2/08/2012

Abby Cooper 02. Mörderische Visionen - Victoria Laurie

Kurzbeschreibung

Um einem Freund einen Gefallen zu tun, legt Abby Cooper bei einer griechischen Hochzeit das Tarot. Dabei erregt sie die Aufmerksamkeit des Brautvaters, der ein berüchtigter Mafiaboss ist. Er will, dass Abby seine Frau Dora wiederfindet, die vor einiger Zeit verschwunden ist. Darüber hinaus treibt in der Stadt ein Vergewaltiger sein Unwesen, und die Polizei bittet Abby um ihre Hilfe bei den Ermittlungen. Und als sei das alles noch nicht genug, hat Abbys Geliebter, der attraktive Polizist Dutch, eine neue und ausnehmend hübsche Partnerin zugeteilt bekommen, die es offenbar darauf abgesehen hat, ihm den Kopf zu verdrehen.

 

Autor

Victoria Laurie lebt in Austin, Texas und arbeitet als professionelles Medium.

(Quelle: Amazon.de)

Fazit

Dass es im Abbys Leben nur wenig normales gibt ist spätestens nach dem ersten Kapitel des ersten Bandes Glasklar. Und genau so geht es auch jetzt weiter und neben Beziehungsproblemen, einen neuen Fall der Polizeig und einem brennenden Haus, gerät Abby auch noch mit der hiesigen Mafia in Kontakt. Wirklich albtraumhaft!

Etwa zwei Monate sind vergangen und Dutch, Abbys neuer sexy Freund, hat mitlerweile seine Ausbildung zum FBI Agenten abgeschlossen und kehrt nach hause zurück. Doch statt des romantischen, geplanten wiedersehens läuft alles schief, denn Dutch tritt in ein Fettnäpchen nach dem anderen und so ist klar, dass Abby - impulsiv wie sie eben ist - einfach explodiert. Ich kann genau nachvollziehen wie Abby sich gefühlt hat, als Dutch ihr seinen neuen FBI-Partner, bei ihrem ersten Treffen seit Wochen, vorstellt und sich herausstellt, dass Joe keinesfalls ein Mann ist, sondern eine langbeinige, vollbusige Schönheit. Dass diese Dutch dann auch noch unverfrohren auf den Hintern starrt ist Abby bereits kurz vor'm Explodieren. Dass dann auch noch zufällig zur Sprache kommt, dass die beiden FBI-Agenten schon am Abend zu einem Undercovereinsatz aufbrechen werden und dort als Paar Auftreten werden sieht Abby Cooper nur noch rot! All das mit einer Priese von "Dutch-schämt-sich-dafür-dass-ich-ein-Medium-bin" lässt sie schließlich völlig ausrasten und schon ist das Beziehungsproblem komplett.

Ich kann Abby absolut verstehen, wenn sie sich so über Dutch aufregt und ich saß in Gedanken als kleiner Ansporn auf ihrer Schulter und habe sie angefeuert, "Gib's ihm, Schwester!".

Und ab diesem Zeitpunkt scheint alles schiefzulaufen ... und doch findet Abby eine Ablenkung darin der Polizeit dabei zu helfen einen Vergewaltiger zu finden. Doch auch das läuft nicht so wie sie es sich vorstellt. Als sie dann auch noch eine "höfliche" Einladung des Don der griechischen Mafia erhält geht das Chaos er richtig los.

Ich war wieder einmal wirklich begeistert von den Geschehnissen die auf Abby einschießen, so schlimm sie auch sind. Die Verstrickungen, gemischt mit Abbys Hellseherischen Fähigkeit, ergeben eine würzige Mischung. Und trotz der Tatsache, dass es manchmal wirklich danach klingt als sei alles ein Haufen verworrener Geschichten, ergibt alles am Ende ein Gesamtbild, welches die Autorin, Victoria Laurie, geschickt zusammenknüpft. 


