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11/25/2017

Zeitenzauber 02. Die goldene Brücke - Eva Völler

Kurzbeschreibung

Nachdem Anna sich dem Geheimbund der Zeitwächter angeschlossen hat, lässt das nächste Abenteuer nicht lange auf sich warten. Mitten in ihrer Abiturprüfung ereilt sie eine Schreckensnachricht aus Paris: Sebastiano ist verschollen - und zwar im 17. Jahrhundert! Anna begibt sich auf eine gefährliche Reise und findet ihren Freund tatsächlich in Paris wieder. Doch es gibt ein neues Problem: Er hält sich für einen Musketier und hat keine Ahnung, wer Anna ist. Schafft sie es, seinem Gedächtnis auf die Sprünge zu helfen?

Fazit

Ich habe mich sehr auf den zweiten Band der Zeitenzauber-Reihe gefreut und habe mich wahnsinnig auf mehr von Anna und Sebastiano gefreut. Was genau ich "mehr" wollte, wusste ich jedoch nicht, bis ich "Die goldene Brücke" vor mir hatte und etwas enttäuscht feststellen musste, dass Sebastiano sich nicht an Anna erinnert. Frustriert, ebenso wie die Protagonistin, sind wir gemeinsam dem Kerl hinterhergelaufen.

Die Geschichte an sich war wirklich nicht schlecht. Mir gefiel das Setting der Paris 1625 sehr gut und vor allem die Geschichte um die Musketiere hat man in der Regel schon einmal am Rande gehört. Leider gab es dieses Mal keine Vertiefung der Beziehung zwischen Anna und Sebastiano, weil die er sich einfach nicht an sie erinnert. Zu erleben wie Anna wieder um die Liebe ihres Freundes kämpft war etwas frustrierend, denn das hatten wir doch gerade erst, oder? Wie das ganze jedoch umgesetzt wurde, gefiel mir recht gut. Zwar spielten die Nebenfiguren in Paris nicht eine solch starke Rolle, wie in Venedig (Band 1), dennoch waren interessante Figuren dabei.

Ein wenig genervt war ich ebenfalls von Annas notorischer Fallsucht. Mal ehrlich: Wie gewollt tollpatschig kann ein Mensch sein?! Dass sie immer, wenn es der Geschichte möglicherweise gelegen kommt, Bekanntschaft mit dem Asphalt macht ist irgendwann nicht mehr unterhaltsam, nicht mehr witzig und nicht mehr charmant. Es ist ab einem gewissen Punkt unglaubwürdig und nervig. Aber so negativ doch all das klingt ... es war wieder einmal eine wundervolle Zeitreise-Geschichte und ja, Anna hat ihre Macken, aber ich kann sie gut leiden und ja, Sebastiano war nicht er selbst, aber auch das war nur halb so schlimm, wenn man die Geschichte schlussendlich um ganzen betrachtet.

Trotz ein paar nicht so schönen Kleinigkeiten habe ich Paris 1625 geliebt und freue mich mal wieder auf den kommenden Band. Vielleicht habe ich das nächste Mal mehr Glück und die beiden haben ein wenig Gelegenheit sich als Paar dem Leser zur Präsentieren.

4/5 Sternen


Informationen zur Reihe
Autor: Eva Völler
Verlag: Bastei Luebbe
Taschenbuch: 320 Seiten
Preis: 8,00 €
Ebook: 6,99 €

Informationen zur Reihe
1. Die magische Gondel
2. Die goldene Brücke
3. Das verborgene Tor

Weiter geht's mit der Time School
0,5. Der Anfang: Time School
1. Auf Ewig Dein

11/14/2017

Zeitzauber 01. Die magische Gondel - Eva Völler

Kurzbeschreibung


Die 17-jährige Anna verbringt ihre Sommerferien in Venedig. Bei einem Stadtbummel erweckt eine rote Gondel ihre Aufmerksamkeit. Seltsam. Sind in Venedig nicht alle Gondeln schwarz? Als Anna kurz darauf mit ihren Eltern eine historische Bootsparade besucht, wird sie im Gedränge ins Wasser gestoßen - und von einem unglaublich gut aussehenden jungen Mann in die rote Gondel gezogen. Bevor sie wieder auf den Bootssteg klettern kann, beginnt die Luft plötzlich zu flimmern und die Welt verschwimmt vor Annas Augen. 

Fazit

Wahnsinn. Wieso bin ich nur nicht schon früher auf diese Reihe aufmerksam geworden? Sie hat alles was zu einem unterhaltsamen Jugendbuch gehört: Witz, Charme, eine sympathische Hauptperson und eine gesunde Priese Spannung. 

Ich mochte Anna sehr gerne, sie lässt sich nicht unterkriegen, steckt allerdings die Zeitreise auch nicht so leicht weg. Ich meine, hallo? Wer würde das schon? Es macht Spaß mit Anna gemeinsam Venedig zu erkunden, sowohl heute als auch damals. Überraschenderweise kann sich nicht nur Anna fast vorstellen in diesem rückständigen Venedig zu leben, denn die Autorin schafft es auch die düsteren Seiten aufzuzeigen und dennoch Lust auf das historische Dasein der Stadt verführerisch romantisch wirken zu lassen.

Da sich Eva Völlers Welt natürlich nicht nur um Anna dreht, gibt es natürlich noch einen Haufen anderer Charaktere und vor allem Sebastiano spielt eine wichtige Rolle. Er ist der männliche Charakter, der wohl in Annas Leben auch weiterhin eine Rolle spielen wird und ja, es bahnt sich zwischen den beiden etwas an. Alles jedoch ohne gestelzt oder aufgesetzt zu wirken. Es ist nicht zu viel auf einmal, denn die Beziehung zwischen den beiden entwickelt sich langsam und stetig. Das gefiel mir sehr gut, denn nichts ist nerviger als Insta-Love. 

Der Aspekt der Zeitreise gefiel mir auch sehr, sehr gut. Die Regeln sind soweit verständlich und die Autorin baut ein logisches Konstrukt rund um dieses Thema. Natürlich sind auch weiterhin fragen offen, aber da der Zeitzauber zunächst eine Trilogie ist, finde ich es vollkommen in Ordnung, dass hier nicht alles auf einmal offenbart wird. 

Die magische Gondel bietet ein locker leichtes Erlebnis mit sehr viel Witz, Charm und eine guten Portion Zuneigung. Ich bin wirklich sehr begeistert und freue mich bereits, gemeinsam mit Anna und Sebastiano, neue Abenteuer in den kommenden Bänden zu erleben. 


5/5 Sternen

Informationen zur Reihe
Autor: Eva Völler
Verlag: Bastei Luebbe
Taschenbuch: 336 Seiten
Preis: 8,00 €
Ebook: 6,99 €

Informationen zur Reihe
1. Die magische Gondel
2. Die goldene Brücke
3. Das verborgene Tor

Weiter geht's mit der Time School
0,5. Der Anfang: Time School
1. Auf Ewig Dein