmissen und müssen lernen zu überleben. Doch zugleich müssen sie feststellen, dass der Sphären-Bund nicht der barmherzige Samarita ist, wie ihnen ihr ganzen Leben suggestiert wurde. Alles in allem ist der Verlauf der Geschichte gar nicht überraschend, denn das Schema hat man in diesem Genre schon viele mal gesehen und gelesen. Dennoch ist die Welt gut aufgebaut, in sich stimmig und bietet einen gewissen Unterhaltungswert. Was den Verlauf der Geschichte angeht, bin ich leider weniger euphorisch, denn für einen Trilogie-Auftakt was das doch insgesamt recht dürftig und hätte gerne intensivere, mitreißendere Szenen haben dürfen. Mich jedenfalls hat nicht alles vom hocker gehauen, wenn auch - wie gesagt - ein gewisser Unterhaltungswert gegeben ist.
 
Ein interessanter Beginn, der stellenweise ruhig ein wenig spannender hätte sein dürfen. Eine stimmige Geschichte, die ein paar nennenswerte Fragen auf wirft, welche auf dann doch Lust darauf machen mehr zu erfahren. Mich hat die Geschichte jetzt nicht vom Hocker gehauen, dennoch bin ich mit dem soliden Gerüst bis hierhin recht zufrieden.
 
3/5 Sternen
 
 
Informationen zum Buch
Autor: Ursula Poznanski
Verag: Loewe Verlag
Gebundene Ausgabe: 464 Seiten
Preis: 18,95 €
Broschiert: 9,99 €
Kindle: 9,99 €
 
Informationen zur Reihe
1. Die Verratenen
2. Die Verschworenen
3. Die Vernichteten

5/10/2014

Was ich dich träumen lasse - Franziska Moll

Kurzbeschreibung

.Ich hätte nichts dagegen, immer mit dir alleine zu sein. 
.Wir würden uns auf die Nerven gehen. Stell dir vor, du wärst die einzige, der ich Witze erzählen .könnte. Du würdest sie alle abkriegen. 
.Das wäre mir egal. Wenn nur wir auf der Welt wären, wäre alles einfacher. Überschaubarer. Du reichst mir. 

Elena hat ihr Glück gefunden – mit Rico. Doch ein schwerer Autounfall reißt Rico aus Elenas Leben in die Tiefen eines Komas. Tag für Tag zeigt Elena ihm nun, was das Leben für ihn bereithält, und wofür es sich lohnt, zurückzukommen: für ihre Liebe. Elena ist bis in die Tiefe ihrer Seele erschüttert. Ein Leben ohne Rico ist für sie nicht denkbar, nicht fühlbar. Wie kann sie Rico in der Schwärze seines Komas helfen? Dann findet sie auf seinem Computer eine Liste: die Top Ten der Dinge, die Rico vor seinem Tod noch erleben und tun wollte. Elena fasst einen Entschluss: Solange Rico nicht selbst sein Leben leben kann, wird sie seine Top Ten abarbeiten und ihm jeden Tag von ihren Erfahrungen berichten. Ihr zur Seite steht ganz unerwartet ein hartgesottener junger Krankenpfleger, der für jede Gelegenheit den unpassendsten Spruch parat hat. Seine Freundschaft hilft Elena, Rico nah zu bleiben und die Hoffnung nicht aufzugeben. Sie weiß, es lohnt sich, bis zum Ende zu kämpfen.

Autor

Franziska Moll lebt mit ihren Zwillingsmädchen in einem kleinen idyllischen Dorf in der Nähe von Köln. Sie arbeitet mit drogenabhängigen Jugendlichen, verfasste Drehbücher und entwickelte Sticoms und Filmideen. Doch erst, als sie sich entschloss, nur noch Romane zu verfassen, hat sie endlich ihren absoluten Traumberuf gefunden. Eigene Verluste inspirierten sie zu "Was ich dich träumen lasse".
(Quellen: Amazon.de; Loewe-Verlag.de)

Fazit

Der Leser gerät ganz ohne Vorwissen mitten in das Leben von Elena und Rico. Und auch ohne die beiden zu kennen merkt der Leser schnell wie verliebt sie doch sind, denn im einfachen Umgang miteinander steckt so viel junge Liebe. Doch ist auch diese junge Liebe nicht von schlimmen Schicksalen gefeit und viel zu schnell muss Elena feststellen, dass das Leben nicht immer fair spielt. Als Rico einen schweren Unfall erleidet und im Koma landet ist plötzlich alles anders, doch hält sie eisern an ihrer Hoffnung fest, denn ein Leben ohne Rico kann sie sich einfach nicht vorstellen. 