Durch Abby erlebt der Leser eine komplette Achterbahn der Gefühle. Es mischen sich Wut mit Angst, Trotz mit Mut! Und auch wenn man hier nicht wirklich von einer Liebesgeschichte reden kann erlebt der Leser wie sehr Abby doch in Dutch verliebt ist.

Der flüssige Schreibstil gepaart mit dem wunderbaren Humor hat die Autorin es wieder einmal geschafft mich voll und ganz zu überzeugen. Auch wenn ich mir gewünscht hätte, dass Dutch weniger im Hintergrund agiert hätte, hat genau das doch wieder einmal meine Neugierde geweckt und so werde ich sicherlich schon bald zum nächsten Band greifen.

Ohne Frage verdient dieser zweite Band 5/5 Sternen.


 
Informationen zur Reihe
1. Detektivin mit 7. Sinn
2. Mörderische Visionen
3. Hilfe aus dem Jenseits

Informationen zum Buch
Autor: Victoria Laurie
Broschiert: 358 Seiten
Verlag: Egmont LYX
Preis: 9,99 €

2/05/2012

Avalon 01. Rosendorn - Jenna Black

Kurzbeschreibung

"Ich heiße Dana, und bevor ich nach Avalon gekommen bin, wusste ich nicht mehr über diese Stadt, als dass sie der einzige Ort auf der Erde ist, an dem sich die Feen- und die Menschenwelt überschneiden. Na ja, okay, den ganzen langweiligen Kram zur Geschichte habe ich in meinem Reiseführer auch überblättert. Aber inzwischen könnte ich selbst einen Reiseführer mit ein paar verdammt nützlichen Tipps schreiben: 1. Richtet euch darauf ein, dass ihr ein paar besondere Fähigkeiten entwickeln könntet und deshalb plötzlich zur meistgesuchten Person in Avalon werdet. 2. Packt unbedingt fluchttaugliches Schuhwerk ein. Und besonders wichtig: 3. Verliebt euch ja nicht in einen atemberaubend gutaussehenden Feenjungen! Denn wenn etwas zu gut scheint, um wahr zu sein, dann ist es das auch …"

(Quelle: Amazon.de)

Klapptext

EINE GEHEIMNISVOLLE STADT
Auf der Suche nach ihrem Vater kommt Dana nach Avalon - dem einzigen Ort auf der Erde, wo sich Feen- und Menschenwelt überschneiden.

EIN HEIMTÜCKISCHER VERRAT
DAs Willkommen in Avalon ist jedoch alles andere als herzlich: Dana wird gefangen genommen - von ihrer eigenen Tante.

EINE RISKANTE LIEBE
Ihr einziger Verbündeter ist der gefährlich gutaussehende Feenjunge Ethan. Doch kann Dana ihm wirklich vertrauen?

Autor

Jenna Black studierte Anthropologie und Französisch an der Duke University in North Carolina. Sie arbeitete in unterschiedlichen Berufen, bevor sie als Autorin erfolgreich wurde. »Rosendorn« ist ihr erster Jugendroman. Mehr erfahren Sie im Internet unter: www.jennablack.com

Fazit


Durch das kontrastreiche Cover von roten Blütenblättern auf schwarzem Hintergrund bin ich auf das Buch aufmerksam geworden und schon die Kurzbeschreibung hat mich zum schmunzeln gebracht. Da wollte ich doch natürlich wissen, was hinter diesem schönen Cover steckt.

Dana, die Protagonistin, lebt bei ihrer Alkoholabhängigen Mutter und weiß schon seit klein auf, dass sie halb Fee und halb Mensch ist. Dass ihre Mutter sie so weit wie irgend möglich von ihrem Vater fernhalten will ist also kein Geheimnis, doch nach all den Jahren hält Dana die Schnapsvernebelten Ausreden und Lügen ihrer Mutter nicht mehr aus und will endlich ihren Vater kennenlernen und wenn möglich auch gleich bei ihm wohnen. Also nimmt sie Kontakt zu ihm auf und reist nach Avalon ...

