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5/23/2020

Illuminae-Akten 02. Gemina - Jay Kristoff & Amie Kaufman


Kurzbeschreibung
Hanna ist die verwöhnte Tochter des Kommandanten der Sprungstation Heimdall, Nik der zweifelnde Sohn des Mafia-Clans. Beide hadern mit dem Leben an Bord der langweiligsten Raumstation des Alls, bis eine feindliche Kampfeinheit die Station angreift, nach und nach die Bewohner der Station dezimiert, während ein Funktionsausfall des Wurmlochs das Raum-Zeit-Kontinuum zu zerfetzen droht. Hanna und Nik kämpfen nun nicht mehr nur um das eigene Überleben und ihre neu gefundene Liebe – das Schicksal der Heimdall und wahrscheinlich das des gesamten Universums liegt in ihren Händen. Aber keine Panik. Sie schaffen das. Hoffen sie jedenfalls.

9/04/2014

The Game 01. Jump: Das Spiel - Eve Silver

Kurzbeschreibung

"Sieh ihnen nicht in die Augen!"

Ihre Quecksilberaugen.
Sie sind Gift.
Sie werden mich töten.

Miki Jones kommt bei einem Unfall ums Leben. Doch sie kommt wieder zu sich, an einem Ort, der Lobby genannt wird. Aus ihrem Alltag wurde sie durch Raum und Zeit in eine Art Spiel gezogen, in dem sie gemeinsam mit anderen Jugendlichen furchteinflößende Wesen bekämpfen muss. Teammitglied Luka, ein Schulfreund, erklärt ihr, dass sie weiter ihr gewohntes Leben führen kann, außer wenn sie auf Mission im ›Spiel‹ ist. Und sie muss jeden Einsatz in dieser anderen Welt überleben. 
Es gibt keine Vorbereitung, kein Training und keinen Ausweg. Miki muss sich auf die fragwürdige Führung Jackson Tates verlassen, des attraktiven und geheimnisvollen Leiters ihres Teams. Er weicht ihren Fragen aus und hält alle auf Abstand. Jeder spiele für sich, lautet sein Motto. Doch dann nimmt das Spiel eine tödliche Wende, und Jackson bringt sich selbst in extreme Gefahr, um Miki zu schützen.

Autor

Die Autorin lebt zusammen mit ihrem Ehemann und ihren Söhnen in Kanada, oft auch in den Welten, die sie erträumt. Alle in ihrer Familie lieben Videospiele. Eve Silver mag außerdem Kajakfahren und Sonnenschein, Hunde und Nachtisch und Bücher, Bücher, Bücher.

(Quellen: Amazon.de)
Fazit

Nach dem Inhalt erwartet der Leser gleich eine rasante Geschichte voller Spannung und eine fantastische, ausgeklügelte Welt des Spiels. Doch leider startet diese Reihe ein wenig stockend in der Realität und bekommt erst ziemlich spät eben den erhofften, packenden Charakter. Doch ich will nicht gleich alles schwarz malen, denn das ist es keinesfalls. Jump ist vielmehr ein Erstband im guten Mittelmaß mit dem Potential im zweiten Band noch besser zu werden. Aber nun erst einmal der Reihe nach.

Miki Jones ist kaputt. Emotional und bald auch körperlich. Als sie bei dem Versuch ein kleines Mädchen zu retten stirbt, landet sie nicht im nichts. Nicht im Himmel und auch nicht in der Hölle. Sie landet in der sogenannten Lobby, in der sie auch ihren Schulkamerad Luca trifft. Und sie landet im Spiel, das eigentlich gar kein Spiel ist. Und sie soll kämpfen. Gegen Aliens. ... Ja, genau. Das ist alles sehr verwirrend und vor allem sehr viel unerklärte Information auf einmal. Doch genau das ist es, was das Buch anfangs so zäh und uninteressant wirken lässt: Es fehlen so lange so viele Informationen. Diese kommen dann leider erst gegen Ende der Geschichte und wie sollte es anders sein werfen sie auch gleich noch einen Haufen neuer Fragen auf. Leider ist dieses Unwissen beim lesen einfach nervig. Nicht nur, dass Miki nichts weiß und ihr Team-Kollege und seines Zeichens egoistischer, selbstgerechter Besserwisser einfach nicht mit der Sprache raus rücken will was sache ist, nein, Miki wird in einen Kampf geworfen und in eine Sache hineingezogen die sie so niemals gewollt hat.

