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12/12/2011

Blutprinz (01.) - Liz & J. K. Brandon

Sie glaubte schon lange nicht mehr an Vorsehung oder einen Seelenpartner, jedoch hatte sie auch nie an Vampire geglaubt.

Kurzbeschreibung

André Barov wähnt sein Leben und seinen Vampir-Clan unter Kontrolle. Doch dann gerät seine sorgsam strukturierte Welt ins Wanken. Feinde haben sich gegen ihn verschworen und als die aufstrebende Innenarchitektin Natalie in sein Leben tritt, holt ihn ein Teil seiner Vergangenheit ein, den er nie verwunden hat. Natalie Adam ist von dem mysteriösen Mann fasziniert. Noch ahnt sie nichts von seinem dunklen Geheimnis. Sie spürt, dass sich auch André Barov zu ihr hingezogen fühlt, doch zu viele scheinbar aussichtslose Zwänge und Umstände sprechen gegen eine Verbindung. Unsichtbare Gegner und ein folgenschwerer Fehler bedrohen nicht nur Andrés Leben, sondern bringen auch das von Natalie in höchste Gefahr.

(Quelle: Amazon.de)

Autor

Das Autorenpaar Liz und J.K. Brandon lebt in Salzburg. Gemeinsam haben sie Beiträge in zahlreichen Kurzgeschichtensammlungen veröffentlicht, wobei sie hauptsächlich Geschichten für die Genres Fantasy, Mystery und Krimi schreiben.
Zu den ersten Erfolgen kann der Gewinn des Deutschen Phantastik Preises 2006 für die beste Kurzgeschichte in der Anthologie "Wildes Land" gezählt werden.

(Quelle: sieben-verlag.de/autoren)

Fazit

Wer eine typische Vampirgeschichte erwartet, liegt mit diesem Buch genau richtig. Wer überwältigende Gefühle erwartet, wird hier absolut enttäuscht. Ich muss sagen, dass ich mir nach dem Klapptext viel mehr versprochen habe als ich im Endeffekt bekommen habe.

Die Protagonisten in diesem Buch sind sowohl der Blutprinz André Barov als auch Natalie Adam. Während André ein wenig dem typisch, egoistisch angehauchten, mysteriösen Stil eines Vampirs geschaffen wurde, ist die Darstellung und Ausarbeitung des Charaters Natalie meiner Ansicht nach total vernachlässigt worden. Die wirkt durch lediglich oberflächliche Beschreibung absolut blass. Ihre beste Freundin Tina dagegen wird mit ihren Männergeschichten viel deutlicher, wobei diese nur im Hintergrund auftritt.

André und Natalie treffen eher zufällig aufeinander und sind dirkt voneinander fasziniert. Dagegen spricht auch nichts, nur, dass der wehrte André schon fast im nächsten Moment von Liebe spricht. Es ist irritierend und der Leser fühlt sich in der Entwicklung dieser Gefühle komplett übergangen. Das ganze zieht die Liebe in's Lächerliche und lässt sie gespielt und schlichtweg unwirklich wirken.
Ebenfalls verwirrt hat mich das abrupte Ende der Geschichte. Ich bin der Meinung, dass das Autorenpaar dieses etwas anderes hätte gestalten müssen, denn ich persönlich war sehr perplex als ich umblättern wollte, es aber keine weitere Seite gab. 

Es gibt aber auch prositive Aspekte: So ist der Aufbau der Welt der Vampire sehr vielversprechend. Es gibt sowohl Reinblüter - diese, die als Vampire von Vampiren geboren wurden -, als auch Halbblüter - diese, die durch Metamorphose geschaffen wurden oder durch einen Vampir und einen Menschen gezeugt wurden - und auch sogenannte Bestien/Bastarde/Assassienen - gezeugt von Vampiren und einem Tier, auch bekannt als Wertiere, doch die Beschriebung passt nicht annähernd.
Gerade durch diesen Aufbau habe ich mir beim Lesen mehr versprochen, doch auch hier setzt das Autorenpaar die Idee nur unzulänglich um.

Die Geschichte um Natalie und André ist dennoch sehr leich zu lesen, denn der Schreibstil ist angenehm flüssig. Es war mir ein leichtes die Kapitel zu lesen. Eine Besonderheit stellt hier auch eine Art Ping-Pong-Verfahren der Kapitel dar. So springen die Sichtweisen verschiedenster Figuren recht rasch, doch es ist ein leichtes dem zu folgen.
Auch die Umgebung in der die Geschichte meist spielt - Wien - gibt dem Roman einen recht realen Aspekt und lässt die Geschichte durch die doch bekannte Stadt aufleben. Zwar kommen auch Städte wie Bratislava, London und Paris nicht zu kurz, dennoch spielen sie nicht eine solch starke Rolle wie den Wohnort beider Protagonisten: Wien.

Ein bisschen enttäuscht von diesem Buch bin ich schon, doch werde ich mir bei gelegenheit den nächsten Band vornehmen, denn dieser handelt von einem guten Freund Andrés und er schien mir in seinen Auftritten in diesem Band sehr sympatisch zu sein. Dennoch kann ich diesem Buch wohlwollend nur 3/5 Sternen geben.


Informationen zur Reihe
1. Blutprinz
2. Blutjägerin

Informationen zum Buch
Autor: Liz & J. K. Brandon
Broschiert: 292 Seiten
Verlag: Sieben Verlag
Preis: 14,90 €