Avalon an sich ist ein sehr interessanter Ort. Er befindet sich bei London und dennoch ist Avalon ein eigenes Land - wenn man so will. Dort gelten nicht alle Gesetze der Menschen, denn oft ist es schwierig Feen unter diese Gesetze zu zwingen. Als einziger Ort der Welt, wo sich Faerie - das Feenreich - mit der Menschenwelt kreuzt hat die Stadt auch ein eigenes Politisches System, welches ausgewogen von Menschen und Feen gebildet wird. Und in diesem Politischen System befindet sich auch Danas Vater. Was sie nicht ahnt ist, dass sie selbst als Halbwesen von größtem politischem Interesse ist.

Die Geschichte ist sehr spannend aufgebaut, denn sobald Dana in Avalon ankommt, gehen die Turbulenzen los. Erst nimmt ihr Vater sie nicht in Empfang, weil er im Gefängnis sitzt, dann wird sie von ihrer scheinbar netten Tante Grace in eine Zelle gesperrt und schließlich von den Geschwistern Kimber und Ethan wieder entführt - oder gerettet, wenn man so will.

Da Dana schon seit Jahren viel auf sich selbst gestellt ist, Rechnungen bezahlt und die Miete überweist - da ihre Mutter jedes Mal im delirium liegt - sollte man meinen, dass sie eine sehr erwachsene Persönlichkeit ist. Und, ja, irgendwie ist sie das auch. Alleine, dass sie den Mut aufbringt alleine nach Avalon zu reisen ist ein großer Schritt. Dennoch zeigt Danas Charakter im laufe des Buches immer wieder, dass sie keinesfalls so erwachsen ist wie sie es gerne hätte, denn auch sie hat mit typischen Teenagerproblemen zu kämpfen. Und, dass sie absolut keinerlei erfahrungen mit Jungs hat und schon bei den kleinsten Flirtereien von Ethan - einem Feenjungen - jedes Mal rot wie eine Tomate wird geht ihr mehr als nur gegen den Strich.

Ethan ist der typische Draufgänger. Er scheint Interesse an Dana zu haben, doch durch all die Geschehnisse ist Dana sich einfach nicht mehr sicher was sie ihm glauben soll bzw. kann, da er mehr wie einmal ihr Vertrauen missbraucht und sie belügt. Doch auch seine Schwester Kimber ist nicht besser, denn auch sie ist in diese Geschehnisse involviert und auch, wenn sie wie eine Freundin wirkt belügt auch sie Dana, sodass diesen Vertrauensverhältnis ebenfalls schneller zerstört wird als beiden Mädchen liebt ist.

Der Schreibstil der Autorin, Jenna Black, ist sehr flüssig und ich hatte keinerlei Probleme "Rosendorn" recht schnell durchzulesen. Dabei macht es richtig Spaß Danas Abenteuer in der Ich-Form mitzuerleben und gleichzeitig bei ihrem Sarkasmus hautnah dabei zu sein. Mehr als einmal musste ich herzlich lachen, denn Dana bringt oftmals einfach genau die richtigen Erwiederungen ein.
Dass sich die Ereignisse immer wieder überschlagen und Dana mehr als nur einmal in Gefahr gerät lässt den Leser von anfang an mitfiebern und auf ein gutes Ende hoffen und auch, wenn sie und Ethan am Ende scheinbar wieder quitt sind und auch Kimber zu einer guten Freundin wird, frage ich mich doch wie es nun weitergeht, nachdem die ersten Schocks überwunden sind.

Wer in diesem Buch eine Liebesgeschichte erwartet wird leider enttäuscht werden. Dana und Ethan nähern sich zwar ein wenig an, aber hier ist lediglich von einem heißen Flirt zu sprechen, als von Liebe, dennoch lässt die Autorin viel Raum für die Fortsetzung und soweit ich das beurteilen kann ist "Rosendorn" lediglich die Vorbereitung auf eine größere Geschichte. Auch was Dana und die Liebe betrifft.
Und auch wenn sie unter Ethans heißen Blicken fast dahin schmilzt, wirft ihr auch ihr sexy Gothic Trainer für Selbstverteidigung - Kaenan - scheinbar interessierte Blicke zu. Auch wenn diese nicht so auffällig beschrieben werden.

