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5/12/2015

Mystic City 01. Das gefangene Herz - Theo Lawrence

Kurzbeschreibung

Aria Rose hat mit einem Schlag ihr Gedächtnis verloren. Als sie dann auch noch den gut aussehenden Hunter trifft, ist ihre Verwirrung vollkommen. Auf mysteriöse Weise fühlt sie sich zu ihm hingezogen, doch diese Liebe darf nicht sein. Denn Hunter gehört zu den Mystikern, einer Rebellengruppe mit magischen Fähigkeiten. Sie werden von Arias Familie von jeher unterdrückt. Kaum gibt Aria sich ihren verbotenen Gefühlen hin, entbrennt ein erbitterter Machtkampf in der Stadt und eine dunkle Erinnerung kehrt zurück.

Fazit

Am liebsten würde ich dieses Buch nehmen und mit einer ultimativ dreckigen Lache und epischer Hintergrundmusik durch den Schredder zu jagen. Aber das Cover ist doch ziemlich hübsch und es wäre doch irgendwie schade drum, nicht wahr?

Lange ist es her, dass ich ein so schlechtes Buch gelesen habe. Ein Elterlich inszeniertes Romeo und Julia. Eine offensichtliche Intrige. Offene Feindseligkeit. Und Aria, die's einfach nicht rafft -- obwohl, eigentlich merkt sie schon etwas, nur sie reagiert nicht drauf. Als passive Protagonistin ist Aria ganz großes Kino, schade nur, dass genau einer der Punkte ist, der die Geschichte ultimativ langweilig macht. Obwohl sie die Lügen ihrer Eltern nach und nach durchschaut unternimmt sie einfach NICHTS, kein Wunder also, wenn aus dieser Geschichte eben NICHTS wird. 

Eigentlich weiß ich gar nicht was ich sagen soll, denn ich fand Mystic City einfach nur grottig. Der Prolog verrät zu viel, sodass der Leser von Anfang an mehr weiß als die Protagonistin selbst. Ich habe mich ehrlich gesagt etwas gespoilert gefühlt, keine Ahnung was genau Theo Lawrence damit bewirken wollte uns diese Infos schon direkt vor die Nase zu knallen. Es klingt wie "Haha, wir wissen was, was du nicht weißt." und so ist der Ärger doch glatt vorprogrammiert. Zum Glück ließ sich das ganze recht flott lesen, ansonsten hätte ich diese Geschichte wohl abgebrochen. 

Während der Autor also eine wirklich interessante Idee vollkommen verbockt und wir die nächste Beschreibung eines Backsteins von Haus A (ca. 200 Stockwerke) lesen und bereits die zig Frisuren aus dem letzten Absatz verdrängt haben, stolpern wir immer wieder über pseudopoetische Briefe eines jungen, der nicht nur einen weichen Kern hat, sondern dessen Schale auch null nach Bad Boy aussieht, obwohl der Autor noch immer versucht uns dies aufzudrängen. Von den Dialogen will ich eigentlich gar nicht sprechen, aber die Liebeserklärung ... an der habe ich mich irgendwie fest gebissen. Es war in etwa so:

"Hallo, wie heißt du?"
"Ich bin Hunter."
"Ich bin Aria."
"Hi, Aria."
"Ich liebe dich."
"Jetzt wo du es sagst, ich dich auch."

Bäääm. Danke, aber nein danke. Setzen. Sechs. Schönes Cover nichts dahinter. Ich könnte jetzt ewig so weiter machen, denn bis zum Ende ist es ein einziger sinnloser Informationsbrei und das herumstolpern einer naiven Protagonistin, die mit ihren ach so tiefen Gefühlen für Hunter auf jeden Fall so gar nicht punkten kann. Auch die anderen Charaktere dieses Buches waren schlecht. Flach und absolut unsympathisch. 

Besonders interessiert hätte mich der Teil mit der Magie. Hätte, hätte, Fahrradkette. 

1/5 Sternen


Informationen zum Buch
Autor: Theo Lawrence
Verlag: Ravensburger Buchverlag
Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
Preis: 16,99 €
Ebook: 12,99 €

Informationen zur Reihe
1. Das gefangene Herz
2. Tage des Verrats
3. Schatten der Macht