Die Geschehnisse "Spiel" zu nennen ist auch ein bisschen makaber. Es ist zwar, gewollt, aufgebaut wie ein Egoshooter Spiel, aber grundsätzlich ist es um so vieles gefährlicher und vor allem auch tödlicher. Miki muss dies leider auf die Harte Tour lernen, aber was wäre ein Buch ohne ein bisschen knallhartes emotionales Chaos. Wie dieses ganze "aus dem realten Leben ins sog. Spiel gezogen werden" funktioniert und wie es sein kann, dass die Player diese Aliens nur im Spiel sehen können, obwohl sie auch in der realten Realtität (sooo irritierend) existieren, ist auch irgendwie nicht richtig erklärt. Wie können die Realität und eine zweite Realität die sowohl gleichzeitig als auch übereinander existieren so ineinander greifen? Und diese verwirrende Struktur habe nicht ich mir gerade ausgedacht, sondern die Autorin. Grundsätzlich sind die Handlungsstränge sinnig und nachvollziehbar, doch fehlen so viele Antworten auf immer wieder neue Fragen. Und einige Antworten bleibt uns Band eins noch immer schuldig.

In Mikis Team gibt es also Luca (Schulfreund), Jackson (der selbstgerechte Besserwisser) und zwei weitere Personen. Doch die wichtigesten Rollen spielen einfach diese drei und ich möchte hier jetzt nicht mit Namen um mich werfen, die euch nur noch mehr irritieren würden als der letzte Absatz. Na, jedenfalls sieht das doch schon gleich wieder nach einer Dreiecksbeziehung aus, aber das bleibt uns, dem Himmel sei Dank, erspart. Doch Miki fühlt sich zu Jackson hingezogen und Jackson ist so sehr der typische, verschlossene männliche Hauptcharakter, dass ja schon wieder fast klar ist was der Typ hinter seiner Sonnenbrille zu verstecken versucht. Leider ist dies nicht die einzige vorhersehbare Stelle, aber was zwischen Jackson und Miki läuft ist einfach so glasklar. Luca geht hingegen leer aus, wobei irgendwie unklar ist ob ihn das stört oder ob es ihm schlichtweg egal ist. Und während das Team also auf Leben und Tod in dem Nicht-Spiel herumtingelt muckt in der realten Welt Mikis beste Freundin total der vorpubertäre Teenager auf. Hach, ich kann Carly einfach nicht ausstehen und wo da zwischen den beiden eine enge Freundschaft bestehen soll ist mir eh schleierhaft.

Und apropos Dinge die nicht so recht zusammenpassen ... Grundsätzlich gibt es für die Spieler in der normalen Welt ein paar Regeln (okay), diese werden zwar nie klar ausgesprochen, aber sie sind dennoch irgendwie klar. Doch sobald auch Miki von den Regeln weiß, werden sie immer mal wieder konsequenzenlos gebrochen. Richtig schade eigentlich, denn es wurde eine böse, böse Strafe versprochen. Da haben sie ja noch mal Glück gehabt. Das ganze hat mich persönlich irgendwie gestört, denn erst mal wird da so ein riesen trara drum gemacht und dann ist es plötzlich eh egal.

Doch es ist nicht alles schlecht an diesem Buch. Gerade zum Ende hin wird Miki sympatisch, sogar Jackson konnte ich irgendwann ein bisschen mehr leiden und mit einem bitterbösen Cliffhanger und ein paar Tränchen in den Augen endet die Geschichte mit einem Knall. Insgesamt ist Jump also gutes Mittelmaß. Ich hätte mir bei der Weltengestaltung mehr Informationen gewünscht und auch sonst eine etwas konsequentere Autorin. Aber ich muss jetzt unbedingt wissen wie es weiter geht, das kann man so einfach nicht stehen lassen. Ehrlich nicht!

3/5 Sternen


Informationen zum Buch
Autor: Eve Silver
Verlag: Fischer FJB
Broschiert: 416 Seiten
Preis: 14,99 €
Kindle: 12,99 €

Informationen zur Reihe
1. Jump: Das Spiel
2. ???

6/22/2014

Siria 01. Gib mir meinen Stern zurück - Amanda Frost

Kurzbeschreibung

Dass ausgerechnet ein Chaot wie Rafael seinen Planeten Siria vor dem Aussterben retten soll, hätte er selbst nie für möglich gehalten. Und doch findet er sich plötzlich in München wieder, um mit der bildschönen, aber egozentrischen Schauspielerin Angelina Russo für Nachwuchs zu sorgen. Dummerweise gibt es nichts, was die bissige Diva mehr verabscheut als Kinder. Pech für Rafael – und Glück für Valerie, Angelinas Assistentin. Denn im Gegensatz zu ihrer Chefin ist sie zutiefst von dem attraktiven Mann mit den überirdisch strahlenden Augen fasziniert. Und spätestens als sie ein zottiges Tier in seiner Wohnung findet, das nicht von dieser Welt zu sein scheint, gerät ihrer beider Leben mächtig aus den Fugen.