Mit viel Action startet dieser Auftakt der Avalon-Reihe. Und auch ohne eine richtige Liebesgeschichte und lediglich ein paar Flirts kommt Dana - halb Fee, halb Mensch - ganz schön in's schwitzen sowie sie in's Visier der Feenpolitik gerät. Ich halte dies für einen gelungenen Start, auch wenn einiges weitaus besser hätte ausgearbeitet werden können, dennoch ist das Potential zu einer spektakulären Feen-Geschichte durchaus vorhanden.

Ich gebe diesem Roman 4/5 Sternen.



Vielen Dank an den PAN Verlag für dieses Rezensionsexemplar.

Informationen zur Reihe
1. Rosendorn

Informationen zum Buch
Autor: Jenna Black
Broschiert: 400 Seiten
Verlag: PAN Verlag
Preis: 14,99 €

2/04/2012

The Wolves of Mercy Falls 01. Nach dem Sommer - Maggie Stiefvater

Kurzbeschreibung

Jeden Winter wartet Grace darauf, dass die Wölfe in die Wälder von Mercy Falls zurückkehren – und mit ihnen der Wolf mit den goldenen Augen. Ihr Wolf. Ganz in der Nähe und doch unerreichbar für sie, lebt Sam ein zerrissenes Leben: In der Geborgenheit seines Wolfsrudels trotzt er Eis, Kälte und Schnee, bis die Wärme des Sommers ihn von seiner Wolfsgestalt befreit. In den wenigen kostbaren Monaten als Mensch beobachtet er Grace von fern, ohne sie jemals anzusprechen – bevor die Kälte ihn wieder in seine andere Gestalt zwingt. Doch in diesem Jahr ist alles anders: Sam weiß, dass es sein letzter Sommer als Mensch sein wird. Es ist September, als Grace den Jungen mit dem bernsteinfarbenen Blick erkennt und sich verliebt. Doch jeder Tag, der vergeht, bringt den Winter näher – und mit ihm den endgültigen Abschied.

(Quelle: Amazon.de)

Autor

Maggie Stiefvater, geboren im November 1981 in Virginia, verlebte eine nach eigenen Worten sehr chaotische aber sehr kreative und musisch geprägte Kindheit und Jugend. Nach dem College versuchte sie u.a. als Kellnerin und Zeichenlehrerin beruflich Fuß zu fassen. Doch sehr bald schon meldeten sich ihre kreativen Talente und verlangten, ausgelebt zu werden - zunächst als Musikerin und Songwriterin, dann zunehmend als bildende Künstlerin. Für ihre künstlerischen Arbeiten wurde sie inzwischen mit einigen wichtigen Preisen ausgezeichnet. Seit 2007 hat sich Stiefvater aufs Schreiben konzentriert und zählt inzwischen zu den erfolgreichsten Autorinnen der Romantasy.

(Quelle: www.maggiestiefvater.de)

Fazit

Bei der Geschichte um Grace und Sam handelt es sich einmal um eine etwas andere Werwolfgeschichte, denn die Wölfe in Mercy Falls verwandeln sich keinesfalls bei Vollmond, sondern es ist jahreszeitenabhängig. Sobald es zu kalt wird, zwingt es die "infizierten" Menschen in Wolfsgestalt und sobald es Frühling bzw Sommer wird und die Temperaturen angenehmer werden, werden die Wölfe wieder zu Menschen. So auch Sam! Doch nach etlichen Jahren bleiben die Werwölfe in ihrer Wolfsgestalt und auch Sam weiß, dass dies sein letztes Jahr sein wird.