Du weißt das nicht, aber ich dachte immerzu das eine: Ich habe noch nie einen so lustigen Menschen kennengelernt. Einen, der wirklich lustig ist. Nicht nur so tut. Bei dem es von innen kommt. Weil innen alles hell ist.
(S. 43)

Was ich dich träumen lasse ist ein packendes und emotional sehr einnehmendes Buch, das den Leser unerwartet mitten ins Herz trifft. Es ist eine Geschichte voller Hoffnung und dennoch mitten in der Realität. Während Elena also immer noch nicht glauben kann, dass dies alles wirklich passiert klammert sie sich an jeden Hoffnungsschimmer. doch neben dem forschen Krankenpfleger Tim, der ihr selbst die unschönen Dinge vor Augen führt, hilft ihr vor allem Ricos Top Ten der Dinge die er vor seinem Tod noch tun möchte - und schließlich weiß niemand ob diese je weniger aufwachen wird. 

"Du kannst jetzt wirklich aufwachen, weißt du. Es ist genug. Du hast deine Lektion gelernt. Und ich meine auch. Das ganze ist echt total beschissen."
(S. 133)

Unterteilt in Tage nach dem alles verändernden Unfall erlebt der Leser das Leben von Elena aus ihrer Sicht. Wie sich an ihre Zeit mit Rico erinnert und auch an Gespräche die sie miteinander führten. Sie erinnert Rico daran, wie es ist am Leben zu sein und will ihm zugleich damit zeigen, dass sich das Leben lohnt. Dass erkämpfen soll. Dass nicht nur sie ihn braucht. 

"Er hat gesagt: Sie denkt, ich wäre ein Held. Und ich habe Angst,dass sie irgendwann merkt, dass ich nur ein ganz normaler Typ bin und ihrer gar nicht wert."
(S. 235)

Verzweiflung, enorme Hoffnung und ein bisschen Schuld begleiten den Leser durch Elenas Tage nach dem Unfall, ohne Rico. Ein so emotional so fesselndes Buch habe ich seit langem nicht mehr gelesen. Ein Buch zum fühlen.

5/5 Sterne


Informationen zum Buch
Autor: Franziska Moll
Verlag: Loewe Verlag
Gebundene Ausgabe: 256 Seiten
Preis: 14,95 €
Kindle: 11,99 €


7/13/2013

Immortal Beloved 01. Entflammt - Cate Tiernan

Kurzbeschreibung

Nastasja ist 459 Jahre alt, sieht aber aus wie 18. Kein Wunder, denn sie ist unsterblich. Mit ihrem Freund Incy, einem gefährlich dunklen Unsterblichen, zieht sie durch die Metropolen der Welt, immer auf der Suche nach der nächsten Party. Schon lange ist sie der Ewigkeit überdrüssig, zu schwer lasten die Erinnerungen auf ihr.

Eines Tages hält sie es nicht mehr aus: Hals über Kopf flieht sie vor Incy - und vor sich selbst. Unterschlupf findet sie bei River, einer uralten Unsterblichen. Dort begegnet sie Reyn, in den sie sich auf den ersten Blick verliebt. Doch ausgerechnet er will, dass sie wieder geht. Nastasja bleibt - und schwebt schon bald in Gefahr. Wer ist es, der sie mit bösen Flüchen verfolgt? Incy, der ihr schon dicht auf den Fersen ist, oder Reyn, den sie von früher zu kennen glaubt? Trotz aller Zweifel nähert sie sich Reyn, bis sie mit Schrecken erkennt, wann sich ihre Wege schon einmal gekreuzt haben...