Autor

Amanda Frost war viele Jahre weltweit im Marketing und der Logistik großer Unternehmen tätig und lebte lange in der Schweiz, bevor es sie nach München zog. Und obwohl Amandas männliche Protagonisten allesamt über außerirdische Wurzeln verfügen, ist der Mann an ihrer Seite ihres Wissens nach von dieser Welt. Mit der Veröffentlichung ihres ersten Romans erfüllte sie sich einen lang gehegten überirdischen Traum. 
(Quellen: Amazon.de)

Fazit

Dieser erste Teil der Siria-Trilogie beginnt auf dem gleichnamigen Planeten, dessen Bewohner den Menschen der Erde sehr ähneln. Der einzige Unterschied scheinen das Verständnis für Technik, mediale Gaben und Probleme bei der Fortpflanzung zu sein. Und letzteres ist auch der Grund, weshalb der Sirianer Rafael zur Erde geschickt wird um, mit einer vorher ausgewählten Frau, Kinder zu zeugen und somit den Fortbestand der Sirianer zu sichern. Schade nur, dass nicht jeder Plan immer so läuft wie er sollte und auch hier gibt es eine entscheidende Schwierigkeit: Das Ziel selbst. Denn die abgehobene Schauspielerin Angelina Russo hält so gar nichts von Familie. 

Amanda Frost legt in ihrer Geschichte einen sehr umgangssprachlichen Schreibstil an den Tag, welcher eine lockere Stimmung in der Geschichte schafft und zugleich einen extremen Kontrast zu den beschriebenen Sirianern bildet. Im Verlauf der Geschichte wird Rafael also mit den Dialekten und der Umgangssprache der Menschen konfrontiert, was zwar als problematisch benannt wird, aber dann plötzlich gar kein Problem mehr darstellt. Leider war es ein bisschen unglaubwürdig, dass der Sirianer einerseits nur Ahnung der grundlegenden Sprache haben soll und dann auf der anderen Seite dermaßen umgangssprachlich spricht, wie es nicht mal viele Menschen tun würden. 

Rafael selbst ist von seinem Verhalten eher der kindliche Typ. Sein Wissensdurst und seine Neugier sind hier zwar absolut angebracht und verständlich, jedoch schlägt er immer ein bisschen über die Stränge und während er die Welt der Menschen entdeckt und versucht bei Angelina zu landen wirkt er durch sein Handeln viel mehr wie ein not-geiler Teenager. Auch, dass er seiner Nachbarin, und zugleich Assistentin seines Zielobjektes, Valerie bis zu einem gewissen Punkt gar keine Aufmerksamkeit schenkt und dann plötzlich absolut interessiert an ihr ist macht es schwierig diesen Sirianer ernst zu nehmen. In seinem sehr sprunghaften Verhalten ist nur wenig Erwachsenes zu finden und so wirkt er eher wie ein sehr oberflächlicher Möchtegern-Player, denn ein reifer, junger Mann der bereit ist eine Familie zu gründen. Leider macht all dies Rafael sehr unsympathisch, was er erst gegen Ende der Geschichte ein wenig zu kippen vermag. 

Valerie hingegen ist eine sehr bodenständige junge Frau, die weder abgehoben, eitel oder eingebildet auftritt. Sie ist ein netter, liebevoller und hilfsbereiter Mensch und verdient vor allem eines: Glück. Wie sie sich jedoch in Rafael verlieben konnte ist mir bis jetzt ein Rätsel, da er wie bereits genannt einfach wenig wirklich liebenswertes an sich hat. Dass zwischen den beiden eine gewisse sexuelle Anziehung besteht kann man jedoch nicht abstreiten, denn trotz allem sind beide Protagonisten attraktive junge Leute und die sexuelle Anziehung wird sehr glaubwürdig beschreiben. 

Besonders enttäuscht war ich von den wenigen Unterschieden zwischen der Erde und Siria und den Menschen und Sirianern. Es gibt auf dem fernen, fremden Planeten nicht nur das selbe Aussehen wie auf der Erde, sondern auch Tennis, Fußball und Familien. Keine prägnanten Unterschiede. Es ist eigentlich alles gleich bis auf eine bessere Technik und ein paar extra Fähigkeiten der Sirianer - die jedoch keine besonders große Rolle zu spielen scheinen. Was es allerdings auf Siria gibt sind Mondbären und im ersten Moment war ich vollkommen verzückt um dann enttäuscht festzustellen, dass diese zwar erwähnt werden und Rafaels Mondbär auch einen kleinen Gast-Auftritt hat, aber auch diese süßen Viecher einfach keine weitere Rolle spielen. 

Insgesamt war Gib mir meinen Stern zurück zwar für eine kurze Zeit unterhaltsam, jedoch nicht perfekt. Da Rafael mit seiner Sprunghaftigkeit meinen Männergeschmack nicht treffen konnte, hinterließ er nun auch keinen bleibenden Eindruck. Aber besonders schade ist, dass es hier keine maßgebende - und vielleicht auch hinderliche - Außerirdische Eigenschaft gab, die Sirianer so besonders machten. 

3/5 Sternen

Informationen zum Buch
Autor: Amanda Frost
Taschenbuch: 374 Seiten
Preis: 9,99 €
Kindle: 3,99 €

Informationen zur Reihe
1. Gib mir meinen Stern zurück
2. Sei mein Stern
3. So fern wie ein Stern