Nach dem Sommer wird dominiert vom Zwischenmenschlichen Geschehen. Grace und ihre beiden besten Freundinnen leben sich scheinbar immer mehr auseinander, für ihre Eltern ist sie weiterhin scheinbar unsichtbar und endlich lernt endlich Sam kennen - als Mensch.
Es scheint etwas merkwürdig zu sein, dass Grace direkt akzeptiert was Sam ist, allerdings ist dies unvermeidbar. Nachdem sie vor sieben Jahren von den Wölfen in den Wald gezerrt wurde und Sam sie gerettet hat, kann sie seine Augen nicht vergessen und sie erkennt genau diese Augen in dem Wolf wieder den sie seit daher am Waldrand beobachtet - und der sie beobachtet. Kein Wunder also das Grace total vernarrt in die Wölfe ist.

Das erste Zusammentreffen der beiden ist eher ungewöhnlich, denn er liegt eines Tages mit einer Schusswunde auf ihrer Verander, dennoch ist ihr direkt klar wer er ist. Und auch Sam erkennt Grace wieder und kann sich von nun an nicht mehr von ihr fernhalten, wie er es all die Jahre tat.
Die annäherungen der beiden sind echt super süß, wobei Sam immer recht schüchtern ist und Grace viel mehr Initiative zeigt als ihr auf den ersten Blick zuzutrauen ist. Doch wie die beiden sich immer näher kommen, und sich ohne den jeweils anderen absolut unvollständig fühlen, beschreibt Maggie Stiefvater einfach sensationell gut. Es ist als würde man selber die erste große Liebe (nochmals) erleben und fühlt Grace Schmetterlingt im Bauch quasi mit.

Doch es geht nicht nur um die Liebesbeziehung der beiden, auch wenn diese den großteil der Geschichte einnimmt. Auch wenn der Leser hier niemals den großen Showdown oder viel Action erwarten kann, ist das Geschehen gegen Ende doch auf eine Sache fixiert: Gibt es möglicherweise ein Heilmittel? Und wie lange kann Sam der kälte noch trotzden bevor er entgültig und unwiederruflich zum Wolf wird?

Mit einem einfachen und zielgerichteten Schreibstil vermittelt die Autorin eine allgegenwärtige Trauer und unterschwellige Angst. Denn so schön die Liebe der zwei auch ist, wissen sie doch, dass sie die unvermeidlich letzte Wandlung von Sam nicht verhindern können. Oft ist es einfach nur herzzerreißend wie sehr sich Grace an ihre Hoffnung klammert, während Sam sich Stück für Stück seinem Schicksal stellt.

Eine innovative Idee von Sommer und Winter, Menschsein und Wolfsein, Liebe und Verlustängste sowie eine solch starke Hoffnung, dass es dem Leser wirklich zu herzen geht. Eine wunderschöne Liebesgeschichte verpackt in hinter einem hübschen Cover mitsamt einzigartiger Titel-Idee. Wer sich emotional gerne einmal mitreißen lassen möchte sollte diese Geschichte einfach lesen.

Ich gebe 5/5 Sternen.

 
Informationen zur Reihe
1. Nach dem Sommer
2. Ruht das Licht
3. In deinen Augen (Sept 2012)

Informationen zum Buch
Autor: Maggie Stiefvater
Broschiert: 423 Seiten
Verlag: script 5
Preis: 18,90 €

2/03/2012

All Souls Trilogie 01. Die Seelen der Nacht - Deborah Harkness

Kurzbeschreibung

Eine Liebe, stärker als das Leben selbst ...

Diana Bishop ist Historikerin mit Leib und Seele. Dass in ihr zudem das Blut eines uralten Hexengeschlechts fließt, versucht sie im Alltag mit aller Kraft zu ignorieren. Doch als Diana in der altehrwürdigen Bodleian-Bibliothek in Oxford ein magisches Manuskript in die Hände fällt, kann sie ihre Herkunft nicht länger verleugnen: Hexen, Dämonen und Vampire heften sich an ihre Fersen, um ihr das geheime Wissen zu entlocken – wenn nötig mit Gewalt. Hilfe erfährt Diana ausgerechnet von Matthew Clairmont, Naturwissenschaftler, 1500 Jahre alter Vampir – und der Mann, der Diana bald schon mehr bedeuten wird als ihr eigenes Leben …

(Quelle: Amazon.de)

Informationen zur Autorin *klick*

Fazit


Was letztendlich wirklich in diesem Buch steckt verraten weder der Klapptext, noch die ersten paar Kapitel und genau das ist es was mir mit eine Begeisterung entlockt, die ich nur selten erfahre. Wer damit rechnet in diesem Buch eine altbekannte Hexen und Vampirgeschichte zu finden, der sollte es selber einmal lesen, denn es steckt so viel mehr darin!

