6/22/2014

Siria 01. Gib mir meinen Stern zurück - Amanda Frost

Kurzbeschreibung

Dass ausgerechnet ein Chaot wie Rafael seinen Planeten Siria vor dem Aussterben retten soll, hätte er selbst nie für möglich gehalten. Und doch findet er sich plötzlich in München wieder, um mit der bildschönen, aber egozentrischen Schauspielerin Angelina Russo für Nachwuchs zu sorgen. Dummerweise gibt es nichts, was die bissige Diva mehr verabscheut als Kinder. Pech für Rafael – und Glück für Valerie, Angelinas Assistentin. Denn im Gegensatz zu ihrer Chefin ist sie zutiefst von dem attraktiven Mann mit den überirdisch strahlenden Augen fasziniert. Und spätestens als sie ein zottiges Tier in seiner Wohnung findet, das nicht von dieser Welt zu sein scheint, gerät ihrer beider Leben mächtig aus den Fugen.

Autor

Amanda Frost war viele Jahre weltweit im Marketing und der Logistik großer Unternehmen tätig und lebte lange in der Schweiz, bevor es sie nach München zog. Und obwohl Amandas männliche Protagonisten allesamt über außerirdische Wurzeln verfügen, ist der Mann an ihrer Seite ihres Wissens nach von dieser Welt. Mit der Veröffentlichung ihres ersten Romans erfüllte sie sich einen lang gehegten überirdischen Traum. 
(Quellen: Amazon.de)

Fazit

Dieser erste Teil der Siria-Trilogie beginnt auf dem gleichnamigen Planeten, dessen Bewohner den Menschen der Erde sehr ähneln. Der einzige Unterschied scheinen das Verständnis für Technik, mediale Gaben und Probleme bei der Fortpflanzung zu sein. Und letzteres ist auch der Grund, weshalb der Sirianer Rafael zur Erde geschickt wird um, mit einer vorher ausgewählten Frau, Kinder zu zeugen und somit den Fortbestand der Sirianer zu sichern. Schade nur, dass nicht jeder Plan immer so läuft wie er sollte und auch hier gibt es eine entscheidende Schwierigkeit: Das Ziel selbst. Denn die abgehobene Schauspielerin Angelina Russo hält so gar nichts von Familie. 

Amanda Frost legt in ihrer Geschichte einen sehr umgangssprachlichen Schreibstil an den Tag, welcher eine lockere Stimmung in der Geschichte schafft und zugleich einen extremen Kontrast zu den beschriebenen Sirianern bildet. Im Verlauf der Geschichte wird Rafael also mit den Dialekten und der Umgangssprache der Menschen konfrontiert, was zwar als problematisch benannt wird, aber dann plötzlich gar kein Problem mehr darstellt. Leider war es ein bisschen unglaubwürdig, dass der Sirianer einerseits nur Ahnung der grundlegenden Sprache haben soll und dann auf der anderen Seite dermaßen umgangssprachlich spricht, wie es nicht mal viele Menschen tun würden. 

Rafael selbst ist von seinem Verhalten eher der kindliche Typ. Sein Wissensdurst und seine Neugier sind hier zwar absolut angebracht und verständlich, jedoch schlägt er immer ein bisschen über die Stränge und während er die Welt der Menschen entdeckt und versucht bei Angelina zu landen wirkt er durch sein Handeln viel mehr wie ein not-geiler Teenager. Auch, dass er seiner Nachbarin, und zugleich Assistentin seines Zielobjektes, Valerie bis zu einem gewissen Punkt gar keine Aufmerksamkeit schenkt und dann plötzlich absolut interessiert an ihr ist macht es schwierig diesen Sirianer ernst zu nehmen. In seinem sehr sprunghaften Verhalten ist nur wenig Erwachsenes zu finden und so wirkt er eher wie ein sehr oberflächlicher Möchtegern-Player, denn ein reifer, junger Mann der bereit ist eine Familie zu gründen. Leider macht all dies Rafael sehr unsympathisch, was er erst gegen Ende der Geschichte ein wenig zu kippen vermag. 

Valerie hingegen ist eine sehr bodenständige junge Frau, die weder abgehoben, eitel oder eingebildet auftritt. Sie ist ein netter, liebevoller und hilfsbereiter Mensch und verdient vor allem eines: Glück. Wie sie sich jedoch in Rafael verlieben konnte ist mir bis jetzt ein Rätsel, da er wie bereits genannt einfach wenig wirklich liebenswertes an sich hat. Dass zwischen den beiden eine gewisse sexuelle Anziehung besteht kann man jedoch nicht abstreiten, denn trotz allem sind beide Protagonisten attraktive junge Leute und die sexuelle Anziehung wird sehr glaubwürdig beschreiben. 

Besonders enttäuscht war ich von den wenigen Unterschieden zwischen der Erde und Siria und den Menschen und Sirianern. Es gibt auf dem fernen, fremden Planeten nicht nur das selbe Aussehen wie auf der Erde, sondern auch Tennis, Fußball und Familien. Keine prägnanten Unterschiede. Es ist eigentlich alles gleich bis auf eine bessere Technik und ein paar extra Fähigkeiten der Sirianer - die jedoch keine besonders große Rolle zu spielen scheinen. Was es allerdings auf Siria gibt sind Mondbären und im ersten Moment war ich vollkommen verzückt um dann enttäuscht festzustellen, dass diese zwar erwähnt werden und Rafaels Mondbär auch einen kleinen Gast-Auftritt hat, aber auch diese süßen Viecher einfach keine weitere Rolle spielen. 

Insgesamt war Gib mir meinen Stern zurück zwar für eine kurze Zeit unterhaltsam, jedoch nicht perfekt. Da Rafael mit seiner Sprunghaftigkeit meinen Männergeschmack nicht treffen konnte, hinterließ er nun auch keinen bleibenden Eindruck. Aber besonders schade ist, dass es hier keine maßgebende - und vielleicht auch hinderliche - Außerirdische Eigenschaft gab, die Sirianer so besonders machten. 

3/5 Sternen

Informationen zum Buch
Autor: Amanda Frost
Taschenbuch: 374 Seiten
Preis: 9,99 €
Kindle: 3,99 €

Informationen zur Reihe
1. Gib mir meinen Stern zurück
2. Sei mein Stern
3. So fern wie ein Stern 

Kommentare:

  1. Ich finde das Buch hört sich garnicht so schlecht an, aber das Cover schreckt mich einfach zu sehr ab :D

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  2. Falls du der Serie noch eine Chance geben willst: Teil 2 & 3 haben mir auch besser gefallen!

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