1/07/2018

Mondprinzessin - Ava Reed

Kurzbeschreibung

Lynn bemerkt an ihrem Geburtstag, wie sich auf der Haut ihres Unterarms ein Sternenbild abzeichnet. Die einzelnen Punkte leuchten und Lynn versucht verzweifelt, sie zu verstecken. Als nicht nur die Sterne auf ihrem Arm, sondern auch sie selbst zu leuchten beginnt, ist nichts mehr, wie es war. Dunkle Schatten jagen sie die Wächter des Mondes. Und sie begegnet Juri, der ihr erzählt, sie sei eine Prinzessin kein Waisenkind. Trotz Lynns Unglauben folgt sie dem Mondkrieger und stellt sich ihren Verfolgern. Juri verliebt sich in Lynn, doch sie ist einem Prinzen bestimmt und nicht ihm.

Fazit

Mondprinzessin kommt mit einer wundervollen Aufmachung daher und überzeugt auf Anhieb nicht nur mit dem Titel sondern auch rein optisch. Ich hatte vorher schon viel positives über die Geschichte vernommen und so landete die Geschichte von Lynn auf meiner Wunschliste und nun auch in meinen Händen. 
"Es tut mir leid."
Überrascht sehe ich ihn an. "Die Worte müssen sich wie Säure ihren Weg aus deinem Mund gebahnt haben."
"Du hast ja keine Ahnung."
(S. 107)

Die Kapitel beginnen immer mit einem Spruch oder einer Art Zitat, was mich persönlich immer anspricht. Ich bin ein Fan von kurzen Weisheiten vor einem Kapitel und umso besser ist es, wenn sich diese auch tatsächlich inhaltlich wiederfinden lassen. So ist es auch hier der Fall und Mondprinzessin konnte das erste Mal bei mir punkten. Erzählt wird das alles aus unterschiedlichen Perspektiven, wohingegen Lynn als Protagonisten natürlich im Mittelpunkt steht. Ab einem gewissen Punkt kommen dann die Gedanken und Gefühle von Juri hinzu. Eher selten, aber doch gut platziert bekommen wir einen kurzen Einblick in Gedanken von Lynns unbekanntem Widersacher, was zwar erahnen lässt, dass es hier auf einen bestimmten kritischen Moment hinauslaufen wird, aber nicht, was passieren wird. Da die Geschichte außerdem in recht kurzen Kapiteln verfasst wurde, fliegen die Seiten nur so dahin und machen das Buch somit zu einem perfekten Nachmittagsschmöker. 

Die Idee hinter all dem gefiel mir recht gut. Menschen und Sternenkinder. Zwei Welten, so ähnlich und doch grundverschieden. Allerdings hatte ich mit Lynn ein paar Schwierigkeiten, denn sie zeigt sich oft sehr kindlich. Allerdings darf erwähnt werden, dass sie ja nun gerade erst 17 Jahre alt geworden ist und ich denke, mit 17 Jahren ist ein naives, kindliches, launisches Verhalten beizeiten doch zu verzeihen. Juri hingegen fand ich von Anfang an echt klasse. Sympathisch, beherrscht und doch nicht unnahbar und eben ein wundervoller Mädchenschwarm und Mondkrieger. Natürlich gibt es noch andere Personen, die hier mitmischen, aber besonders Erwähnenswert sind die Schutzgeister der Sternenkinder, denn ich finde die Idee wahnsinnig Süß und es gibt der Geschichte nochmal einen schönen magischen Kick - wenn man so will. Ein Waschbär, ein Luchs, ein Salamander, ein Pferd, ... in leuchtendem Mondlicht und sie können sprechen. Herrlich, oder?!

Recherchen beim Verlag haben mir schon gezeigt, dass es einen weiteren Band "Mondlichtkrieger" geben wird und ich war mir bis Ende der Geschichte nicht ganz klar, ob ich diesen zweiten Band denn lesen möchte. Und ich muss sagen: Die Geschichte endet zwar hier, aber ich muss unbedingt Band 2 lesen! 

Mondprinzessin ist ein wundervoller, süßer und unterhaltsamer Roman voller guter Ideen und er lässt sich richtig schön mal zwischendurch an einem Nachmittag lesen. Das überraschende Ende macht das ganze umso interessanter. Ich freue mich auf eine weitere Geschichte aus der Feder von Ava Reed.

4/5 Sternen

Informationen zum Buch
Autor: Ava Reed
Verlag: Drachenmond Verlag
Taschenbuch: 252 Seiten
Preis: 12,00 €
Ebook: 3,99 €

Informationen zur Reihe

 

Es gibt nur zwei Arten der Einsamkeit. Die eine, die wir uns selbst aussuchen, und die andere, die wir nicht änder können. Egal, welche uns umgibt, das wirklich Schlimme daran ist, dass wir uns viel zu schnell an sie gewöhnen. 
(S. 23)

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