Eine mächtige, sture Hexe trifft auf selbigen Vampir. Dennoch weiß Diana selber nicht was für Macht ihr zur Verfügung steht. Sie macht sehr deutlich, dass man nicht unterdrücken kann, was man ist, so sehr man es auch versucht, denn sie versucht wirklich alles wie ein normaler Mensch - eine normale Historikerin - zu leben und genau das scheint auch zu funktionieren. Meint sie jedenfalls.
Matthew ist da ganz ähnlich: Er ist ein Aushängeschild für Konzentration, Kontrolle und Ehrgeiz. Damit beweist der Vampir, dass er Diana gar nicht so unähnlich ist, denn auch sie zählt diese zu ihren ausgeprägten Charakterzügen. Nur in Geduld kann sich die Hexe schlecht üben, wohingegen Matthew sehr oft zeigt, dass er doch alle Zeit der Welt hat.
Der GeheimnisKRÄMER, weniger der GeheimnisVOLLE, Vampir wird dadurch gestützt, dass nur wenige Stellen aus Mathews Perspektive erzählt werden. Aber genau diese wenigen Stellen sind ausschlaggebend um ein Verständnis für diesen Charakter zu entwickeln, denn gerade zu Beginn wirkt eher wie ein düsterer Schurke denn ein Engel der Nacht.

Somit werden vor allem die unterschiedlichen Lebensspannen von Hexe und Vampir deutlich. Doch es ist egal wie lange jemand lebt, es kann dennoch Gemeinsamkeiten geben. Und genau das lernen Matthew und Diana mit einer Anziehungskraft, der keiner von beiden entkommen kann.
Auch zeigen sich gerne Gemeinsamkeiten in der Vergangenheit, so traurig sie auch sein mögen, wie zum Beispiel der Verlust eines oder beider Elternteile. So ist es ein einfaches für den jeweils anderen Verständnis zu zeigen und zu verstehen wie sehr ein solcher Verlust prägt.

Die Liebesgeschichte von Matthew und Diana ist wirklich wunderschön beschrieben. So wird beispielsweise nichts überstürzt: Ist es ein Kuss oder gar körperliche Annäherung, denn der Vampir gibt sich sehr "altmodisch" und beginnt damit um Diana zu werben wie man es schon damals tat. Die beiden fühlen sich zwar direkt zueinander hingezogen, dennoch dauert es, bis sie letztendlich zusammenkommen. Aber auch sexuelle Spannungen kommen immer wieder auf, dennoch kommt dieser Band komplett ohne den Akt aus, womit das süße Verlangen zwischen den beiden noch erhöht wird.
Oftmals erinnerte mich diese Liebesgeschichte entfernt an das Konzept von Romeo und Julia, denn im Grunde ist es eine verbotene Liebe. Denn eine Kongregation aus Dämonen, Hexen und Vampiren beschloss vor langer Zeit ein Gesetz, welches eine Verbindug unterschiedlicher Wesen miteinander verbot um die Aufmerksamkeit der Menschen nicht auf sich zu ziehen.

Der Schreibstil von Deborah Harkness zeichnet sich vor allem durch Detailreiche aus. Ich finde die Tatsache, dass alles bis in's kleinste Detail beschrieben und ausgearbeitet ist sehr angenehm. Ist es das Anwesen von Sept-Tours (Matthews zu hause), die Yoga-Stunden, Dianas Studie der Manuskripte oder auch Dianas entdeckung ihrer Kräfte im vollem Umfang. Die Autorin schafft von allem ein überaus klares Bild, sodass der Leser sogar weiß wie Matthew duftet oder gar wie sich eine Hexenflut anfühlt.