Autor

Cate Tiernan wuchs in New Orleans auf und studierte Russische Literatur an der New York University. Sie arbeitete zunächst in einem renommierten Verlag in New York, bevor sie beschloss, selbst Schriftstellerin zu werden. Ihre Hexenserie "Das Buch der Schatten" ist ein riesiger Erfolg und wurde in mehrere Länder verkauft; ein Kinofilm ist in Arbeit. Heute lebt Cate Tiernan mit ihrem Mann, zwei Töchtern und zwei Stiefsöhnen, einem Pudel und vielen Katzen in North Carolina.
(Quellen: Amazon.de)

Fazit

Entflammt bietet dem Leser eine ganz eigene Art unsterblicher. Sie werden geboren, wachsen bis ins Teenager-Alter normal heran um dann in ihrem Alterungsprozess rapide abzunehmen. So sieht die Protagonistin Nastasja noch immer aus wie ein 18-jähriger Mensch, obwohl sie bereits 459 Jahre hinter sich hat. Doch es gibt auch Unterschiede zwischen den unsterblichen selbst: Jene, die der dunklen Magie zusagen und jene, die versuchen mit Magie Gutes zu tun oder ihr gar ganz versagen. Interessanterweise wird hier nicht zwischen gut und böse entschieden, denn es gilt als schmaler Grad und bedarf einer persönlichen Entscheidung eines jeden unsterblichen an jedem Tag, jeder Stunde, jeder Sekunde ... bei jedem neuen Zauber. Gut. Oder böse.

Die Geschichte wird insgesamt aus Nastasjas Sicht geschildert. Doch Nasty ist nicht gerade ein Paradebeispiel eines guten Menschens. Sie ist ehrlich gesagt sogar sehr naiv und vorpubertär, was in einem Alter von 459 Jahren nicht zu erwarten ist. Sie trifft egoistische Entscheidungen und hängt mit einer Clique anderer, alter und doch so unerfahrener Unsterblicher herum um Partys zu machen, zu trinken und nur ihren Spaß zu haben. Ohne Rücksicht auf Verluste. Es ist etwas schwer zu glauben, dass jemand in diesem Alter dem tatsächlichen geistigen Standard einer zwölfjährigen hegt, wenn man bedenkt was sie alles durchgemacht hat und wie erwachsen sie schon alleine durch ihre schrecklichen gemachten Erfahrungen sein sollte. Denn Geschehnisse der Art wie Nasty sie in der Vergangenheit gemacht haben prägen einen Charakter, so oder so. Nur bei ihr scheint alles abgeperlt zu sein und genau das nimmt ihr etwas an Glaubwürdigkeit. 

Die Geschichte selbst wird erst gegen Ende interessanter und schafft es auf den letzten Seiten dann doch, dass der Leser mehr wissen will. Mehr wissen muss und somit die Fortsetzung kaufen mag, obwohl alles vorhergegangene eher ein vorhersehbarer Einheitsbrei war. Und auch, wenn der wenig charmante und doch zugleich wirklich gut aussehende Reyn in ihr Leben tritt ist zumindest dem Leser sofort klar, was für eine Rolle er spielt. Was war und was sein wird. Schade nur, dass Nasty dabei sehr lange auf der Stelle tritt und nicht gerade zur Unterhaltung des Lesers beisteuert. Doch ist nicht alles verloren, denn noch ist unklar was für eine Rolle ihre alte Clique spielt. Ist sie wirklich eine Gefahr oder sind sie nur besorgt und deswegen auf der Suche nach Nastasja? Und wie nur soll sie es in Reyns Gegenwart aushalten ohne durchzudrehen? 

Mittelmaß, welches mit voranschreitenden Seiten immer mehr aus Spannung gewinnt und schlussendlich den Leser packt und nach mehr verlangen lässt. Auch wenn das Geschehen wenig überrascht, ist Entflammt definitiv lesenswert, wenn auch nicht perfekt. Hoffen wir also auf einen besseren zweiten Band.

3/5 Sternen
Informationen zum Buch

  • Autor: Cate Tiernan
  • Verlag: Löwe Verlag
  • Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
  • Preis: 17,95 €

Informationen zur Reihe

  1. Entflammt
  2. Ersehnt
  3. Entfesselt