Auch die Antagonisten, welche zahlreich vorhanden sind, habe ich sehr in's Herz geschlossen. Sie sind alle sehr unterschiedlich: Sie haben eben einfach Charakter. Und auch, wenn sie nur Nebenrollen einnehmen, so sind beispielsweise Matthews Vampirische Mutter Ysabeu und deren Haushälterin ebenso lebendig dargestellt wie die Protagonisten. Jedoch stellen sie diese nicht einmal annähernd in den Hintergrund.

Alles was in diesem Buch geschieht geht über das normale Pensum eines durschnittlichen Roman hinaus. Ich hatte letztendlich das Gefühl mehr wie nur ein Buch gelesen zu haben, denn die Entwicklungen die sowohl Diana als auch Matthew machen, machen sie zu offensichtlich anderen Charakteren wie die, die sie noch zu Beginn des Buches waren.

Eine Hexe die ihre magischen Fähigkeiten verleugdnet, ein Vampir mit leidenschaftlich ausgeprägtem Beschützerinstinkt, ein magisches Manuskript und doch so viel mehr. Ein Leseerlebnis, das ich definitiv nicht missen möchte und eine Detailreiche, ohne langatmig zu werden, die sich so nicht allzu oft findet.

Ich gebe diesem wunderschönen Werk 5/5 Sternen und erwarte sehnsüchtig die Fortsetzung!


 
Vielen lieben Dank an den Blanvalet Verlag für dieses Rezensionsexemplar.

Informationen zur Reihe
1. Die Seelen der Nacht
2. Shadow of Night (Juni 2012)

Informationen zum Buch
Autor: Deborah Harkness
Broschiert: 800 Seiten
Verlag: Blanvalent Verlag
Preis: 19,99 €

2/02/2012

Ein Buch, dass ...

... mich mit jeder Seite, emotional, total mitgerissen hat. Meine Tränenschleusen geöffnet hat, sodass ich nicht anders konnte als nur zu weinen! Ein richtig trauriges, gänsehautbringendes, unvorhersehbares, verlustvolles, herzzerreißendes Schicksal.

Vor etwa 2 1/2 Jahren, ich weiß es noch genau, war ich während meines Urlaubs im Sommer bei meiner Mama zu hause und habe mich zur Erholung auf dem Balkon gesuhlt und natürlich, wie soll es anders sein, ein Buch nach dem anderen verschlungen. Und so kam es, dass mir auf einmal all meine mitgenommene Urlaubslektüre ausging. Was nun? Ich maschiere also in den Nahegelegenen, umfangreich ausgestatteten, Supermarkt. 
Auch schon vor 2 1/2 Jahren war es schon so, dass bei einer mageren Auswahl, wie sie in einem Supermakt zu finden ist, scheinbar mit all den Büchern bestückt ist, die ich sowieso schon gelesen habe. Dann fiel mir ein besonderes Cover auf ... nahm das Buch in die Hand ... las den Klapptext ... und bekam eine absolute Gänsehaut! 

Natürlich möchte ich euch diesen Schatz aus meinem Bücherregal nicht vorenthalten und möchte es euch einmal vorstellen. Ben Bennett hat hier ein fantastisches Buch geschrieben und es ist 368 Seiten absolut Wert zu lesen. 


Solange es Wunder gibt
Ben Bennett

Sie spürt die Küsse des Mannes, den sie seit Kindertagen kennt und liebt wie niemanden sonst auf der Welt. Er nimmt ihre Hand und zieht sie fort mit sich zu ihrem Lieblingsplatz am Meer. Ein Tag am Strand mit dem Liebsten - das vollkommene Glück. Allein ein Rettungshubschrauber stört die Stille. Und plötzlich fällt Alexandra auf: Nur ihre eigenen Füße hinterlassen Spuren im Sand ...